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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Schwächelnder Dax hält sich über 24.000 Punkte

Mon Apr 27 17:59:42 CEST 2026

FRANKFURT (dpa-AFX) - Stockende Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran haben den Dax am Montag leicht in die Verlustzone gedrückt. Die Marke von 24.000 Punkten hielt jedoch.

Weder aus Washington noch aus Teheran kamen zu Wochenbeginn offizielle diplomatische Signale. Die Ölpreise stiegen wieder. "Der Großteil der Anleger wartet ab und fokussiert sich auf nur wenige Unternehmen", kommentierte Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets das Börsengeschehen hierzulande. "Alles in allem aber überwiegt die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Krieges und stützt die europäischen Aktienmärkte."

Der Dax verlor nach anfänglichen Gewinnen letztlich 0,19 Prozent auf 24. 083,53 Punkte und knüpfte damit an seinen Verlust aus der vergangenen Woche von etwas mehr als zwei Prozent an. Der MDax mit den mittelgroßen Werten legte um 0,37 Prozent auf 30.362,01 Zähler zu.

Europaweit und in den USA wurden ebenfalls, ähnlich wie im Dax, moderate Verluste verbucht. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,39 Prozent auf 5.860,32 Punkte. Außerhalb der Euro-Region schwächelte der britische FTSE 100 . Der schweizerische SMI hielt sich minimal unter dem Freitagsschluss. Kleinere Verluste verbuchten außerdem der Wall-Street-Index Dow Jones Industrial und die technologielastige Nasdaq-Börse.

Während die Aktien des Energietechnikunternehmens Siemens Energy nach einem Rekordhoch am Freitag mit minus 5,4 Prozent Schlusslicht im Leitindex waren, legten die Anteilsscheine von Siemens an der Dax-Spitze um 3,6 Prozent zu. Im bisherigen Jahresverlauf bedeutet das für die Aktie des Technologie-Unternehmens ein Plus von etwas mehr als 5 Prozent. Dass sich der Siemens-Kurs seit dem Auftakt 2026 schwächer als die Kurse der Konkurrenz entwickelt hat, hält Analyst Alasdair Leslie von Bernstein Research für ungerechtfertigt. Er sieht das Papier in den kommenden Monaten vor einer Neubewertung und verwies zudem auf Spielraum für weitere Aktienrückkäufe.

Zu den Top-Werten im Dax gehörten auch die Commerzbank-Papiere . Nach einer viertägigen Verlustserie verhalf ihnen eine Kaufempfehlung der Bank of America zu einem Kursgewinn von 2,4 Prozent. Analyst Tarik El Mejjad begründete die Hochstufung von "Neutral" auf "Buy" mit der Attraktivität der Aktie, auch unabhängig von einer möglichen Übernahme durch Unicredit . Dabei verwies er auf das überdurchschnittliche Gewinnwachstum je Aktie.

Gut aufgenommene Quartalszahlen des Windturbinen-Herstellers Nordex trieben dessen Aktie auf das höchste Niveau seit dem Jahr 2002. Mit plus 5,7 Prozent beendete das Papier den Tag und baute sein bisheriges Jahresplus auf 63 Prozent aus. Analysten zeigten sich beeindruckt von der Geschäftsentwicklung. Die Profitabilität habe die Erwartungen klar übertroffen und der Auftragsbestand liege auf Rekordniveau, kommentierte etwa Richard Dawson von der Berenberg Bank.

Südzucker gaben im Nebenwerte-Index SDax um 0,2 Prozent nach und reagierten damit kaum auf vorläufige Geschäftsjahreszahlen und die bestätigten Ziele für 2026/27. Die Erwartungen seien insgesamt erfüllt worden, sagte ein Händler./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

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