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Enthaltene Instrumente

Aktien Wien Schluss: ATX gibt um 0,93 Prozent nach

29.10.2020 18:27:47

WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse ist am Donnerstag mit klaren Verlusten aus dem Handel gegangen. Der Leitindex ATX sackte um 0,93 Prozent auf 2034,19 Einheiten ab. Kurzzeitig war er unter die Marke von 2.000 Zählern gefallen, grenzte sein Minus allerdings im Verlauf des Nachmittages wieder ein. Der breiter gefasste ATX Prime verlor indes 0,97 Prozent auf 1.039,68 Punkte. Der heimische Markt schloss damit den dritten Tag in Folge tiefer.

In Kraft tretende Lockdown-Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in Frankreich und Deutschland dürften positive Konjunkturdaten aus den USA in den Schatten gestellt haben. So legte das US-Bruttoinlandsprodukt von Juli bis September aufs Jahr hochgerechnet um 33,1 Prozent zu und übertraf damit die Markterwartung, und die wöchentlichen Arbeitslosenzahlen fielen geringer aus als erwartet. Allerdings konnten diese beiden Veröffentlichungen keine Trendwende am heimischen Aktienmarkt einleiten.

Unterdessen beließ die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Leitzins auf dem Rekordtief von null Prozent. Dort liegt er bereits seit März 2016. Allerdings teilten die Währungshüter mit, die im Dezember erwarteten neuen Wirtschaftsprognosen ihrer Volkswirte würden eine genauere Einschätzung der Konjunkturaussichten ermöglichen. Auf dieser Grundlage werde sie nötigenfalls ihre Instrumente anpassen, um auf die Entwicklungen zu reagieren.

Mit Blick auf die Berichtssaison rückten hierzulande gleich zwei Unternehmen in den Vordergrund. So legte die OMV für das dritte Quartal sehr schwache Zahlen vor. Der bereinigte Nettogewinn brach um mehr als 80 Prozent ein. Die Aktien gaben am Donnerstag um 2,12 Prozent nach. Mitunter dürfte allerdings auch der heutige Ölpreisverfall für die starken Kursverluste verantwortlich sein.

Die Corona-Pandemie ließ den Gewinn des oberösterreichischen Aluminiumkonzerns AMAG ebenfalls einbrechen. Das Ergebnis nach Ertragsteuern verringerte sich in den ersten drei Quartalen auf 11,1 Millionen Euro nach 30 Millionen Euro in der Vorjahresperiode. In Anbetracht der schwierigen wirtschaftlichen Lage sei es allerdings ein "zufriedenstellendes Ergebnis", kommentierte AMAG-Vorstandsvorsitzender Gerald Mayer die Zahlen in einer Aussendung. Die Aktie büßte 0,78 Prozent ein.

Zudem dürften die Blicke nach schwachen Zahlen des Branchenprimus Airbus auch auf die Wertpapiere des heimischen Flugzeugzulieferers FACC gefallen sein. Die Aktie gab als schwächster Wert im prime market um satte 4,85 Prozent nach.

Kursverluste verbuchten auch Polytec. Sie verloren 1,54 Prozent auf 5,10 Euro. Am Vortag hatten die Experten der Baader Bank ihr Kursziel von 8,00 Euro und das "Buy"-Votum bestätigt. Der Zulieferer für die Automobilindustrie wird Ende kommender Woche seine Bücher öffnen.

Zur Andritz hatte sich das Analystenhaus ebenfalls am Vortag gemeldet. Es beließ in seinem Kommentar auf die vorläufigen Zahlen das Kursziel bei 42,00 Euro unverändert. Auch die "Buy"-Empfehlung blieb aufrecht. Die Aktie sank heute um 3,09 Prozent auf 28,90 Euro./sto/dkm/APA/fba

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