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Thu Jan 29 09:59:24 CET 2026
ZÜRICH (dpa-AFX) - Das Technologieunternehmen ABB ist im Schlussquartal 2025 deutlich gewachsen und hat dabei die Profitabilität gesteigert. Beim Auftragseingang knackten die Schweizer erstmals die Marke von 10 Milliarden US-Dollar (8,3 Mrd Euro). Dabei erzielten alle drei Geschäftsbereiche prozentual zweistellige Zuwächse, auch im lange durch eine Nachfrageschwäche gebeutelten Bereich Automation ging es deutlich aufwärts. Auch für das neu angelaufene Jahr zeigt sich das Management positiv gestimmt. Zudem plant der Konzern ein weiteres Aktienrückkaufprogramm von bis zu 2 Milliarden Dollar.
Die Aktie erreichte nach den Nachrichten einen Rekordkurs. Das Papier kletterte kurz nach dem Handelsstart an der Schweizer Börse um bis zu 7 Prozent auf 65,50 Franken. Seit dem Jahresbeginn hat das Papier bereits um rund zehn Prozent zugelegt. Hierzulande gab es in diesem Sog auch deutliche Kurszuwächse für die Aktien von Siemens (+3,3%) und Siemens Energy (+2%), die in Teilen mit den Schweizern konkurrieren.
Analyst Phil Buller von der US-Bank JPMorgan lobte vor allem den Auftragseingang von ABB. Der von den Investoren befürchtetet Rückgang im Geschäft mit der Elektrifizierung habe sich ganz und gar nicht bewahrheitet. Zudem habe der Konzern im Bereich Automation ein starkes Auftragswachstum bei Maschinenbauern verzeichnet. Mit einem zudem starken Buchungswachstum in China und Europa seien die Wachstumsaussichten für 2026 breiter gefächert und auch besser als die bisherigen Markterwartungen für ABB "und wahrscheinlich auch für die gesamte Untergruppe Elektrotechnik". Den Ausblick des Unternehmens bezeichnete er als "gut fundiert".
Wie das auf Elektrifizierung, Automation und Antriebstechnik spezialisierte Unternehmen mitteilte, stieg der Auftragseingang in den drei Monaten bis Ende Dezember im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Drittel auf gut 10,3 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Vorfeld lediglich rund 8,5 Milliarden erwartet. Beflügelt wurde der Elektrokonzern dabei auch von Großaufträgen. Konzernchef Morten Wierod sprach von einem "Meilenstein", der erreicht worden sei.
Ihn freute vor allem, dass die "starke Auftragsentwicklung" breit abgestützt gewesen sei. Konkret waren es im Bereich Automation 41 Prozent Plus auf vergleichbarer Basis, bei Elektrifizierung von 33 Prozent und bei Antriebstechnik von 13 Prozent.
Wichtig ist der Auftragseingang vor allem mit Blick auf die künftige Umsatzentwicklung. Hier plant ABB für das laufende erste Quartal mit einem Wachstum des vergleichbaren Umsatzes von 7 bis 10 Prozent, die Marge sollte sich erhöhen. Im Gesamtjahr wird ein Plus von 6 bis 9 Prozent erwartet sowie eine leicht höhere Marge.
Im Schlussquartal 2025 war der vergleichbare Umsatz um 9 Prozent auf 9,05 Milliarden Dollar gestiegen. Dies führte auch zu einer höheren Profitabilität. Die operative Marge (Ebita-Marge) kletterte von zuvor 16,6 auf zuletzt 17,6 Prozent. Der von Sonderfaktoren beeinflusste Reingewinn nahm um 29 Prozent auf 1,27 Milliarden Dollar zu. Die Zahlen sind um den angekündigten Verkauf der Robotics-Sparte bereinigt.
Im Gesamtjahr lag der Überschuss mit 4,73 Milliarden Dollar um ein Fünftel über dem Vorjahreswert. Die Dividende soll auf 0,94 von 0,90 Franken erhöht werden. Mit den Zahlen hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten durch die Bank übertroffen, besonders deutlich beim Auftragseingang.
Electrification, Automation, Motion sind neuerdings die drei Sparten von ABB, nachdem im letzten Oktober der Verkauf des Robotics-Geschäfts an Softbank angekündigt worden war. Der Verkaufsprozess läuft noch. Die Schweizer erwarten nun den Abschluss für Mitte bis Ende 2026, zuvor hatte ABB als Termin noch das erste Halbjahr 2026 avisiert.
Seine Aktienrückkäufe setzt ABB derweil weiter fort. Erst zur Wochenmitte war ein vor Jahresfrist gestartetes Rückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 1,5 Milliarden Dollar ausgelaufen. Tatsächlich wurden für rund 1,3 Milliarden US-Dollar 20,7 Millionen Aktien gekauft, dies entspreche einem Anteil von 1,11 Prozent des ausgegebenen Aktienkapitals. Der neue, bis zu 2 Milliarden Dollar schwere Aktienrückkauf soll bis zum 27. Januar 2027 laufen./rw/AWP/tav/nas/mis
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