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Thu Apr 16 09:38:17 CEST 2026
HSINCHU (dpa-AFX) - Der taiwanesische Chiphersteller TSMC hat im ersten Quartal dank des anhaltenden KI-Booms deutlich mehr verdient. Der Gewinn stieg um 58 Prozent auf rund 572,5 Milliarden Taiwan-Dollar (rund 15,4 Mrd Euro), wie der weltgrößte Auftragschiphersteller und wichtige Zulieferer von Nvidia und Apple am Donnerstag mitteilte. Branchenexperten hatten hier im Schnitt mit gut 542 Milliarden Taiwan-Dollar weniger erwartet. Der Umsatz kletterte - wie bereits bekannt - um 35 Prozent auf 1,13 Billionen Taiwan-Dollar.
Für das laufende zweite Quartal erwartet das Management einen Umsatz von 39,0 bis 40,2 Milliarden US-Dollar (33,1 bis 34,1 Mrd Euro). Analysten hatten im Mittel weniger auf dem Zettel. Für 2026 erwartet TSMC einen Umsatzanstieg um über 30 Prozent.
Die vorgelegten Zahlen dürften Befürchtungen dämpfen, dass eine anhaltende Krise im Nahen Osten die Nachfrage nach KI-Chips und Geräten wie dem iPhone bremsen könnte. Der Konflikt hat die internationalen Schifffahrtsrouten beeinträchtigt und die Öl- und Gaspreise nach oben getrieben. Zudem gibt es Spekulationen, dass eine länger andauernde Krise im Nahen Osten die Versorgung mit wichtigen Komponenten und Ausrüstung für die Chip-Herstellung beeinträchtigen könnte.
Die Anleger suchen nun nach Hinweisen, ob sich die Folgen des Konflikts auf die Investitionspläne großer Technologiekonzerne auswirken. TSMC und KI-Kunden wie Nvidia sehen sich wachsender Skepsis gegenüber, ob sie ihre hohen Wachstumsraten halten können. Nach einem explosionsartigen Umsatzanstieg, der Nvidia zum wertvollsten Unternehmen der Welt und TSMC zum größten Konzern Asiens gemacht hat, wollen Investoren zunehmend sichergehen, dass der KI-Boom von Dauer ist.
TSMC fertigt den Großteil der weltweit fortschrittlichsten Halbleiter und profitiert stark vom globalen Wettlauf um den Aufbau von KI-Infrastruktur. Zu den Kunden zählen neben Nvidia auch Advanced Micro Devices (AMD) und Broadcom . Die TSMC-Aktie hat seit Jahresbeginn um fast 30 Prozent zugelegt, in den vergangenen zwölf Monaten sogar um 140 Prozent. Am Vortag war sie auf ein Rekordhoch gestiegen./err/lew/stk
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