Nachrichten Detail
Thu Mar 19 06:27:25 CET 2026
FRIEDRICHSHAFEN (dpa-AFX) - Der Autozulieferer ZF steht wie große Teile der Branche vor tiefgreifenden Problemen. Schwache Nachfrage, hohe Schulden, sinkende Gewinne und der teure Umbau Richtung Elektromobilität belasten das Unternehmen massiv. Heute (ab 10.00 Uhr) legt der Konzern in Friedrichshafen am Bodensee seine Jahresbilanz für 2025 vor. Das sind seine größten Baustellen.
Krise der Autoindustrie
Die Produktion von Autos und leichten Nutzfahrzeugen weltweit ist laut ZF seit 2018 deutlich gesunken. Wie die Konkurrenten Bosch, Continental und Schaeffler leidet deshalb auch der zweitgrößte deutsche Zulieferer unter ausbleibenden Aufträgen der Hersteller und hohen Kosten für den Wandel hin zum Elektromotor.
Wenn es den Kunden des Unternehmens wie Volkswagen , BMW und der Opel-Mutter Stellantis nicht gut geht, bekommt es auch der Lieferant zu spüren. Das Unternehmen hat neben Automatik- und Schaltgetrieben unter anderem Fahrwerkskomponenten, Lenksysteme, Antriebe, Bremsen und Sicherheitstechnik im Angebot.
Kerngeschäft mit großen Problemen
Besonders im Fokus steht die Antriebssparte, intern "Division E" genannt. Teile des Bereichs gelten als nicht wettbewerbsfähig. Dort geht es nicht nur um elektrische Antriebe, sondern auch um Hybridtechnik und klassische Verbrenner.
Gerade diese Sparte leidet unter dem schleppenden Hochlauf der E-Mobilität, zugleich drücken hohe Kosten und geringe Margen im traditionellen Getriebegeschäft auf das Ergebnis. Weltweit arbeitet etwa jeder fünfte ZF-Beschäftigte in dieser Division. 2024 erwirtschaftete sie knapp ein Viertel des Konzernumsatzes.
Ein Sprecher des Stiftungsunternehmens sagte, dass ZF bei der Sparte auf einem guten Weg sei. "Nach verlustreichen Jahren geht es nun aufwärts." Es sei mit der Arbeitnehmerseite eine Entwicklung der Sparte aus eigener Kraft vereinbart. Zumindest eine Abspaltung wäre somit vom Tisch.
Schulden in Milliardenhöhe
ZF war in den vergangenen Jahren auf Einkaufstour - und das hat eine Menge Geld gekostet. Insbesondere die Käufe des Automobilzulieferers TRW und des Bremsenspezialisten Wabco müssen verarbeitet werden. Die Nettoverbindlichkeiten beliefen sich zuletzt auf rund 10 Milliarden Euro. In Zeiten der Niedrigzinsphase war die Finanzierung noch relativ günstig. Die Zinsen sind seitdem aber deutlich gestiegen.
Rote Zahlen und Stellenabbau
Der Nettoverlust von ZF belief sich im Geschäftsjahr 2024 auf mehr als eine Milliarde Euro. Der Umsatz sank um elf Prozent auf 41,4 Milliarden Euro - 5,2 Milliarden weniger als im Vorjahr. Auch der von Sondereffekten bereinigte operative Gewinn brach um 900 Millionen Euro im Vergleich zu 2023 ein und lag nur noch bei 1,5 Milliarden Euro.
Für den Zulieferer ist Sparen angesagt, vor allem an den deutschen Standorten. Bis Ende 2028 will das Unternehmen Stellen in historischem Ausmaß streichen: Bis zu 14.000 Jobs sollen es hierzulande sein. Mehrere Tausend sind seit Anfang 2024 schon weggefallen. Auch die Arbeitszeit vieler Mitarbeiter wurde gekürzt.
Wie es nach 2028 weitergeht, ist offen. "Wir investieren in die Bereiche, die heute schon erfolgreich sind, und wir restrukturieren und entwickeln die Bereiche, die noch nicht erfolgreich sind", hieß es im vergangenen Jahr. Es seien gezielte Einschnitte nötig./bak/DP/zb
Wertentwicklungen (Performances) und Renditechancen werden ohne Berücksichtigung der jeweiligen Produkt-, Dienstleistungskosten und Zuwendungen angezeigt. Diese und deren Auswirkungen auf die Performance und Renditechance des Instruments erhalten Sie kundenindividuell vor Ihrer Transaktion oder im Rahmen Ihrer Beratung bei der HypoVereinsbank.
Alle Angaben ohne Gewähr. Die Informationen auf dieser Seite stellen weder eine Anlageberatung, noch ein verbindliches Angebot dar und dienen ausschließlich der eigenverantwortlichen Information. Insbesondere können sie eine Aufklärung und Beratung durch den Betreuer nicht ersetzen. Die Instrumente sind nur in Grundzügen dargestellt. Ausführliche Informationen enthalten bei Fonds die allein verbindlichen Verkaufsprospekte sowie die Wesentlichen Anlegerinformationen, die aktuellen Jahres- und Halbjahresberichte, bei anderen Instrumenten die allein verbindlichen Basisprospekte einschließlich etwaiger Nachträge bzw. die Endgültigen Bedingungen und bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen zusätzlich die Basisinformationsblätter. Diese deutschsprachigen Dokumente erhalten Sie bei Fonds in elektronischer Form auf der Detailseite zum Fonds und/oder in Papierform kostenlos über alle HypoVereinsbank Filialen. Bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen erhalten Sie die deutschsprachigen Basisinformationsblätter in elektronischer und/oder in Papierform kostenlos bei Ihrem Ansprechpartner der HypoVereinsbank. Alle anderen Dokumente können Sie direkt beim Emittenten (Herausgeber) anfordern. Wertpapiere und sonstige Finanzinstrumente unterliegen u.a. Kurs- und Währungsschwankungen, die die Rendite steigern oder reduzieren können. Es kann grundsätzlich zum Verlust des eingesetzten Kapitals kommen. Alle Wertpapiere außer Fonds unterliegen dem Emittentenrisiko und strukturierte Produkte zusätzlich dem Risiko des Basiswertes. Bei Optionsscheinen, Knock out Produkten und Faktorzertifikaten sind starke Kursschwankungen üblich und es besteht ein Totalverlustrisiko.
Die Informationen auf dieser Seite stellen auch keine Finanzanalyse dar. Eine den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Unvoreingenommenheit wird daher nicht gewährleistet. Es gibt auch kein Verbot des Handels - wie es vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen gilt. Diese Information richtet sich nicht an natürliche oder juristische Personen, die aufgrund ihres Wohn- bzw. Geschäftssitzes einer ausländischen Rechtsordnung unterliegen, die für die Verbreitung derartiger Informationen Beschränkungen vorsieht. Insbesondere enthält diese Information weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren an Staatsbürger der USA, Großbritanniens oder der Länder im Europäischen Wirtschaftsraum, in denen die Voraussetzungen für ein derartiges Angebot nicht erfüllt sind.

© 2012-2020. UniCredit Bank GmbH (HVB). Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen.
Design and Implementation by ByteWorx GmbH.
Powered by FactSet Digital Solutions GmbH.
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet Digital Solutions GmbH.
Fondsdaten bereitgestellt von Mountain-View Data GmbH.
Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!
