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Thu Jul 23 13:19:12 CEST 2026
(neu: Kursentwicklung, weitere Analystenstimmen)
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien der Deutschen Börse haben sich am Donnerstag von ihrem schwächeren Start erholt. Trotz besser als erwartet ausgefallener Quartalszahlen und eines etwas anspruchsvolleren Ziels beim zinsabhängigen Treasury-Ergebnis waren die Papiere des Börsenbetreibers zunächst um knapp 3 Prozent bis auf 246,20 Euro abgerutscht auf den tiefsten Stand seit drei Wochen.
Im Verlauf des Vormittags holten sie die Verluste nach und nach auf. Zuletzt lag der Kurs mit etwas mehr als 254 Euro etwas über dem Niveau vom Mittwoch. Im bisherigen Jahresverlauf steht ein Plus von 13,6 Prozent zu Buche. Ende vergangener Woche hatte sich der Kurs von seinen Rückschlägen davor wieder erholt und war bis auf 264 Euro und damit in die Nähe des Jahreshochs von knapp 270 Euro Ende April gestiegen. Danach ließ der Schwung aber wieder nach.
Im zweiten Quartal schnitt der Börsenbetreiber mit einem operativen Gewinn (Ebitda) von 980 Millionen Euro besser ab, als Experten erwartet hatten. Beim Treasury-Ergebnis wird das Unternehmen außerdem wegen der Zinserwartungen und höheren Bareinlagen etwas optimistischer. Statt eines leichten Rückgangs auf 700 Millionen Euro wird nun mit einem Wert über dieser Marke gerechnet.
Ein Händler fand jedoch einen Kritikpunkt im Geschäftsbereich Investment Management Solutions (IMS), der als strategisches Wachstumssegment gilt. Analyst Ben Bathurst von der kanadischen Bank RBC schrieb, die Umsatzsteigerung dort sei hinter dem Analystenkonsens zurückgeblieben. Insbesondere bei dem Daten- und Indexanbieter ISS Stoxx enttäusche das Ergebnis, sagte der Börsianer. Er sprach von einem ungünstigeren Ertragsmix.
Laut Benjamin Goy von der Deutschen Bank hat der Börsenbetreiber ein insgesamt solides Zahlenwerk präsentiert und die durchschnittlichen Marktprognosen übertroffen. Goy blieb bei seinem Kaufvotum mit Kursziel 300 Euro./tih/zb/ajx/mis
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