Nachrichten Detail

Enthaltene Instrumente

ROUNDUP: Chefwechsel bei Fresenius Medical Care - Aktie unter Druck

Thu Oct 08 11:22:51 CEST 2026

BAD HOMBURG (dpa-AFX) - Überraschender Wechsel an der Spitze von Fresenius Medical Care (FMC) : Nach knapp vier Jahren als Vorstandschefin muss Helen Giza ihren Posten räumen und scheidet in Kürze aus dem Dialysekonzern aus. Ihr nachfolgen wird bereits am kommenden Montag (12. Oktober) Shervin Korangy. Der 51-jährige Manager saß seit 2023 im Aufsichtsrat und ist von dem Gremium einstimmig als neuer Konzernlenker bestellt worden, wie FMC am Vorabend mitteilte. Sein Mandat im Aufsichtsrat hat er nun niedergelegt. An der Börse wurden die Anleger von der Personalrochade kalt erwischt, das Papier rutschte am Donnerstag weiter ab.

Die Aktie sank um 1,8 Prozent auf 36,73 Euro, nachdem sie bereits am Vorabend um fast sieben Prozent tiefer geschlossen hatte, als FMC den Wechsel veröffentlicht hatte. Damit ist das Papier zurück auf dem Niveau von Anfang Juni. Sowohl die Nachricht als auch deren Zeitpunkt hätten überrascht, schrieb Analyst David Adlington von der US-Bank JPMorgan. Schließlich habe der Dialysekonzern gerade ein Quartal beendet, das als schwierig befürchtet worden sei.

Genaue Gründe für die Personalie nannte FMC in seiner Meldung nicht. Presseberichten zufolge erfolgt Gizas Abgang jedoch nicht im gegenseitigen Einvernehmen. Dem Aufsichtsrat fehlten offenbar eindeutige Perspektiven und eine gute Strategie. Giza habe "keine neuen Ideen, keine Vision" gehabt und "Sparzwang" reiche nicht, sagte die stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsgremiums und Betriebsrätin Stefanie Balling der Nachrichtenagentur Reuters. Das "Handelsblatt" schrieb unter Berufung auf Unternehmenskreise, Gizas auf dem letzten Kapitalmarkttag präsentierte Strategie habe nicht "gezündet". Zuletzt sei der Konzern gegenüber dem Konkurrenten DaVita ins Hintertreffen geraten.

Giza war 2019 zunächst als Finanzvorständin zu FMC gekommen, bevor sie im Dezember 2022 auf den Posten der Vorstandschefin wechselte. Nach mehreren Gewinnwarnungen des Konzerns in der Corona-Zeit hatte sie kurz nach ihrem Amtsantritt als Konzernlenkerin ein Spar- und Restrukturierungsprogramm angestoßen: Bis 2027 sollen ein Stellenabbau, Klinikschließungen und Teilverkäufe Einsparungen von insgesamt 1,2 Milliarden Euro bringen.

In den USA kämpft FMC jedoch noch immer mit einer hohen Sterblichkeit unter den Patienten und einem mauen Wachstum bei seinen Dialysebehandlungen, was dem Konzern viel Kritik von Investoren einbrachte. Um die Sterblichkeit zu senken, setzte Giza zuletzt als Teil ihrer neuen Wachstumsstrategie auf die großflächige US-Einführung der sogenannten hochvolumigen Hämodiafiltration - ein deutlich schnelleres und effizienteres Blutwäscheverfahren.

Laut Veronika Dubajova von der Citigroup deuten die Aussagen des Aufsichtsrats nun darauf hin, dass sich der Fokus des Unternehmens weg von Kosteneffizienz und Margen und hin zu Umsatzwachstum und Reinvestitionen verschieben dürfte.

Die Ziele der Transformation der vergangenen Jahre seien weitgehend erfüllt, sagte Aufsichtsratschef Michael Sen, der zugleich Chef des Großaktionärs Fresenius ist, laut Mitteilung. "In der nächsten Wachstumsphase wird das Unternehmen von einem anderen Führungsprofil profitieren."

Richten soll es also der US-Amerikaner Korangy, und er bringt dabei reichlich Erfahrung für seinen neuen Job mit. Der Manager war fast ein Jahrzehnt beim Medizintechnikunternehmen BVI Medical und entwickelte es zu einer weltweit führenden Plattform im Bereich der Augenchirurgie mit Produkten in fast 90 Ländern. Zuvor arbeitete er beim Schweizer Pharmakonzern Novartis in verschiedenen internationalen Geschäftsleitungs- und Vertriebsfunktionen sowie als globaler Finanzchef. Seine Karriere begann er bei der Investmentgesellschaft Blackstone , dort war er mehr als 14 Jahre tätig.

