Nachrichten Detail

Enthaltene Instrumente

ROUNDUP 2: Hisbollah lehnt Bedingungen zur Waffenruhe mit Israel ab

Thu Jun 04 15:42:39 CEST 2026

(Titel aktualisiert, Hintergrund ergänzt)

BEIRUT (dpa-AFX) - Die Hisbollah im Libanon lehnt die jüngst getroffenen Bedingungen für eine Waffenruhe mit Israel ab. "Das angekündigte Abkommen ist ein Fahrplan zur Zerstörung eines Teils des libanesischen Volkes und zur Unterwerfung des übrigen Teils", hieß es in einer im Fernsehen verlesenen Erklärung von Hisbollah-Chef Naim Kassim.

Kassim lehnte insbesondere Forderungen nach einer Entwaffnung der vom Iran unterstützten Organisation ab. Eine Auslegung der Waffenruhe, nach der die Hisbollah ihre Angriffe einstellen müsse, während die israelischen Angriffe andauerten, komme einer "Kapitulation" gleich.

Kassim betonte, die Hisbollah habe niemandem zugesagt, auf "Widerstand oder Vergeltung" zu verzichten. Solange die Angriffe anhielten, werde die Organisation ihre militärischen Aktionen fortsetzen. "Wir lehnen jede Verknüpfung zwischen der Existenz des Widerstands und dem Ende der Aggression oder dem Rückzug Israels ab", hieß es.

Solange Angriffe andauern, wird "Widerstand" fortgesetzt

Zugleich erklärte Kassim, die Hisbollah befürworte einen umfassenden Waffenstillstand, der das Ende aller israelischen Angriffe, den Rückzug Israels aus libanesischem Gebiet, die Rückkehr der Vertriebenen und den Wiederaufbau einschließen müsse. Solange "Besatzung" und Angriffe andauerten, werde der "Widerstand" fortgesetzt. "Solange unsere Dörfer unsicher, bombardiert und zerstört sind und unsere Bevölkerung getötet wird", werden auch die israelischen Ortschaften nicht sicher sein, hieß es weiter.

Zudem forderte Kassim die libanesische Führung auf, die direkten Verhandlungen mit Israel zu beenden. Er bezeichnete sie als "Farce" und "Erniedrigung".

Waffenruhe bisher praktisch unwirksam

Im Zuge des Iran-Kriegs kam es auch zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon zu einer erneuten Eskalation. Bereits Mitte April wurde erstmals eine Waffenruhe zwischen der libanesischen und israelischen Regierung verkündet. Trotz mehrmaliger Verlängerungen hat sie bisher kaum Wirkung gezeigt. Der Krieg ging fast unvermindert weiter. Beide Seiten griffen sich täglich weiter an. Insbesondere im Libanon kam es dabei immer zu Toten. Mehr als 3.500 Menschen wurden im Libanon nach Behördenangaben bisher getötet.

Nach erneuten direkten Gesprächen zwischen israelischen und libanesischen Regierungsvertretern haben sich beide Regierung in der Nacht auf einen neuen Weg zur Umsetzung geeinigt. Die libanesische Regierung ist keine Konfliktpartei in dem Krieg und hat nur begrenzten Einfluss auf die Hisbollah. Die Schiitenorganisation selbst war nicht an den Gesprächen beteiligt.

Vereinbarung sieht Entwaffnung und Rückzug der Hisbollah vor

Vorgesehen ist der Vereinbarung zufolge unter anderem, dass die Hisbollah ihre Angriffe auf Israel vollständig einstellt und sich aus Gebieten südlich des Litani-Flusses - das zum Teil bis zu 30 Kilometer nördlich der israelischen Grenze liegt - zurückzieht. Im Südlibanon sollen sogenannte Pilot- bzw. Sicherheitszonen eingerichtet werden, in denen ausschließlich die regulären libanesischen Streitkräfte die Kontrolle ausüben. Die libanesische Armee soll damit schrittweise die Verantwortung für die Sicherheitslage in diesen Bereichen übernehmen.

Ein Abzug der israelischen Truppen, die in den vergangenen Wochen immer weiter ins libanesische Landesinnere vorgerückt waren, wurde nicht explizit erwähnt. Die Hisbollah sieht einen Abzug und die Einstellung der Angriffe als Voraussetzung für weitere Schritte ihrerseits. Israel hingehen will mit seinen Angriffen vor allem die Entwaffnung der Hisbollah durchsetzen. Die Hisbollah hat bisher nie selbst einer Entwaffnung zugestimmt.

