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Mon Jul 13 12:10:24 CEST 2026
PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Der nach wie vor zugespitzte Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat die Anleger an Europas Börsen am Montag nicht sonderlich verunsichert. "Es ist die Wiederholung des bekannten und bereits mehrfach durchlebten Eskalationsszenarios", erklärte Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners die Gelassenheit an den Aktienmärkten. Allerdings ziehe der Ölpreis wieder an, was neue Angst vor einer nächsten Inflationswelle schüren könne.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 zeigte sich gegen Mittag mit plus 0,1 Prozent auf 6.277 Punkte wenig verändert. Außerhalb des Euroraums gewann der Schweizer SMI 0,06 Prozent auf 14.245 Punkte und der britische FTSE 100 stieg um 0,1 Prozent auf 10.502 Zähler.
Das US-Militär hatte in der Nacht auf Montag den Iran erneut für mehrere Stunden angegriffen, nachdem bereits am Wochenende Angriffe erfolgt waren. Flugabwehrsysteme, Radaranlagen, Raketenstellungen und Drohnenstandorte sowie kleinere Boote seien zerstört worden, um dem Iran weitere Attacken auf den internationalen Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zu erschweren, hieß es. Es war die vierte Angriffswelle der USA, seit die Feindseligkeiten in der Nacht zum vergangenen Mittwoch wieder aufgeflammt waren. Zuletzt erklärte das US-Militär seine Angriffe für beendet.
Schwächster Sektor war der Stoxx Europe 600 Technology . Erneut standen vor allem die stark gelaufenen Halbleiteraktien unter Druck. Infineon und ASML sanken im EuroStoxx jeweils um etwas mehr als ein Prozent und STMicro gaben in Paris um 0,9 Prozent nach.
Angesichts steigender Ölpreise zählte der Öl- und Gassektor Stoxx Europe 600 Oil& Gas dagegen zu den gefragtesten in Europa. Eni und Totalenergies gehörten im EuroStoxx mit jeweils etwas mehr als anderthalb Prozent Plus zu den Favoriten. In London gewannen BP 2,0 Prozent und Shell 0,7 Prozent.
DocMorris sprangen in Zürich nach einen positiven Analystenkommentar um 11,3 Prozent hoch. Jan Koch von Deutsche Bank Research verdoppelte das Kursziel der Aktie der Versand-Apotheke und sprach nun eine Kaufempfehlung aus. Die Ergebnisse des zweiten Quartals dürften positiv überraschen, erwartet er. Koch sieht auch Potenzial für eine Anhebung der Jahresprognosen. Das Risiko einer Kapitalmaßnahme sei zudem gesunken und die Anleger richteten ihren Fokus zunehmend auf das Gewinnwachstum und die Verbesserungen beim Barmittelzufluss. Zudem werde das Potenzial des Online-Arzt-Service TeleClinic weiterhin unterschätzt.
Für das Papier von Akzo Nobel ging es in Amsterdam um 2,0 Prozent hoch. Eine Übernahmeofferte für die Decorfarben-Sparte trieb die Aktie des Farben- und Lackherstellers an. Der Verwaltungsrat lehnte den Verkauf der Sparte für 7,5 Milliarden Euro an Nippon Paint jedoch ab. Analyst James Hooper von Bernstein hält einen Verkauf angesichts der laufenden Fusion mit dem US-Autolackhersteller Axalta zwar für strategisch sinnvoll, da es mit Axalta vor allem in den Bereichen Beschichtungen und Konzernfunktionen Synergien für Akzo gebe. Der gebotene Preis sei jedoch zu gering, konstatierte er./ck/stk
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