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ROUNDUP: Fedex erwartet 2026 mehr Gewinn - Margendruck belastet Aktie

Wed Jun 24 11:54:23 CEST 2026

MEMPHIS (dpa-AFX) - Der US-Logistikkonzern Fedex erwartet nach einem überraschend guten Geschäftsjahr deutliche Zuwächse im Tagesgeschäft. Im vierten Quartal bekam Fedex jedoch die sich wandelnde globale Handelspolitik und das Flugverbot für die MD-11-Frachtflugzeugflotte zu spüren. Konzernchef Raj Subramaniam sprach in einer Telefonkonferenz am Dienstagabend nach US-Börsenschluss in Memphis von "erheblichen Herausforderungen". Diese lasteten auf der Marge, was bei den Anlegern gar nicht gut ankam.

Die Fedex-Aktie verlor im vorbörslichen US-Handel am Mittwoch mehr als 7 Prozent, was auch die Aktien des Konkurrenten DHL zwischenzeitlich belastete. Diese gaben kurz nach Handelsbeginn nach, konnten dann aber knapp ins Plus drehen. Zuletzt notierten die DHL-Papiere mit 0,39 Prozent Aufschlag bei 51,26 Euro und damit im Mittelfeld der 40 Dax -Titel.

Im Kalenderjahr 2026 erwartet Fedex nun ein Umsatzplus um etwa elf Prozent. drei Prozentpunkte davon entfallen auf Zuschläge, die Fedex von seinen Kunden für die gestiegenen Kraftstoffpreise fordert. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll im fortgeführten Geschäft 16,90 bis 18,10 US-Dollar erreichen nach geschätzten 15 Dollar im Kalenderjahr 2025.

Bei der neuen Prognose klammert Fedex das hauseigene Frachtgeschäft aus. Entsprechend war zunächst unklar, inwieweit Analysten dies in ihren Prognosen berücksichtigt hatten. Fedex hatte vor Kurzem angekündigt, sich von seiner Frachtsparte zu trennen. Das Unternehmen hat ein umfangreiches Sparprogramm hinter sich und stellt sein Geschäftsjahr auf das Kalenderjahr um. Das abgelaufene Geschäftsjahr endete am 31. Mai.

Dabei erzielte Fedex im Schlussquartal einen bereinigten Gewinn je Aktie von 6,31 Dollar und damit vier Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Analysten hatten im Schnitt nur 5,97 Dollar erwartet. Die Gewinnmarge sank jedoch auf 8,4 Prozent und lag damit unter den durchschnittlichen Prognosen der Analysten.

Der DHL-Konkurrent kämpft mit einer stark schwankenden Nachfrage und inflationsbedingt steigenden Kosten. Zudem machen dem Konzern die Folgen des Iran-Krieges zu schaffen, und auch die sich verändernden Handelsströme infolge der von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle sorgen für Gegenwind.

Hinzu kamen in den vergangenen Monaten Belastungen durch die vorübergehende Stilllegung des Flugzeugtyps McDonnell Douglas MD-11F, nachdem es im November zu einem tödlichen Unfall gekommen war. In der Folge hatten Fedex ebenso wie etwa Konkurrent UPS die Maschinen am Boden gelassen. Bei Fedex ist die Flotte nach Sicherheitsprüfungen und Reparaturen Branchenberichten zufolge seit Mai wieder in Betrieb./lew/stw/tav/jha/

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