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Wed Mar 04 09:37:18 CET 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die vage Hoffnung auf eine Sicherung der Straße von Hormus durch US-Streitkräfte hat den heftigen Kursrutsch am deutschen Aktienmarkt am Mittwoch zunächst gebremst. Der in den beiden vergangenen Tagen um fast sechs Prozent abgesackte Dax lag im frühen Handel mit einem halben Prozent im Plus bei 23.912 Zählern.
"Falls erforderlich, wird die US-Marine so bald wie möglich damit beginnen, Tanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren", schrieb Trump am Vorabend auf seiner Plattform Truth Social. Um jeden Preis würden die USA den freien Fluss von Energie für den Rest der Welt sicherstellen. Zudem habe er die zuständige Behörde für Entwicklungsfinanzierung DFC angewiesen, Risikoversicherungen und Garantien für den gesamten Seehandel in der Region anzubieten.
Diese Nachrichten hatten am Vorabend in New York dafür gesorgt, dass die US-Börsen ihre Verluste deutlich eingrenzten. Laut dem Marktexperten Thomas Altmann von QC Partners versuchen die USA, die Situation zu beruhigen. "Bislang überzeugt der Plan, Tanker auf ihrem Weg durch die Straße von Hormus zu eskortieren, die Börsen aber nicht", kommentierte er am Morgen. Noch sei unklar, ob sich dieser Plan tatsächlich umsetzen lässt. So legten die Preise für Öl und Gas am Mittwoch wieder zu, die Lage bleibt angespannt.
Ein Blick nach Ostasien zeigt aber, dass die Anleger an den Weltbörsen sehr nervös bleiben. Weil Südkorea und Japan stark von Ölimporten aus dem Nahen Osten abhängen, standen die Börsen dort am Mittwoch nochmals deutlich unter Druck.
Der MDax der mittelgroßen Börsentitel stabilisierte sich um 0,3 Prozent auf 29.903 Zähler, Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 lag ebenfalls leicht im Plus.
Gleich mehrere DAX-Konzerne stehen am Morgen mit Geschäftszahlen und Prognosen im Blick der Anleger. Adidas blieb mit dem Ziel für das Betriebsergebnis in diesem Jahr unter der Markterwartung. Die Aktie sackte am Dax-Ende um 6,7 Prozent ab auf ein Tief seit drei Jahren.
Bei Continental blieb die Prognose für den operativen Gewinn im Reifengeschäft laut Analyst Michael Aspinall von der Bank Jefferies hinter der Konsensschätzung zurück. Der Kurs verlor gut 2 Prozent.
Auch bei Bayer und dem Aromenhersteller Symrise reagierten die Anleger mit Aktienverkäufen auf die jeweiligen Geschäftszahlen der Unternehmen. Bayer verloren 2,8 Prozent und Symrise 1,7 Prozent. Bayer blieb mit dem Ziel für das operative Ergebnis 2026 unter der Markterwartung. Symrise geht mit Vorsicht in das Jahr 2026.
In der zweiten Reihe brachen Redcare Pharmacy um 13,5 Prozent ein. Die Online-Apotheke verdiente 2025 operativ weniger als erwartet und setzte sich für das laufende Jahr Ziele, die laut Jefferies-Experte Martin Comtesse in jeglicher Hinsicht klar unter den Erwartungen lagen.
Aktien von Aroundtown büßten 5 Prozent ein. Der Spezialist für Gewerbeimmobilien blickt vorsichtig auf das laufende Jahr und rechnet mit einem weiteren Rückgang beim operativen Gewinn.
Unter den kleinen Titeln stachen Sixt mit einem Aufschlag von 7 Prozent positiv heraus. Der Autovermieter hat 2025 so viel umgesetzt wie noch nie und zugleich deutlich mehr verdient./bek/stk
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