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Mon Mar 02 14:22:38 CET 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Angriff der USA und Israels auf den Iran und dessen Vergeltungsschläge haben den deutschen Aktienmarkt zum Wochenauftakt belastet. Der Grund: die Öl- und Gaspreise stiegen wegen des Krieges stark, nicht zuletzt wegen am Mittag vermeldeter Produktionsausfälle im wichtigen Lieferland Katar
Der Dax büßte am Montag am frühen Nachmittag 2,4 Prozent auf 24.685 Punkte ein und rutschte wieder unter 25.000 Zähler. Am Freitag war der deutsche Leitindex noch nahe an das Rekordhoch von Mitte Januar gestiegen.
Am Samstag hatten Israel und die USA den Iran angegriffen und dabei unter anderem das iranische Staatsoberhaupt, den Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei, getötet. Einem hochrangigen iranischen Diplomaten zufolge wurde auch die wichtige Atomanlage in Natans angegriffen. Teheran reagierte seinerseits mit Angriffen auf Ziele in Israel sowie auf mehrere US-Militärstützpunkte in der Golfregion.
"Die Eskalation im Iran sorgt für Nervosität an den Finanzmärkten", schrieb Mario Lüddemann von Lüddemann Investments. Geopolitische Krisen lösten zwar nur selten einen unmittelbaren Crash aus, sie veränderten aber die Risikoeinschätzung und die Anlegerpsychologie. Im konkreten Fall reagierten die Märkte sensibel auf mögliche Störungen wichtiger Handelsrouten wie der Straße von Hormus - "ein Nadelöhr für die weltweite Energieversorgung".
Der MDax der mittelgroßen Werte verlor zum Wochenauftakt 2,4 Prozent auf 30.817 Zähler. Hier droht ein Rückfall unter die Marke von 30.000 Punkten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel ebenfalls um 2,4 Prozent.
Verluste erlitten unter anderen die Aktien der Reise- und Touristikbranche. So büßten Lufthansa 5,5 Prozent ein und Tui fast 10 Prozent ein. Der Ölpreisanstieg belastete Papiere aus dem Chemiesektor wie BASF , Evonik , Wacker Chemie und Lanxess . Von 3 bis 6 Prozent reichten hier die Verluste. Höhere Kosten für Öl drohen die Gewinne zu schmälern.
Profitieren von der Nachrichtenlage konnten dagegen die Papiere aus der Rüstungsbranche. So legten die Kurse von Rheinmetall , Hensoldt und Renk gegen die allgemeine Marktschwäche um 1 bis 4 Prozent zu. Anteile des Marineschiffbauers TKMS drehten nach anfänglichen Gewinnen ins Minus.
Die Aktien von Hapag-Lloyd stiegen um 4,5 Prozent auf ein Hoch seit Mitte 2025. Angesichts der kriegerischen Auseinandersetzungen und der Folgen für den internationalen Schiffsverkehr dürften nun die Frachtraten steigen./bek/mis
--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---
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