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Enthaltene Instrumente

Aktien Frankfurt Ausblick: Vorsicht - US-Jobbericht und Iran-Unsicherheit

Fri Aug 07 08:19:59 CEST 2026

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt dürfte am Freitag zunächst an seine Verschnaufpause vom Vortag anknüpfen. Der X-Dax signalisierte für den Dax knapp eine Stunde vor dem offiziellen Handelsbeginn ein Plus von 0,1 Prozent auf 26.169 Punkte. Nach seinem zur Wochenmitte erreichten Höchststand bei etwas über 26.400 Zählern fehlt dem Leitindex für einen Anstieg über dieses Kursniveau derzeit die Kraft. Damit zeichnet sich auf Wochensicht ein Dax-Plus von gut zwei Prozent ab.

Bremsen könnte vor dem Wochenende der Ölpreis, der erneut etwas stieg, da die Aussichten auf eine dauerhafte Einigung zwischen den USA und dem Iran zur Wiederöffnung der Straße von Hormus weiterhin ungewiss sind. US-Präsident Donald Trump geht jedoch nach eigenen Angaben weiter davon aus, dass der Iran-Krieg "ziemlich bald" enden und eine Einigung zur Öffnung der Meerenge bevorstehen könnte.

"Der Ölpreis liegt bei 80 und nicht mehr bei 100 Dollar, was die Inflationsrisiken etwas lindern dürfte", kommentierte Analyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. Auf einen Abwärtstrend bei den Energiepreisen sei in diesen Tagen aber kein Verlass. Zu fragil seien die immer wieder anberaumten, dann aber doch ohne belastbares Ergebnis versandenden Gespräche der Konfliktparteien am Persischen Golf.

In der Berichtssaison geht es in Deutschland am Freitag merklich ruhiger zu als an den Tagen davor. Auf der Agenda stehen aus dem Dax Zahlen der Versicherer Allianz und Munich Re sowie des Lkw-Herstellers Daimler Truck auf der Agenda. Am Nachmittag dürften sich die Anleger für die monatlichen Arbeitsmarktdaten aus den USA interessieren.

Geringe Katastrophenschäden und gute Geschäfte in allen Bereichen bescherten dem Versicherer Allianz im zweiten Quartal ein Rekordergebnis. Der operative Gewinn kletterte um fast elf Prozent. Damit übertraf die Allianz die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten klar. Unter dem Strich entfiel auf die Anteilseigner mit 2,6 Milliarden Euro wegen Effekten aus Anteilsverkäufen allerdings weniger Gewinn als ein Jahr zuvor. Experten hatten sich hier mehr versprochen. Vorstandschef Oliver Bäte sieht die Allianz weiter auf Kurs zu dem geplanten operativen Jahresgewinn von 16,4 bis 18,4 Milliarden Euro. Im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate fiel die Allianz-Aktie zuletzt um 0,4 Prozent.

Die Munich Re bekommt den Preisabschwung im Geschäft mit Erstversicherern deutlich zu spüren. Nach weiteren Abschlägen bei der jüngsten Vertragserneuerung kappte Vorstandschef Christoph Jurecka sein Umsatzziel für das laufende Jahr. Im zweiten Quartal verdiente der Rückversicherer hingegen - wie bereits vorab gemeldet - unter dem Strich über sechs Prozent mehr. Jurecka sieht die Munich Re daher "auf sehr gutem Weg" zu ihrem geplanten Jahresgewinn von 6,3 Milliarden Euro. Die Papiere der Münchener stiegen auf Tradegate um 0,4 Prozent.

Der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck musste beim Nettogewinn im zweiten Quartal deutliche Abstriche machen. Das Ergebnis je Aktie sackte im Jahresvergleich um fast die Hälfte ab. Unter anderem belasteten Zölle die Profitabilität auf dem wichtigen nordamerikanischen Markt. Vorläufige Zahlen zum Tagesgeschäft hatte das Unternehmen bereits vor gut zwei Wochen vorgelegt und die Jahresziele erhöht. Letztere bestätigte Chefin Karin Radström. Für die Aktien der Stuttgarter ging es auf Tradegate um 5,7 Prozent abwärts. Ein Händler verwies auf den Auftragseingang als Belastungsfaktor.

Der Spezialchemiekonzern Lanxess steigerte im zweiten Quartal den Umsatz um 6,5 Prozent. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) lag gut 1 Prozent höher. Das Unternehmen setzt weiter auf Einsparungen und bestätigte das Jahresgewinnziel. Lanxess-Chef Matthias Zachert betonte allerdings, dass "kein nachhaltiger Aufschwung der Nachfrage in unseren Kernmärkten in Sicht" sei und die Marktbedingungen anspruchsvoll blieben. Die Aktien gaben auf Tradegate um 1,0 Prozent nach.

Die Anteilsscheine von MTU büßten auf Tradegate 2,3 Prozent ein. Zuvor hatten die Barclays-Analysten die Titel des Triebwerkbauers von "Equal Weight" auf "Underweight" abgestuft./edh/mis

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