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Tue Mar 24 19:00:39 CET 2026
NEW YORK (dpa-AFX) - Nach der Erholung zu Wochenbeginn haben sich die US-Börsen am Dienstag mit einer klaren Richtung schwergetan. Der Leitindex Dow Jones Industrial pendelte um seinen Schlusskurs vom Vortag und verlor zuletzt 0,21 Prozent auf 46.112 Punkte. Ähnlich sah es beim marktbreiten S&P 500 mit einem Minus von 0,43 Prozent auf 6.553 Punkte aus. Schwächer präsentierte sich der technologielastige Nasdaq 100 , der um 0,93 Prozent auf 23.964 Punkte nachgab.
Am Montag hatten Aussagen von US-Präsident Donald Trump noch Hoffnungen auf eine Deeskalation im Iran-Krieg geschürt. Trump verlängerte ein Ultimatum an den Iran und sprach von "produktiven" Gesprächen. Dass der Iran Verhandlungen zur Beendigung des Krieges umgehend dementierte, gab der Euphorie unter den Anlegern zunächst nur einen kleinen Dämpfer.
Doch schon einen Tag später überwog angesichts der anhaltenden Kämpfe erneut die Skepsis am Markt. Dies zeigten auch die wieder steigenden Ölpreise nach dem deutlichen Rückgang zu Wochenbeginn. Auf die Stimmung drückten zudem Unsicherheiten im Zusammenhang mit Fremdkapitalfinanzierungen durch spezialisierte Investmentfirmen.
"Es ist unklar, wie weit die diplomatischen Kontakte der USA in die neuen Strukturen des iranischen Regimes reichen und ob überhaupt ernsthafte Gespräche stattfinden", kommentierte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, die Lage im Nahen Osten. Er hält es obendrein für möglich, dass Saudi-Arabien ebenfalls zu einer aktiven Kriegspartei werden könnte, was eine weitere Eskalation bedeuten würde.
Wie Stanzl gibt es an den Börsen weltweit zahlreiche Marktbeobachter, Strategen, Analysten und Händler, die derzeit die Vielzahl möglicher Entwicklungen im Nahost-Konflikt vor Augen haben und sie abwägen. Eines befürchten so ziemlich alle: Sollte der Krieg länger dauern, dürfte dies einer wieder stärkeren Inflation Vorschub leisten und zu steigenden Zinsen führen, was die Attraktivität von Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren schmälern würde.
Die zuletzt erholten Anteile der Investmentfirmen Apollo Global Management und Ares Management sanken um jeweils rund 1 Prozent. Zuvor hatten die beiden Verwalter alternativer Anlagen als letzte in der Branche die Auszahlungen aus einigen ihrer Privatkredit-Fonds gedrosselt. Angesichts der anhaltenden Probleme in diesem 1,8 Billionen US-Dollar schweren Markt sei es keine gute Idee, diese zu ignorieren, merkte Experte Matt Maley vom Finanzunternehmen Miller Tabak an.
Die Aktien der Jefferies Financial Group zogen hingegen um 3 Prozent an. Die "Financial Times" berichtete, dass die japanische Sumitomo Mitsui Financial Group (SMFG) an Plänen für eine mögliche Übernahme der US-Bank arbeitet.
Beim Netzwerktechnik-Unternehmen Netgear stand ein Kurssprung von gut 15 Prozent zu Buche, nachdem die US-Telekommunikationsaufsicht (FCC) ein Importverbot für neue Modelle ausländischer WLAN-Router für Endverbraucher verhängt hatte. Hintergrund sind dem Vernehmen nach Sorgen vor Cyberangriffen aus China. "Obwohl China in der Anordnung nicht namentlich erwähnt wird, ist die Richtung klar, und die Latte für die künftige Vorgehensweise der USA im Umgang mit vernetzten Geräten wird höher gelegt", sagte Craig Singleton, Experte bei der US-Denkfabrik Foundation for Defense of Democracies (FDD).
Im Zuge der wieder steigenden Ölpreise verteuerten sich die Titel der Branchenriesen Exxon Mobil , ConocoPhillips und Chevron um bis zu 2,8 Prozent.
Bei ARM sorgte die Nachricht, dass der Chipdesigner erstmals mit dem Verkauf eigener Chips Einnahmen im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) erzielen will, für ein Kursplus von zuletzt 1,8 Prozent./gl/jha/
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