Nachrichten Detail

Enthaltene Instrumente

AKTIEN IM FOKUS 3: Alphabet bringt KI-Sorgen zurück - Microsoft verpufft

Thu Oct 29 21:46:07 CET 2026

(neu: Schlusskurse, extremer Börsenwert-Verlust)

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Google -Mutterkonzern Alphabet hat am Donnerstag im Technologiesektor die Laune wieder schlagartig getrübt. Der Internetkonzern heizte die Befürchtung exzessiver KI-Ausgaben, die zuletzt etwas abgeflaut waren, wieder an. Die Aktien erlitten einen hohen Wertverlust: An einem einzigen Handelstag wurden fast 500 Milliarden US-Dollar an Börsenwert vernichtet. Nur der KI-Riese Nvidia hatte im Januar 2025 mit 589 Milliarden einmal mehr verloren.

Alphabet belastete mit seinem Kursrutsch auch in der Breite die New Yorker Nasdaq-Börse. Der Tech-Schwäche konnte sich auch Microsoft nicht entziehen, obwohl die Nachrichten von dem Softwareriesen besser aussahen. Beide Tech-Riesen hatten ihre Resultate am Vorabend nach US-Börsenschluss vorgelegt. Der Fokus richtet sich nun auf die nach Börsenschluss veröffentlichten Resultate von Amazon .

Anleger kehrten zurück zu der schon seit Monaten verbreiteten Frage, ob sich Investitionen in die KI-Infrastruktur irgendwann rentieren können. Alphabet berichtete von steigenden Investitionen und war beim freien Barmittelzufluss milliardentief ins Minus gerutscht, woraufhin die Aktien in der Spitze um fast 14 Prozent auf das niedrigste Niveau seit Ende März absackten. Am Ende war das Minus der A-Aktiengattung von Alphabet dann 12,6 Prozent groß.

"Die Botschaft lautet: Der Markt belohnt Ausgabendisziplin und bestraft Investitionen ohne Cashflow-Deckung", resümierte Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. Laut den Experten von Index-Radar gab Alphabet mehr für Investitionen aus, als das laufende Geschäft im Quartal an Geld einbrachte.

Bei Microsoft sah es in diesem Punkt auf den ersten Blick besser aus. Anders als Alphabet überraschte Microsoft eigentlich positiv damit, dass die Investitionen nicht ganz so hoch sind wie erwartet. Die Aktien starteten deshalb im Plus, schlossen aber im getrübten Tech-Umfeld mit 0,2 Prozent in der Verlustzone - auch belastet von der Nachricht, dass sich der Konzern Milliarden am Anleihemarkt besorgt, um weiter Geld in sein Wachstum investieren zu können. Das bisherige Rekordhoch konnten die Aktien nicht angreifen.

Was die Quartalszahlen betrifft, war das Fazit bei Microsoft gut. Der Softwareriese war besser als von Experten erwartet in das laufende Geschäftsjahr gestartet, angetrieben von einem abermals hohen Wachstum der Cloud-Plattform Azure. Die Investitionsausgaben von Microsoft stiegen zwar um 30 Prozent auf gut 45 Milliarden Dollar, lagen damit aber unter den Erwartungen.

Bei Alphabet war das Fazit für die Quartalszahlen durchwachsener. Brad Erickson von RBC sprach von einem "unübersichtlichen Quartal", das vor allem den Pessimisten Argumente liefere. Im Suchmaschinengeschäft habe Alphabet enttäuscht und die Ziele gesenkt, und die Margen hätten wegen der höherer KI-Kosten die Erwartungen verfehlt.

Im Falle von Microsoft werteten es die Experten von Index Radar positiv, dass trotz der Investitionen ein milliardenhoher freier Mittelzufluss erwirtschaftet wurde. "Der KI-Ausbau kostet enorme Summen, lässt sich aber weiterhin aus dem laufenden Geschäft finanzieren", laute die Botschaft des Softwareriesen. Bei Alphabet dagegen sei die Rechnung eine ganze andere mit einem Free Cashflow, der mit rund neun Milliarden Dollar ins Minus gerutscht war.

