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Mon Jul 06 08:23:32 CEST 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach seinem Rekordlauf in der vergangenen Woche dürfte der Dax am Montag seine Gewinne halten. Stützend wirken teils freundliche Aktienmärkte in Asien. Dort sorge die Aussicht auf starke US-Quartalszahlen und nachgebende Ölpreise für positive Stimmung, schrieben die Experten der Steubing Wertpapierhandelsbank.
Der frühbörsliche Indikator X-Dax signalisierte knapp eine Stunde vor Handelsbeginn ein Plus von 0,1 Prozent auf 25.806 Punkte für den Dax . Am Donnerstag hatte der deutsche Leitindex seinen fast sechs Monate alten Höchststand getoppt und am Freitag dann erstmals auch die Marke von 25.800 Punkten übersprungen. Charttechnik-Analyst Christoph Geyer hält den Markt inzwischen für überkauft, sodass er in nächster Zeit mit einem Rücksetzer rechnet.
Hinsichtlich der jüngsten Schwäche der KI-Werte, die sich nach fulminanten Rallys im US-Halbleiterindex SOX und dem koreanischen Kospi bemerkbar macht, gibt JPMorgan-Stratege Mislav Matejka derweil Entwarnung. Er geht davon aus, dass Anleger nun wieder verstärkt Einstiegschancen wittern. Für den Halbleiterzyklus sei ein nahes Ende nicht in Sicht, da es nennenswerte neue Kapazitäten vermutlich nicht vor 2028 geben werde. Zudem sieht Matejka, ähnlich wie die Experten von Steubing, die anstehende Berichtssaison allgemein als Stütze für die Aktienmärkte.
Im insgesamt ruhigen Umfeld könnten Continental und Schaeffler in den Blick rücken. Der Autozulieferer Conti plant, 2,5 Milliarden Euro aus dem Verkauf von ContiTech über eine Sonderdividende und möglicherweise Aktienrückkäufe an die Aktionäre auszuschütten. Der verbleibende Betrag soll zur Schuldentilgung verwendet werden.
Da bereits am Freitagnachmittag bekannt wurde, dass Conti vor dem Verkauf der Kunststofftechnik-Sparte an Lone Star steht und die Conti-Aktie auf den höchsten Stand seit 2021 sprang, tat sich an diesem Morgen vorbörslich wenig. Das Papier von Schaeffler, das am Freitag um etwas mehr als 5 Prozent gestiegen war, legte auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss am Freitag indes noch etwas weiter zu. "Das Vorhaben gefällt eben auch der Schaeffler-Gruppe", kommentierte ein Händler.
Delivery Hero reagierten vorbörslich nicht auf einen Bericht der "Financial Times". Wie die Wirtschaftszeitung unter Berufung auf Insider berichtet, hat der US-Fahrdienstleister Uber einen Großteil seiner erst vor wenigen Monaten bekanntgegebenen Expansionspläne im Bereich Essenslieferungen in Europa vorerst gestoppt, während er eine Übernahme des deutschen Wettbewerbers Delivery Hero vorantreibt. "Aktuellen Meldungen zufolge hält Uber allerdings inzwischen direkt knapp unter 25 Prozent an Delivery Hero und - einschließlich Derivaten - rund 37 Prozent", rechnete ein Händler vor.
Die Aktien der Darmstädter Merck gab unterdessen auf Tradegate nach. In einer Branchenstudie überarbeitete HSBC-Analyst Rajesh Kumar seine Aktienbewertungen. Dabei stufte er das Merck-Paper von "Buy" auf "Hold" ab, hob jedoch das Kursziel von 160 auf 170 Euro an./ck/mis
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