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Sun Jun 14 17:16:51 CEST 2026
HAMBURG (dpa-AFX) - Glasfaser-Internet ist in Norddeutschland im Vergleich zum Rest des Landes weit verbreitet. In Bremen ist der Ausbau am weitesten fortgeschritten. Auch in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen sind überdurchschnittlich viele Haushalte an das Glasfasernetz angeschlossen, wie aus dem Breitbandatlas der Bundesnetzagentur hervorgeht.
In Bremen können demnach 86 Prozent der Haushalte Glasfaser-Internet nutzen. Der entsprechende Anteil in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen liegt zwischen 80 und 72 Prozent. In Mecklenburg-Vorpommern hat etwa jeder zweite Haushalt (49 Prozent) einen Anschluss. Das entspricht ungefähr dem Durchschnitt in der gesamten Bundesrepublik.
Das Vergleichsportal Verivox hat die öffentlichen Daten untersucht. Dass Bremen bundesweit Vorreiter ist, erklärt Verivox-Fachmann Jörg Schamberg damit, dass in dem Zwei-Städte-Staat frühzeitig verbindliche Kooperationen mit mehreren Anbietern abgeschlossen worden seien. Zudem investierten Telekommunikationsunternehmen bevorzugt in städtischen Regionen.
Glasfaser-Ausbau im Süden und Osten weniger lukrativ
Am schlechtesten ist das Glasfasernetz in Thüringen ausgebaut. Dort kann nur etwa jeder vierte Haushalt (26 Prozent) Glasfaser-Internet nutzen. Auf dem vorletzten Platz landet Baden-Württemberg, dann folgt Sachsen.
Glasfaserkabel werden in der Regel unter der Erde verlegt, um sie zu schützen. "Verlangsamt wird der aufwendige Tiefbau etwa in den bergigen Regionen Süddeutschlands", sagte Schamberg der Deutschen Presse-Agentur. Im Osten sei der Glasfaser-Ausbau in den dünn besiedelten Regionen nicht lukrativ.
Regierung will Ausbau beschleunigen
Um den Glasfaser-Ausbau zu beschleunigen, hat das Bundeskabinett diesen Monat eine Reform des Telekommunikationsgesetzes auf den Weg gebracht. Glasfaseranbieter sollen neue Möglichkeiten erhalten, um nicht angeschlossene Häuser verkabeln zu können. Alternativ sollen sich Eigentümer selbst innerhalb einer Frist um den Anschluss kümmern müssen./lkm/DP/he
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