Gizas Vertrag wäre regulär noch bis 2027 gelaufen. In der Mitteilung sprach sie vom "richtigen Zeitpunkt", die Verantwortung zu übergeben. Sie hinterlasse ein "resilienteres" Unternehmen mit verbessertem Portfolio, effizienteren Strukturen und höherer Profitabilität. Das laufende Jahr 2026 hatte die Managerin aber als Übergangsjahr bezeichnet. Dabei hatte sie auch einen deutlichen Ergebnisrückgang nicht ausgeschlossen./tav/men/stk

Wertentwicklungen (Performances) und Renditechancen werden ohne Berücksichtigung der jeweiligen Produkt-, Dienstleistungskosten und Zuwendungen angezeigt. Diese und deren Auswirkungen auf die Performance und Renditechance des Instruments erhalten Sie kundenindividuell vor Ihrer Transaktion oder im Rahmen Ihrer Beratung bei der HypoVereinsbank.

Alle Angaben ohne Gewähr. Die Informationen auf dieser Seite stellen weder eine Anlageberatung, noch ein verbindliches Angebot dar und dienen ausschließlich der eigenverantwortlichen Information. Insbesondere können sie eine Aufklärung und Beratung durch den Betreuer nicht ersetzen. Die Instrumente sind nur in Grundzügen dargestellt. Ausführliche Informationen enthalten bei Fonds die allein verbindlichen Verkaufsprospekte sowie die Wesentlichen Anlegerinformationen, die aktuellen Jahres- und Halbjahresberichte, bei anderen Instrumenten die allein verbindlichen Basisprospekte einschließlich etwaiger Nachträge bzw. die Endgültigen Bedingungen und bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen zusätzlich die Basisinformationsblätter. Diese deutschsprachigen Dokumente erhalten Sie bei Fonds in elektronischer Form auf der Detailseite zum Fonds und/oder in Papierform kostenlos über alle HypoVereinsbank Filialen. Bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen erhalten Sie die deutschsprachigen Basisinformationsblätter in elektronischer und/oder in Papierform kostenlos bei Ihrem Ansprechpartner der HypoVereinsbank. Alle anderen Dokumente können Sie direkt beim Emittenten (Herausgeber) anfordern. Wertpapiere und sonstige Finanzinstrumente unterliegen u.a. Kurs- und Währungsschwankungen, die die Rendite steigern oder reduzieren können. Es kann grundsätzlich zum Verlust des eingesetzten Kapitals kommen. Alle Wertpapiere außer Fonds unterliegen dem Emittentenrisiko und strukturierte Produkte zusätzlich dem Risiko des Basiswertes. Bei Optionsscheinen, Knock out Produkten und Faktorzertifikaten sind starke Kursschwankungen üblich und es besteht ein Totalverlustrisiko.

Die Informationen auf dieser Seite stellen auch keine Finanzanalyse dar. Eine den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Unvoreingenommenheit wird daher nicht gewährleistet. Es gibt auch kein Verbot des Handels - wie es vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen gilt. Diese Information richtet sich nicht an natürliche oder juristische Personen, die aufgrund ihres Wohn- bzw. Geschäftssitzes einer ausländischen Rechtsordnung unterliegen, die für die Verbreitung derartiger Informationen Beschränkungen vorsieht. Insbesondere enthält diese Information weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren an Staatsbürger der USA, Großbritanniens oder der Länder im Europäischen Wirtschaftsraum, in denen die Voraussetzungen für ein derartiges Angebot nicht erfüllt sind.

Factset   Mountain-View
© 2012-2020. UniCredit Bank GmbH (HVB). Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen.
Design and Implementation by ByteWorx GmbH.
Powered by FactSet Digital Solutions GmbH.
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet Digital Solutions GmbH.
Fondsdaten bereitgestellt von Mountain-View Data GmbH.

Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!
Langfristige Wertentwicklungen und Kursschwankungen insbes. zu Finanzinstrumenten, bzw. zu Finanzindizes entnehmen Sie bitte der jeweiligen Detailseite. Bitte beachten Sie: Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für eine künftige Wertentwicklung (Performance) und Renditechance. Die Rendite kann in Folge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.