Nachrichten Detail

Enthaltene Instrumente

ROUNDUP/Nach Rekordgewinn: Hannover Rück kämpft mit weiterem Preisverfall

Thu Feb 05 10:39:56 CET 2026

HANNOVER (dpa-AFX) - Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück hat trotz der verheerenden Waldbrände in Kalifornien 2025 einen weiteren Rekordgewinn eingefahren. Der Überschuss stieg um 13 Prozent auf 2,64 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern auf Basis vorläufiger Zahlen am Donnerstag in Hannover mitteilte. Allerdings musste der Rückversicherer im Schaden- und Unfallgeschäft zum 1. Januar einen weiteren Preisrückgang hinnehmen. Bei den weiteren Vertragserneuerungen im Laufe des Jahres erwartet das Management eine Fortsetzung dieses Trends.

An der Börse kamen die Neuigkeiten schlecht an: Die Hannover-Rück-Aktie verlor am Vormittag zuletzt 1,3 Prozent auf 244,60 Euro und gehörte zu den schwächeren Titeln im Dax. Seit dem Jahreswechsel hat das Papier nun rund acht Prozent verloren, nachdem sein Kurs im vergangenen Mai mit 292,60 Euro den höchsten Stand seiner Geschichte erreicht hatte.

Dabei hatten Analysten längst mit einem weiteren Preisverfall in der Rückversicherung gerechnet. So hatte die Branche die Preise im Geschäft mit Erstversicherern wie Allianz und Generali über mehrere Jahre hinweg kräftig nach oben geschraubt. Schon Anfang 2025 gab es eine Trendwende; nun mussten die Rückversicherer weitere Abschläge hinnehmen.

So berichtete die Ratingagentur Moody's vor wenigen Tagen, dass Rückversicherungsschutz gerade in der Sachversicherung und den meisten Spezialversicherungen deutlich billiger geworden sei. Als Ursache nannten die Experten die zuletzt hohen Gewinne der Rückversicherer und die verstärkte Ausgabe von Katastrophenanleihen. Dadurch sei das verfügbare Rückversicherungskapital auf ein Rekordniveau gestiegen und habe den Wettbewerb verschärft.

Die Hannover Rück meldete für den 1. Januar einen risikobereinigten Preisrückgang von durchschnittlich 3,2 Prozent. In allen Weltregionen gaben die Preise nach, wie Vorstandsmitglied Sven Althoff in einer Telefonkonferenz berichtete. Deckungen gegen Naturkatastrophen seien risikobereinigt sogar um 10 bis 20 Prozent billiger geworden.

Dennoch weitete die Hannover Rück ihr Geschäft zum Jahreswechsel um 3,3 Prozent auf 10,5 Milliarden Euro aus. So sei auch Rückversicherungsschutz gegen Schäden durch Naturkatastrophen weiterhin größtenteils angemessen bepreist, erklärte Althoff.

Im vergangenen Jahr schlugen bei der Hannover Rück besonders die verheerenden Waldbrände in Los Angeles teuer zu Buche. Nach früheren Angaben kosteten die Zerstörungen den Konzern 615 Millionen Euro. Die gesamte Versicherungsbranche musste Studien zufolge mit rund 40 Milliarden US-Dollar (33,9 Mrd Euro) für die Schäden geradestehen.

Allerdings blieben teure Hurrikan-Schäden im weiteren Jahresverlauf aus, und auch sonst lief das Geschäft der Hannover Rück gut. Deshalb hob der seit vergangenem April amtierende Vorstandschef Clemens Jungsthöfel sein Gewinnziel im November von rund 2,4 Milliarden auf rund 2,6 Milliarden Euro an. Diese Marke konnte der Rückversicherer nun leicht überschreiten.

So stieg der Rückversicherungsumsatz nach vorläufigen Zahlen von 26,4 auf 26,8 Milliarden Euro. Sowohl das Schaden- und Unfallgeschäft als auch die Personen-Rückversicherung konnten ihre operativen Gewinne steigern. Dank der guten Entwicklung stockte die Hannover Rück ihre Schadenreserven auf und baute stille Lasten in den Kapitalanlagen ab.