Katz: Israel behält sich Handlungsfreiheit vor

Auch Israels Polizeiminister Itamar Ben-Gvir kritisierte die Vereinbarung zwischen Israel und dem Libanon bereits als "schweren Fehler". Die Einigung sei das Ergebnis falscher Ratschläge an die politische Führung und werde nach seiner Einschätzung die Hisbollah stärken.

Verteidigungsminister Israel Katz wies die Kritik zurück und sprach laut Medienberichten von "großen Errungenschaften" im Libanon auf militärischer und politischer Ebene. Die Vereinbarung spiegele die von Israel geschaffene Realität wider und könne perspektivisch einen Friedensvertrag mit dem Libanon ermöglichen.

Nach Darstellung von Katz sieht die Vereinbarung auch eine fortgesetzte Präsenz der israelischen Armee in einer sogenannten "Sicherheitszone" im Grenzgebiet sowie operative Handlungsfreiheit vor. Bereits seit dem Morgen kam es im Libanon erneut zu mehreren Angriffen im Süden und in der Bekaa-Ebene im Osten des Landes./arj/DP/he

Wertentwicklungen (Performances) und Renditechancen werden ohne Berücksichtigung der jeweiligen Produkt-, Dienstleistungskosten und Zuwendungen angezeigt. Diese und deren Auswirkungen auf die Performance und Renditechance des Instruments erhalten Sie kundenindividuell vor Ihrer Transaktion oder im Rahmen Ihrer Beratung bei der HypoVereinsbank.

Alle Angaben ohne Gewähr. Die Informationen auf dieser Seite stellen weder eine Anlageberatung, noch ein verbindliches Angebot dar und dienen ausschließlich der eigenverantwortlichen Information. Insbesondere können sie eine Aufklärung und Beratung durch den Betreuer nicht ersetzen. Die Instrumente sind nur in Grundzügen dargestellt. Ausführliche Informationen enthalten bei Fonds die allein verbindlichen Verkaufsprospekte sowie die Wesentlichen Anlegerinformationen, die aktuellen Jahres- und Halbjahresberichte, bei anderen Instrumenten die allein verbindlichen Basisprospekte einschließlich etwaiger Nachträge bzw. die Endgültigen Bedingungen und bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen zusätzlich die Basisinformationsblätter. Diese deutschsprachigen Dokumente erhalten Sie bei Fonds in elektronischer Form auf der Detailseite zum Fonds und/oder in Papierform kostenlos über alle HypoVereinsbank Filialen. Bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen erhalten Sie die deutschsprachigen Basisinformationsblätter in elektronischer und/oder in Papierform kostenlos bei Ihrem Ansprechpartner der HypoVereinsbank. Alle anderen Dokumente können Sie direkt beim Emittenten (Herausgeber) anfordern. Wertpapiere und sonstige Finanzinstrumente unterliegen u.a. Kurs- und Währungsschwankungen, die die Rendite steigern oder reduzieren können. Es kann grundsätzlich zum Verlust des eingesetzten Kapitals kommen. Alle Wertpapiere außer Fonds unterliegen dem Emittentenrisiko und strukturierte Produkte zusätzlich dem Risiko des Basiswertes. Bei Optionsscheinen, Knock out Produkten und Faktorzertifikaten sind starke Kursschwankungen üblich und es besteht ein Totalverlustrisiko.

Die Informationen auf dieser Seite stellen auch keine Finanzanalyse dar. Eine den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Unvoreingenommenheit wird daher nicht gewährleistet. Es gibt auch kein Verbot des Handels - wie es vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen gilt. Diese Information richtet sich nicht an natürliche oder juristische Personen, die aufgrund ihres Wohn- bzw. Geschäftssitzes einer ausländischen Rechtsordnung unterliegen, die für die Verbreitung derartiger Informationen Beschränkungen vorsieht. Insbesondere enthält diese Information weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren an Staatsbürger der USA, Großbritanniens oder der Länder im Europäischen Wirtschaftsraum, in denen die Voraussetzungen für ein derartiges Angebot nicht erfüllt sind.

Factset   Mountain-View
© 2012-2020. UniCredit Bank GmbH (HVB). Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen.
Design and Implementation by ByteWorx GmbH.
Powered by FactSet Digital Solutions GmbH.
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet Digital Solutions GmbH.
Fondsdaten bereitgestellt von Mountain-View Data GmbH.

Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!
Langfristige Wertentwicklungen und Kursschwankungen insbes. zu Finanzinstrumenten, bzw. zu Finanzindizes entnehmen Sie bitte der jeweiligen Detailseite. Bitte beachten Sie: Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für eine künftige Wertentwicklung (Performance) und Renditechance. Die Rendite kann in Folge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.