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Mon Mar 23 11:55:51 CET 2026
FRANKFURT/PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Europäische Immobilienaktien haben am Montag mit einer weiteren Talfahrt zu den größten Verlierern im sehr schwachen Gesamtmarkt gezählt. Sie stehen wegen der Inflationsrisiken durch die hohen Ölpreise infolge des Iran-Kriegs besonders deutlich unter Druck.
Das Branchenbarometer Stoxx Europe 600 Real Estate rutschte gegen Mittag um 3,6 Prozent ab und markierte den tiefsten Stand seit dem Zoll-Schock durch US-Präsident Donald Trump im vergangenen April. Seit Ausbruch des von ihm angezettelten Kriegs gegen den Iran Ende Februar hat der davor gut gelaufene Sektor 17 Prozent eingebüßt - damit sind im marktbreiten Stoxx Europe 600 nur Rohstoffwerte noch schwächer.
Größter Dax -Verlierer war zu Wochenbeginn Vonovia mit einem Kursrückgang um 6 Prozent. Kaum besser hielten sich TAG Immobilien , Aroundtown und LEG im MDax mit Abschlägen von bis zu 5,1 Prozent. Für Patrizia ging es im SDax um 3,9 Prozent bergab. Auch im britischen FTSE 100 , der etliche Immobilientitel beinhaltet, lagen Werte wie British Land , Segro und Land Securities mit deutlichen Verlusten weit hinten.
"Je länger die Rohölpreise auf hohem Niveau bleiben, desto mehr werden die Zentralbanken in die Ecke gedrängt", kommentierte Marktstratege Stephen Innes von SPI Asset Management. Damit weiche die Aussicht auf Zinssenkungen zunehmend einer drohenden Straffung der Geldpolitik - nicht wegen eines starken Wirtschaftswachstums, sondern angesichts der hartnäckigen Inflation. Dies führe zu einer gefährlichen Stagflation - also einer Kombination aus wirtschaftlicher Schwäche bei gleichzeitig steigenden Preisen.
Vor diesem Hintergrund deutet Innes die steigenden Anleiherenditen nicht als Zeichen von Zuversicht, sondern als Stresssignal. Der Anstieg gerade bei kurz laufenden Papieren deute darauf hin, dass der Markt die Währungshüter zunehmend unter Druck sehe, mit höheren Zinsen auf die Inflation zu reagieren. Bei länger laufenden Anleihen sieht es nicht besser aus: Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe erreichte zuletzt den höchsten Stand seit dem Jahr 2011. Diese Entwicklung ist Gift für Immobilienaktien, da sie die Finanzierungen verteuert./gl/ag/men
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