Nachrichten Detail
Mon Jan 12 14:31:24 CET 2026
WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump will Kreditkartenzinsen deckeln und damit die Bürger seines Landes vor zu hohen Kosten für Rückzahlungen schützen. Ab dem 20. Januar solle für Kreditkarten ein Jahr lang ein Maximalzinssatz von zehn Prozent gelten, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Unklar war zunächst, ob und wenn ja, wie Trumps Plan zu realisieren ist.
Trump verspricht sich davon, das Leben von US-Amerikanern "erschwinglich" zu machen: Viele von ihnen leben von Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck und haben keine großen Rücklagen. Zudem ist der Kauf auf Pump in den Vereinigten Staaten deutlich üblicher als in Deutschland, sodass sich viele verschulden und Kreditkartenzinsen jeden Monat aufs Neue bedienen müssen.
Nach Angaben der US-Notenbank Federal Reserve von November 2025 lag der durchschnittliche Zinssatz für Kreditkarten zwischen Ende 2023 und Ende 2024 bei 21,5 Prozent.
Trumps Ankündigung stieß bei den Banken und Lobbyvereinigungen auf Unmut. Die Zinsobergrenze werde dazu führen, dass Kredite eingeschränkter vergeben werden dürften und "verheerende Folgen für Millionen amerikanischer Familien und kleiner Unternehmen hätte", warnten sie in einer gemeinsamen Erklärung. Was genau die Konsequenzen sein sollen, ließen sie indes offen.
Überraschender Kurswechsel für "erschwinglicheres" Leben
Trumps jüngste Ankündigungen für ein erschwinglicheres Leben der US-Bevölkerung sind eine steile Kehrtwende in seiner politischen Ausrichtung: Neben dem Plan zur Deckelung der Kreditkartenzinsen hatte er jüngst auch in Aussicht gestellt, Profi-Investoren wie Banken, Versicherungen und großen Konzernen den Erwerb von Einfamilienhäusern verbieten zu wollen. Er kündigte "umgehend" Maßnahmen an - wie genau diese aussehen sollen, war unklar.
Zuvor hatte Trump noch den Streit um ein bezahlbares Leben in den USA immer wieder als großen "Schwindel" der Demokraten abgetan. Umso mehr überrascht es, dass er den Begriff "Erschwinglichkeit" in den vergangenen Tagen aufgriff und neue Maßnahmen ankündigte.
Trumps Pläne kommen Monate vor den wichtigen Kongresswahlen im November. Bei den sogenannten Midterms stehen alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und etwa ein Drittel der Sitze im Senat zur Wahl. Derzeit haben die Republikaner in beiden Kammern knappe Mehrheiten. Verliert Trumps Partei diese Mehrheit, dürfte seine restliche Amtszeit deutlich unangenehmer werden.
Kreditkartenbranche gerät unter Druck
Am Montag gerieten die Aktien von US-Branchengrößen wie American Express (Amex), Visa, Mastercard , aber auch die der britischen Bank Barclays unter Druck. In den USA sackten Amex vor dem Börsenstart um 4,4 Prozent auf 359,00 US-Dollar ab. Visa verloren 1,6 Prozent auf 344,24 Dollar und Mastercard sanken um 1,8 Prozent auf 565,37 Dollar.
In Europa traf es Barclays besonders kräftig. Das Papier büßte 3,1 Prozent auf 469,75 Pence ein. Die spanische Banco Santander und die französische Societe Generale verloren jeweils 1,7 Prozent. Hierzulande gaben die Papiere der Deutschen Bank dagegen um moderate 0,5 Prozent auf 32,89 Euro nach.
Analyst: Rahmenbedingungen der Branche auf den Kopf gestellt
Trumps Forderung nach einer Grenze von zehn Prozent für diese Zinsen entspreche in etwa der Hälfte des heutigen Durchschnittszinssatzes, schrieb der Analyst Matt Britzman von der britischen Investmentgesellschaft Hargreaves Lansdown.
