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Fri Mar 20 16:09:28 CET 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Angesichts des Iran-Kriegs dürfte der deutsche Aktienmarkt auch in der neuen Woche unter Druck bleiben. "Die Sorgen an den Kapitalmärkten über die Auswirkungen des Kriegs nehmen zu", schrieb Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank. Der Auslöser dafür ist dem Experten zufolge, dass keine Fortschritte bei der Normalisierung der Rohstofflieferungen aus dem Persischen Golf erkennbar seien.
Durch Angriffe auf Ölförderanlagen ist der Ölpreis zuletzt deutlich in die Höhe geschnellt. Sollte dieser für längere Zeit auf hohem Niveau notieren, droht ein deutlicher Anstieg der Inflation.
"Je länger sich die Lage hinzieht, desto stärker spüren alle Wirtschaftsteilnehmer die Folgen im Alltag, und desto wahrscheinlicher werden auch gesamtwirtschaftliche Folgen, etwa eine Dämpfung der ohnehin nicht überschwänglichen Konjunktur in den europäischen Volkswirtschaften", fuhr Kater fort. Die ersten Wirtschaftsindikatoren hätten zuletzt bereits in den roten Bereich gedreht.
Etwas optimistischer äußerte sich Analystin Claudia Windt von der Landesbank Hessen-Thüringen. Der Ausverkauf am Aktienmarkt halte sich derzeit noch in Grenzen. So habe der Rutsch des Dax unter die Marke von 23.000 Punkten zwischenzeitlich auch Käufer angelockt. Offensichtlich gebe es noch Investoren, die das aktuelle Niveau eher als Einstiegschance bewerteten.
Etwas Unterstützung für die Märkte kommt Windt zufolge auch von der Geldpolitik, nachdem sich wichtige Zentralbanken zuletzt anlässlich ihrer Zinsentscheidungen zur aktuellen Lage geäußert hatten. So bleibe bei der US-Notenbank eine Lockerung in diesem Jahr auf der Agenda. Und die Chefin der Europäischen Zentralbank, Christin Lagarde, habe es vermieden, ein klares Signal in Richtung Zinserhöhung zu geben und lediglich auf die Inflationsrisiken hingewiesen.
Mit Blick auf die Konjunkturdaten in der neuen Woche richtet sich die Aufmerksamkeit zunächst am Dienstag auf erste Schätzungen für die Einkaufsmanager-Indizes in großen europäischen Ländern und in der Eurozone insgesamt. Die Daten geben wichtige Hinweise auf das aktuelle Stimmungsbild im Verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich.
Zur Wochenmitte veröffentlicht das Ifo-Institut seinen Geschäftsklima-Index. Angesichts des Iran-Kriegs und der deshalb kräftig gestiegenen Energiepreise wäre zwar alles andere als ein deutlicher Rückgang insbesondere der Geschäftserwartungen eine große Überraschung, schrieb Analyst Ralph Solveen von der Commerzbank. Für den kurzfristigen Ausblick sei aber wichtiger, wie die Unternehmen die aktuelle Lage beurteilen. Sollte dieses Urteil etwas besser ausfallen, wäre dies ein weiteres kleines Hoffnungszeichen für die deutsche Wirtschaft.
Darüber hinaus dürfte auch die Berichtssaison Aufmerksamkeit auf sich ziehen. In der neuen Woche präsentieren vor allem Unternehmen aus der zweiten und der dritten Reihe ihre Resultate. Dabei handelt es sich oft um detaillierte Geschäftszahlen nach bereits vorgelegten Eckdaten.
So startet die neue Woche mit dem Stahlkonzern Salzgitter und dem Werbevermarkter Ströer . Am Dienstag folgt der Medizin- und Sicherheitstechnikhersteller Drägerwerk , bevor am Mittwoch der Technologiekonzern Jenoptik und der Baumarkt- und Baustoffkonzern Hornbach Holding den Reigen fortsetzen.
Dichter gepackt ist die Agenda am Donnerstag. Dann sind unter anderem der Ticketvermarkter und Konzertveranstalter CTS Eventim sowie der Fotodienstleister Cewe an der Reihe. Hinzu kommt mit der VW-Eigentümerholding Porsche SE auch ein Unternehmen aus dem Dax./la/jkr/nas
--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---
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