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Tue Jul 28 09:47:09 CEST 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die weiter nachgebenden Energiepreise sorgen am deutschen Aktienmarkt auch am zweiten Börsentag der Woche für Entspannung. Der Dax knüpfte im frühen Handel mit plus 0,60 Prozent auf 25.513 Punkte an seine Vortagesgewinne an. Bis zu seinem vor drei Wochen erreichten Rekord fehlen ihm weniger als 400 Punkte.
Dem Druck im weltweiten Tech-Sektor, vor allem bei Halbleiterwerten, kann sich der Dax entziehen, weil in dem Index Techwerte keine allzu große Rolle spielen. Stattdessen verbuchten Aktien aus der "Old economy", allen voran Autowerte, deutliche Kursgewinne nach gut aufgenommenen Quartalszahlen von Mercedes .
Der MDax der mittelgroßen Unternehmen stieg am Dienstag um 0,80 Prozent auf 32.364 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte um 0,3 Prozent zu.
Aktien mit KI-Bezug hatten am Vortag im US-Handel sowie nun am Dienstag in Japan und Südkorea teils deutlich unter Sorgen vor wachsender China-Konkurrenz und ausufernden Finanzierungsnotwendigkeiten gelitten und die Leitindizes in Tokio und Seoul belastet. Im Gegensatz dazu halte sich der Dax noch relativ stabil - der fehlenden Technologiedominanz sei ein weiteres Mal Dank, schrieb Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets.
Nach dem starken Rücksetzer der Preise für Rohöl und Gas am Vortag gaben diese weiter nach. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September fiel auf rund 86 US-Dollar. In der vergangenen Woche hatte Brent in der Spitze noch über der Marke von 100 Dollar notiert. Als Grund für den jüngst starken Preisrückgang gilt die Hoffnung, dass die USA und der Iran wieder Verhandlungen über eine Lösung des Nahost-Kriegs aufnehmen könnten.
Die Saison der Quartalsbilanzen kommt hierzulande weiter in Fahrt. Mercedes kappte nach einem schwachen Quartal zwar die Umsatzprognose, das Pkw-Margenziel steht aber. Händler und Analysten waren zufrieden, die Anteile gewannen 4,7 Prozent. Hinter Mercedes legten im Dax auch andere Sektorwerte wie BMW und Volkswagen sowie Daimler Truck um bis zu 3 Prozent zu.
Beiersdorf und Henkel zogen infolge starker Quartalszahlen des britischen Konsumgüterherstellers Unilever um 1,4 beziehungsweise 0,9 Prozent an.
Der Software-Anbieter Teamviewer wies einen weiteren Umsatzrückgang aus, ließ die Prognose aber unverändert. Insgesamt ein solider Bericht, konstatierte ein Händler. Die Papiere gaben um 1,6 Prozent nach, hatten allerdings am Vortag im Zuge einer starken Entwicklung des gesamten Software-Sektors 4,7 Prozent gewonnen.
Exane BNP Paribas stufte die Aktien des Dialysekonzerns Fresenius Medical Care (FMC) von "Neutral" auf "Underperform" ab. FMC gaben daraufhin um 1,2 Prozent nach. In die andere Richtung mit plus 6,6 Prozent ging es für die Titel des Düngerherstellers K+S , hier votiert Exane BNP nun mit "Outperform" statt zuvor "Underperform"./ajx/zb
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