Damit würden folglich die grundlegenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Branche auf den Kopf gestellt und die Kreditgeber gezwungen, ihr Risikomanagement und ihre Kreditvergabepolitik zu überdenken.
Analyst Britzman geht davon aus, dass die meisten Banken darauf mit einer Senkung der Kreditlimits, der Schließung risikoreicherer Konten und einer Reduzierung der Prämienprogramme reagieren dürften, "da sie bei diesem Preisniveau Verluste einfach nicht decken könnten". Kartenorientierte Unternehmen in den USA wären am stärksten betroffen, aber auch große Universalbanken mit Kartensparten würden den Druck zu spüren bekommen./ngu/ck/DP/mis
Wertentwicklungen (Performances) und Renditechancen werden ohne Berücksichtigung der jeweiligen Produkt-, Dienstleistungskosten und Zuwendungen angezeigt. Diese und deren Auswirkungen auf die Performance und Renditechance des Instruments erhalten Sie kundenindividuell vor Ihrer Transaktion oder im Rahmen Ihrer Beratung bei der HypoVereinsbank.
Alle Angaben ohne Gewähr. Die Informationen auf dieser Seite stellen weder eine Anlageberatung, noch ein verbindliches Angebot dar und dienen ausschließlich der eigenverantwortlichen Information. Insbesondere können sie eine Aufklärung und Beratung durch den Betreuer nicht ersetzen. Die Instrumente sind nur in Grundzügen dargestellt. Ausführliche Informationen enthalten bei Fonds die allein verbindlichen Verkaufsprospekte sowie die Wesentlichen Anlegerinformationen, die aktuellen Jahres- und Halbjahresberichte, bei anderen Instrumenten die allein verbindlichen Basisprospekte einschließlich etwaiger Nachträge bzw. die Endgültigen Bedingungen und bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen zusätzlich die Basisinformationsblätter. Diese deutschsprachigen Dokumente erhalten Sie bei Fonds in elektronischer Form auf der Detailseite zum Fonds und/oder in Papierform kostenlos über alle HypoVereinsbank Filialen. Bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen erhalten Sie die deutschsprachigen Basisinformationsblätter in elektronischer und/oder in Papierform kostenlos bei Ihrem Ansprechpartner der HypoVereinsbank. Alle anderen Dokumente können Sie direkt beim Emittenten (Herausgeber) anfordern. Wertpapiere und sonstige Finanzinstrumente unterliegen u.a. Kurs- und Währungsschwankungen, die die Rendite steigern oder reduzieren können. Es kann grundsätzlich zum Verlust des eingesetzten Kapitals kommen. Alle Wertpapiere außer Fonds unterliegen dem Emittentenrisiko und strukturierte Produkte zusätzlich dem Risiko des Basiswertes. Bei Optionsscheinen, Knock out Produkten und Faktorzertifikaten sind starke Kursschwankungen üblich und es besteht ein Totalverlustrisiko.
Die Informationen auf dieser Seite stellen auch keine Finanzanalyse dar. Eine den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Unvoreingenommenheit wird daher nicht gewährleistet. Es gibt auch kein Verbot des Handels - wie es vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen gilt. Diese Information richtet sich nicht an natürliche oder juristische Personen, die aufgrund ihres Wohn- bzw. Geschäftssitzes einer ausländischen Rechtsordnung unterliegen, die für die Verbreitung derartiger Informationen Beschränkungen vorsieht. Insbesondere enthält diese Information weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren an Staatsbürger der USA, Großbritanniens oder der Länder im Europäischen Wirtschaftsraum, in denen die Voraussetzungen für ein derartiges Angebot nicht erfüllt sind.

© 2012-2020. UniCredit Bank GmbH (HVB). Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen.
Design and Implementation by ByteWorx GmbH.
Powered by FactSet Digital Solutions GmbH.
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet Digital Solutions GmbH.
Fondsdaten bereitgestellt von Mountain-View Data GmbH.
Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!
