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Aktien Frankfurt: Dax nach Vortagserholung wieder unter Druck

Wed Mar 11 14:50:58 CET 2026

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger bleiben am Mittwoch besorgt ob der Entwicklung im Nahen Osten. Der Dax geriet nach seiner Vortagserholung wieder unter Druck, wobei schwankend hohe Verluste von anhaltender Nervosität zeugten. Schrumpfte das Minus zur Mittagszeit auf 0,6 Prozent, war es etwas später wieder 1,8 Prozent groß.

Zum US-Handelsstart büßte der Leitindex dann am Nachmittag 1,3 Prozent auf 23.651 Zähler ein. Der MDax gab zeitgleich um ein Prozent auf 29.439 Zähler nach. Während der EuroStoxx auf Eurozonen-Ebene um 0,9 Prozent fiel, bewegte sich der Leitindex Dow Jones Industrial in den USA in den ersten Handelsminuten moderat im Minus.

Der Energiemarkt bleibt im Zuge des Iran-Kriegs weiter das Zünglein an der Waage für die Konjunktur- und Inflationssorgen der Anleger. Nur zeitweise sorgte es im Verlauf für etwas Erleichterung, dass die Internationale Energieagentur (IEA) nach Angaben von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche ihre Mitglieder zur Freigabe von Ölreserven im Umfang von insgesamt 400 Millionen Barrel gebeten hat.

Nach Meinung des Experten Jochen Stanzl von der Consors Bank ist eine Freigabe von Reserven nur eine "Lösung auf Zeit". Auch bei dem Vortagsplus des Dax habe es sich nur um eine "technische Erholung" gehandelt, die noch keinen neuen Trend begründe. Mit einer belastbaren Bodenbildung rechnet er im besten Falle in ein bis zwei Wochen.

Nicht zu einer solchen Bodenbildung beitragen konnten Zahlen zur US-Inflation, die sich im Februar erwartungsgemäß nicht verändert hat. Sie verloren an Bedeutung, weil sie noch ohne Auswirkungen des Iran-Kriegs waren. Laut der Commerzbank dürfte es für die US-Notenbank Fed wichtiger sein, wie lange die Verwerfungen an den Energiemärkten noch das Risiko teurerer Energie mit sich bringen.

Auf Unternehmensseite hat die Agenda zur Wochenmitte wieder einige Zahlenvorlagen auf höchster Ebene zu bieten. Das Feedback auf Rheinmetall und Henkel war jeweils sehr negativ, wie die Abschläge beider Aktien von 6,6 und 4,3 Prozent zeigten. In beiden Fällen monierten Experten ein maues Abschneiden im vergangenen Jahr.

Das im Rüstungsboom von Rheinmetall angepeilte Wachstum konnte die Anleger also wie zuletzt schon nicht mehr begeistern. Nach ihrer Rally aus den Vorjahren sind die Aktien von ihrem Rekord um ein Viertel zurückgekommen und 2026 frisch ins Minus gerutscht. Henkel hat sein diesjähriges Plus fast vollständig abgegeben, nachdem die Aktien in den vergangenen Tagen während des Iran-Kriegs schon viel Schwäche gezeigt hatten.

Mit den 1,9 Prozent schwächeren SAP-Aktien konnte das Dax-Schwergewicht nicht davon profitieren, dass der US-Konkurrent Oracle seine hohen Investitionen in KI-Infrastruktur entgegen allen Zweifeln in Umsatzwachstum ummünzen konnte. Nur den Oracle-Aktien selbst gab dies im New Yorker Handel viel Schub nach oben.

Im MDax war die Reaktion auf Zahlen und vorsichtige Jahresausblicke in zwei Fällen besser. Die Titel der Porsche AG knüpften mit einem Anstieg um 0,8 Prozent an ihre Erholung vom Vortag an. Die positive Kursreaktion auf eigentlich schlechte Nachrichten suggeriert so etwas wie ein Gefühl des Aufbruchs unter den Anlegern.

Befreit wirkten auch die Anleger von Wacker Chemie : Die Papiere holten auf ihrer jüngsten Erholung mit einem fast fünf Prozent großen Kursplus weiteren Schwung. Analyst Sebastian Satz von der Citigroup wertete es positiv, dass sich die Ziele in dem aktuell schwierigen Umfeld mit den durchschnittlichen Analystenerwartungen decken.

Verluste von 2,4 Prozent mussten am Mittwoch wieder die Aktionäre der Lufthansa einstecken. Neben den kriegsbedingten Turbulenzen müssen sie verkraften, dass die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit für diesen Donnerstag und Freitag zu einem Streik aufgerufen hat.

Einen erneuten Kursrutsch gab es bei Gerresheimer , der aber mit zuletzt 4,4 Prozent Minus merklich kleiner wurde. Der Verpackungshersteller kann den Geschäftsbericht für das Jahr 2025 in der Folge laufender Bilanzprüfungen erst nach dem 31. März veröffentlichen und muss daher voraussichtlich aus dem SDax absteigen./tih/stk

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