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Tue Sep 08 16:41:54 CEST 2026
NEW YORK (dpa-AFX) - An den US-Börsen hat der Handel am Dienstag nach dem verlängerten Wochenende schwach begonnen. Auf die Stimmung drückten die weiter steigenden Ölpreise, die der Angst vor bald steigenden Zinsen neue Nahrung gaben. Dass die Europäische Zentralbank (EZB) bereits an diesem Donnerstag erneut an der Zinsschraube drehen wird, gilt ohnehin schon als nahezu sicher.
Der stärker von Standardwerten geprägte Dow Jones Industrial gab gegen Ende der ersten Handelsstunde um 1,2 Prozent auf 52.773 Punkte nach, während der marktbreite S&P 500 um 0,4 Prozent auf 7.686 Zähler fiel.
Der technologielastige Nasdaq 100 schlug sich zwar besser, stand aber auch mit 0,2 Prozent im Minus bei 29.488 Punkten. Steigende Aktien mit KI-Fantasie, die einmal mehr vor allem aus dem Chipsektor stammten, reichten an der Nasdaq-Börse in der Breite nicht als Gegengewicht.
Laut Anastasia Amoroso vom Schweizer Vermögensverwalter Partners Group sind die Märkte "wahrscheinlich gerade in einer Art Verdauungsphase, da wir weltweit eine ziemlich bedeutende Anpassung der Zentralbankpolitik durchlaufen". Daher könnten die Aktienkurse einen Teil ihrer bisherigen Gewinne wieder abgeben oder zumindest vor einer Konsolidierung stehen, sagte die Expertin Bloomberg TV.
Aktien der Ölkonzerne Chevron , ExxonMobil und ConocoPhillips profitierten anders als der Gesamtmarkt davon, dass die Ölpreise weiter steigen. Ein Barrel der Nordseesorte Brent mit Lieferung im November kostete zuletzt mehr als 98 US-Dollar - damit fehlt nicht mehr viel zur psychologisch wichtigen Marke von 100 Dollar. Händler verwiesen unter anderem auf Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien. Das größte Ölförderland in der Golfregion stoppte daraufhin die Produktion in einigen Anlagen nahe der Grenze zum Jemen.
In der Chipbranche knüpften viele Werte an ihre Kursgewinne vom Freitag an. Branchengrößen wie Intel , ARM oder Broadcom legten um zwei Prozent oder mehr zu. Der Kurs von Qualcomm zog um fünf Prozent an nach einer Mitteilung, wonach der eigentlich auf Handychips fokussierte Hersteller eine Partnerschaft mit Amazon zur Lieferung maßgeschneiderter Datencenter-Chips eingeht. Diese geht außerdem einher mit Optionen auf einen Aktienbezug.
Den Papieren des Brennstoffzellen-Entwicklers Bloom Energy gelang dank der bevorstehenden Aufnahme in den marktbreiten Index S&P 500 ein Kursplus von 8,4 Prozent. Die Anteilsscheine von Boston Scientific dagegen verloren drei Prozent an Wert in Folge einer Cyberattacke.
Dyne Therapeutics prägte das generell schwache Pharma-Branchenumfeld mit einem Kurseinbruch um 22 Prozent. Die Aktien gerieten in den Sog negativer Nachrichten von Novartis , da beide Firmen vergleichbare Medikamentenkandidaten haben. Der Schweizer Pharmariese musste nach dem Studienflop mit dem Herz-Kreislauf-Mittel Pelacarsen einen weiteren Rückschlag mit dem Medikament Del-desiran gegen die Muskelkrankheit Myotone Dystrophie hinnehmen./tih/nas
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