"Bei Microsoft erkennen Anleger zunehmend, wie sich die hohen KI-Ausgaben in Wachstum und Cashflow niederschlagen. Alphabet muss dagegen beweisen, dass die Investitionen nicht nur das Cloud-Geschäft antreiben, sondern auch das lukrative Werbegeschäft langfristig stärken", hieß es weiter von Index Radar. Denn ausgerechnet die Suchmaschine, die den KI-Ausbau finanziere, könnte durch neue KI-Anwendungen unter Druck geraten./ajx/bek/tih/jha/he

Wertentwicklungen (Performances) und Renditechancen werden ohne Berücksichtigung der jeweiligen Produkt-, Dienstleistungskosten und Zuwendungen angezeigt. Diese und deren Auswirkungen auf die Performance und Renditechance des Instruments erhalten Sie kundenindividuell vor Ihrer Transaktion oder im Rahmen Ihrer Beratung bei der HypoVereinsbank.

Alle Angaben ohne Gewähr. Die Informationen auf dieser Seite stellen weder eine Anlageberatung, noch ein verbindliches Angebot dar und dienen ausschließlich der eigenverantwortlichen Information. Insbesondere können sie eine Aufklärung und Beratung durch den Betreuer nicht ersetzen. Die Instrumente sind nur in Grundzügen dargestellt. Ausführliche Informationen enthalten bei Fonds die allein verbindlichen Verkaufsprospekte sowie die Wesentlichen Anlegerinformationen, die aktuellen Jahres- und Halbjahresberichte, bei anderen Instrumenten die allein verbindlichen Basisprospekte einschließlich etwaiger Nachträge bzw. die Endgültigen Bedingungen und bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen zusätzlich die Basisinformationsblätter. Diese deutschsprachigen Dokumente erhalten Sie bei Fonds in elektronischer Form auf der Detailseite zum Fonds und/oder in Papierform kostenlos über alle HypoVereinsbank Filialen. Bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen erhalten Sie die deutschsprachigen Basisinformationsblätter in elektronischer und/oder in Papierform kostenlos bei Ihrem Ansprechpartner der HypoVereinsbank. Alle anderen Dokumente können Sie direkt beim Emittenten (Herausgeber) anfordern. Wertpapiere und sonstige Finanzinstrumente unterliegen u.a. Kurs- und Währungsschwankungen, die die Rendite steigern oder reduzieren können. Es kann grundsätzlich zum Verlust des eingesetzten Kapitals kommen. Alle Wertpapiere außer Fonds unterliegen dem Emittentenrisiko und strukturierte Produkte zusätzlich dem Risiko des Basiswertes. Bei Optionsscheinen, Knock out Produkten und Faktorzertifikaten sind starke Kursschwankungen üblich und es besteht ein Totalverlustrisiko.

Die Informationen auf dieser Seite stellen auch keine Finanzanalyse dar. Eine den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Unvoreingenommenheit wird daher nicht gewährleistet. Es gibt auch kein Verbot des Handels - wie es vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen gilt. Diese Information richtet sich nicht an natürliche oder juristische Personen, die aufgrund ihres Wohn- bzw. Geschäftssitzes einer ausländischen Rechtsordnung unterliegen, die für die Verbreitung derartiger Informationen Beschränkungen vorsieht. Insbesondere enthält diese Information weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren an Staatsbürger der USA, Großbritanniens oder der Länder im Europäischen Wirtschaftsraum, in denen die Voraussetzungen für ein derartiges Angebot nicht erfüllt sind.

Factset   Mountain-View
© 2012-2020. UniCredit Bank GmbH (HVB). Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen.
Design and Implementation by ByteWorx GmbH.
Powered by FactSet Digital Solutions GmbH.
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet Digital Solutions GmbH.
Fondsdaten bereitgestellt von Mountain-View Data GmbH.

Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!
Langfristige Wertentwicklungen und Kursschwankungen insbes. zu Finanzinstrumenten, bzw. zu Finanzindizes entnehmen Sie bitte der jeweiligen Detailseite. Bitte beachten Sie: Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für eine künftige Wertentwicklung (Performance) und Renditechance. Die Rendite kann in Folge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.