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Tue Aug 26 18:17:51 CEST 2025
PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Anleger haben am Dienstag wegen politischer Unsicherheit in Frankreich einen Bogen um europäische Aktien gemacht. Hinzu kamen Sorgen um die Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed sowie neue Zolldrohungen aus Washington in Richtung China, die Anleger zurückhaltend agieren ließen.
Der Leitindex EuroStoxx 50 gab letztlich um 1,11 Prozent auf 5.383,68 Punkte nach, womit das Leitbarometer der Eurozone sein Minus vom Vortag ausweitete und den tiefsten Stand seit fast zwei Wochen erreichte. Außerhalb der Eurozone kam der Londoner FTSE 100 0,60 Prozent tiefer aus dem verlängerten Wochenende. Der schweizerische SMI gab um 0,37 Prozent nach.
Vor allem die Pariser Börse wurde von der Entwicklung in Frankreich belastet: Der Leitindex Cac 40 verlor 1,7 Prozent. Im Streit um den anstehenden Sparhaushalt will Premier François Bayrou die Vertrauensfrage stellen. Das Parlament werde darüber in zwei Wochen am 8. September abstimmen, sagte er. Bank-Ökonomen fürchten wirtschaftlichen Schaden, sollte die Regierung in Frankreich stürzen. Die drei größten EuroStoxx-Verlierer kamen mit Vinci , BNP Paribas und Axa alle aus Frankreich.
Zunehmend irritiert zeigten sich Anleger am Dienstag auch mit Blick auf Personalien der Fed. In einem sich zuspitzenden Machtkampf teilte US-Präsident Donald Trump mit, dass Fed-Gouverneurin Lisa Cook mit sofortiger Wirkung aus ihrem Amt im Vorstand entlassen werde. Auch beim Thema Zölle gegen China gab sich Trump aggressiv. Er drohte dem Land mit Strafzöllen von bis zu 200 Prozent, falls Peking die Vereinigten Staaten nicht zuverlässig mit Magneten aus seltenen Erden beliefert.
Relativ große Kursverluste musste im EuroStoxx nach zuletzt gutem Lauf noch Unicredit einstecken: Die Titel sackten um 3,6 Prozent ab, während eine mögliche Übernahme der Commerzbank weiter schwelt. Am Vortag war bekannt geworden, die italienische Großbank ihren direkten Aktienanteil an Deutschlands zweitgrößter Privatbank nach eigenen Angaben auf rund 26 Prozent erhöht hat.
Ein großer Verlierer waren die Aktien von Novo Nordisk , die in Kopenhagen 4,5 Prozent verloren. Belastet wurden sie von Nachrichten des US-Konkurrenten Eli Lilly , dessen Aktien an der New Yorker Börse wegen eines Studienerfolgs mit einer Abnehmpille anzogen. Die Verabreichung könnte der bisher gewohnten Medikation mit Spritzen, für die Novo bekannt ist, große Konkurrenz machen.
In London büßten British American Tobacco fast zwei Prozent ein. Der Tabakkonzern muss sich einen neuen Finanzvorstand suchen. Die bisherige Amtsinhaberin Soraya Benchikh werde mit sofortiger Wirkung von ihrem Posten zurücktreten, hieß es. Ferner gewannen in London die Titel des Großhandels- und Logistikkonzerns Bunzl nach Halbjahreszahlen fünf Prozent./tih/he
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