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Tue Apr 07 18:24:47 CEST 2026
PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Belastet von weiteren Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran haben Europas wichtigste Aktienmärkte am Dienstag nach dem verlängerten Osterwochenende deutlich nachgegeben. Der EuroStoxx 50 schloss 1,05 Prozent tiefer bei 5.633,22 Punkten. Außerhalb des Euroraums fiel der schweizerische SMI um 1,48 Prozent auf 12.790,35 Zähler. Der britische FTSE 100 verlor 0,84 Prozent auf 10.348,79 Punkte.
Im Fokus stand das US-Ultimatum an den Iran, die für den Rohöl- und Flüssiggas-Transport wichtige Straße von Hormus wieder zu öffnen. Die Frist läuft nach deutscher Zeit um 2.00 Uhr in der Nacht zum Mittwoch ab. Stunden vor Ablauf des Ultimatums richtete Trump noch einmal eine harsche Drohung an den Iran. "Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen, um nie wieder zurückzukehren", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Laut US-Medienberichten kappte der Iran mittlerweile die diplomatischen Kontakte zu den USA.
Die mit Abstand stärkste Branche waren Medientitel. Die Aktien von Universal Music Group (UMG) trieben mit einem Kursgewinn von 11,4 Prozent den Sektor nach oben. Der US-Investor Bill Ackman will mit seiner Firma Pershing Square Capital den Musikkonzern für rund 56 Milliarden Euro übernehmen. Pershing bietet insgesamt 30,40 Euro je UMG-Aktie. Dies entspricht einem Aufschlag von rund 78 Prozent auf den letzten Schlusskurs. Die Papiere des UMG-Großaktionärs Vivendi kletterten um gut 9 Prozent nach oben.
Deutlich schwächer präsentierte sich hingegen der Technologiesektor. Hier belasteten die Verluste des Schwergewichts ASML , das um 4,1 Prozent nachgab. Analysten verwiesen auf einen Gesetzentwurf aus Washington. Der sogenannte "Match Act" (Multilateral Alignment of Technology Controls on Hardware) ziele auf das US-Exportgeschäft von DUV-Anlagen des niederländischen Herstellers von Lithografie-Systemen nach China, hieß es. Wie JPMorgan-Analyst Sandeep Deshpande schrieb, dürfte sich der Gesetzesentwurf negativ auf Umsatz und Gewinn von ASML auswirken.
Im Chemiesektor gaben Aktien von Ems-Chemie um 1,3 Prozent nach. Die veröffentlichten Umsatzzahlen zum ersten Quartal lagen unter den durchschnittlichen Schätzungen. Positiv wurden hingegen Angaben zur Gewinnentwicklung und die bestätigte Prognose vermerkt./edh/he
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