Im laufenden Jahr will Jungsthöfel den Gewinn des Konzerns weiterhin auf mindestens 2,7 Milliarden Euro erhöhen. Weitere Details und den Dividendenvorschlag für 2025 will der Vorstand mit dem testierten Jahresabschluss am 12. März veröffentlichen./stw/nas/mis

Wertentwicklungen (Performances) und Renditechancen werden ohne Berücksichtigung der jeweiligen Produkt-, Dienstleistungskosten und Zuwendungen angezeigt. Diese und deren Auswirkungen auf die Performance und Renditechance des Instruments erhalten Sie kundenindividuell vor Ihrer Transaktion oder im Rahmen Ihrer Beratung bei der HypoVereinsbank.

Alle Angaben ohne Gewähr. Die Informationen auf dieser Seite stellen weder eine Anlageberatung, noch ein verbindliches Angebot dar und dienen ausschließlich der eigenverantwortlichen Information. Insbesondere können sie eine Aufklärung und Beratung durch den Betreuer nicht ersetzen. Die Instrumente sind nur in Grundzügen dargestellt. Ausführliche Informationen enthalten bei Fonds die allein verbindlichen Verkaufsprospekte sowie die Wesentlichen Anlegerinformationen, die aktuellen Jahres- und Halbjahresberichte, bei anderen Instrumenten die allein verbindlichen Basisprospekte einschließlich etwaiger Nachträge bzw. die Endgültigen Bedingungen und bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen zusätzlich die Basisinformationsblätter. Diese deutschsprachigen Dokumente erhalten Sie bei Fonds in elektronischer Form auf der Detailseite zum Fonds und/oder in Papierform kostenlos über alle HypoVereinsbank Filialen. Bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen erhalten Sie die deutschsprachigen Basisinformationsblätter in elektronischer und/oder in Papierform kostenlos bei Ihrem Ansprechpartner der HypoVereinsbank. Alle anderen Dokumente können Sie direkt beim Emittenten (Herausgeber) anfordern. Wertpapiere und sonstige Finanzinstrumente unterliegen u.a. Kurs- und Währungsschwankungen, die die Rendite steigern oder reduzieren können. Es kann grundsätzlich zum Verlust des eingesetzten Kapitals kommen. Alle Wertpapiere außer Fonds unterliegen dem Emittentenrisiko und strukturierte Produkte zusätzlich dem Risiko des Basiswertes. Bei Optionsscheinen, Knock out Produkten und Faktorzertifikaten sind starke Kursschwankungen üblich und es besteht ein Totalverlustrisiko.

Die Informationen auf dieser Seite stellen auch keine Finanzanalyse dar. Eine den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Unvoreingenommenheit wird daher nicht gewährleistet. Es gibt auch kein Verbot des Handels - wie es vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen gilt. Diese Information richtet sich nicht an natürliche oder juristische Personen, die aufgrund ihres Wohn- bzw. Geschäftssitzes einer ausländischen Rechtsordnung unterliegen, die für die Verbreitung derartiger Informationen Beschränkungen vorsieht. Insbesondere enthält diese Information weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren an Staatsbürger der USA, Großbritanniens oder der Länder im Europäischen Wirtschaftsraum, in denen die Voraussetzungen für ein derartiges Angebot nicht erfüllt sind.

Factset   Mountain-View
© 2012-2020. UniCredit Bank GmbH (HVB). Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen.
Design and Implementation by ByteWorx GmbH.
Powered by FactSet Digital Solutions GmbH.
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet Digital Solutions GmbH.
Fondsdaten bereitgestellt von Mountain-View Data GmbH.

Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!
Langfristige Wertentwicklungen und Kursschwankungen insbes. zu Finanzinstrumenten, bzw. zu Finanzindizes entnehmen Sie bitte der jeweiligen Detailseite. Bitte beachten Sie: Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für eine künftige Wertentwicklung (Performance) und Renditechance. Die Rendite kann in Folge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.