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Fri Mar 13 15:08:35 CET 2026
BERLIN (dpa-AFX) - Immer mehr Menschen lassen minimalinvasive Eingriffe beim Schönheitschirurgen durchführen. Zu minimalinvasiven Eingriffen gehören zum Beispiel Behandlungen mit Botox oder Hyaluronsäure, bei denen Falten aufgepolstert oder Lippen aufgespritzt werden. Eine Operation ist in diesen Fällen nicht notwendig. Für das Jahr 2025 melden Ärztinnen und Ärzte rund 16 Prozent mehr solcher Eingriffe als im Jahr 2024. Das geht aus einer Mitgliederbefragung der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) unter 100 Ärztinnen und Ärzten hervor.
"Das ist tatsächlich ein Trend", sagte VDÄPC-Präsident Alexander Schönborn auf einer Pressekonferenz anlässlich der VDÄPC-Jahrestagung in Berlin. Minimalinvasive Eingriffe machten inzwischen rund 63 Prozent aller Eingriffe aus, wie die Mitglieder berichteten.
Vor allem bei jüngeren Menschen gefragt
Vor allem bei jüngeren Menschen zwischen 18 und 30 Jahren gebe es eine Tendenz zu diesen Eingriffen, sagte VDÄPC-Präsidentin Michaela Montanari. "Ich glaube, ein ganz großer Grund sind da auch (...) die sozialen Medien, die Beautyketten, die gezielt auch diese Altersgruppe, dieses Klientel, einfangen."
Lippen aufspritzen im Trend
Schönborn bestätigte auf Nachfrage den Eindruck, dass immer mehr junge Frauen sich die Lippen aufspritzen ließen. Die Rolle von plastischen Chirurgen sei es, verantwortungsvoll mit der Nachfrage umzugehen und Patientinnen und Patienten gut zu beraten. Für besorgniserregend halte er diesen Trend nicht.
Kritisch sehen die Experten allerdings, dass Botox und Co. zum Teil von Kosmetikerinnen oder Heilpraktikern angeboten würden, die dafür nicht qualifiziert seien oder junge Frauen sich Botox im Internet bestellten und selbst spritzten.
Warum manchen Behandlungen abgelehnt werden
Unter den Top 10 der häufigsten Eingriffe belegte Botox laut der Mitgliederbefragung im Jahr 2025 den ersten Platz. An zweiter Stelle stand Hyaluron gefolgt von Blepharoplastik (Augenlidstraffung), Fettabsaugung und Brustvergrößerung. Insgesamt ließen deutlich mehr Frauen (rund 90 Prozent) als Männer (rund 10 Prozent) etwas machen. Gut ein Drittel der Ärzte lehnte eine Behandlung bei 6 und 10 Prozent der Patientinnen und Patienten ab. Hauptgrund seien Erwartungen, die nicht erfüllt werden könnten, sagte Schönborn./bum/DP/men
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