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Wed Mar 18 12:12:22 CET 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger an den Börsen weltweit fassen in der dritten Woche des Iran-Kriegs neuen Mut. Auch der deutsche Leitindex Dax erholte sich am Mittwoch weiter, denn Anleger hoffen, "dass sich der feste Griff des Iran um den globalen Energiemarkt Schritt für Schritt lockern wird", wie Chefmarktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank erklärte.
Zum einen wachse weltweit der politische Druck auf US-Präsident Donald Trump, die Straße von Hormus wieder passierbar zu machen. Zum anderen verlagerten Saudi-Arabien und der Irak ihre Exporte und nutzten Pipelines, um Öl zu sicheren Häfen zu bringen. So hat etwa der Irak ein Pipeline-Abkommen zum Ölexport über die Türkei geschlossen. Das alles sei "eine große Sache für den Ölmarkt". Auch wenn dadurch laut Stanzl nicht die gesamte Ölproduktion dieser Länder exportiert werden kann, "verliert die iranische Blockade der Meerenge von Hormus dadurch ein Stück weit an Bedeutung".
Der Leitindex Dax legte zur Mittagszeit um 0,8 Prozent auf 23.920 Punkte zu und hat es damit wieder über die exponentielle 200-Tage-Linie geschafft. Diese gleitende Durchschnittslinie ist charttechnisch gesehen ein wichtiger Gradmesser für den längerfristigen Trend.
Der MDax , der mittelgroße Werte beinhaltet, legte um 1,8 Prozent auf 30.010 Zähler zu. Gewinne gab es auch bei den wichtigsten europäischen Börsen. In den USA zeichnet sich ebenfalls ein freundlicher Handelsstart ab.
Am Abend wird obendrein auch die US-Notenbank Fed in den Blick rücken. Die Leitzinsentscheidung in den USA steht auf dem Programm. Im stark verunsicherten Umfeld wird die Fed zwar kaum die Leitzinsen verändern, doch marktbewegend könnten ihre Aussagen sein.
Zuletzt waren grundsätzliche Zinssenkungshoffnungen am Markt ausgepreist worden. Zudem waren angesichts des befürchteten Inflationsanstiegs, der durch den hohen Ölpreis zu erwarten ist, sogar erste Unsicherheiten über mögliche Zinsanhebungen aufgekommen. Daher sind nach den Worten der Helaba-Experten die Prognosen zu Wachstum und Inflation wesentlich.
Unternehmensseitig liegt das Hauptaugenmerk erneut auf Aktien aus der zweiten und dritten Reihe. Im MDax erholte sich die Aumovio-Aktie mit plus 3,2 Prozent, auch wenn die Zahlen und Jahresprognose des Autozulieferers nur den Erwartungen entsprochen hatten. Analysten lobten jedoch unisono den starken freien Barmittelzufluss.
Für TAG Immobilien ging es um 4,2 Prozent nach oben. Der Immobilienkonzern profitierte im vergangenen Jahr weiter von einer hohen Nachfrage nach Wohnungen und übertraf seine im November höher gesteckten Gewinnziele.
Im SDax sackten unterdessen die Papiere des Kochboxenversenders Hellofresh mit einem Verlust von fast 15 Prozent auf ein Rekordtief. Das Management erwartet im laufenden Jahr weitere Rückgänge bei Umsatz und operativem Ergebnis und unterbot damit die bereits bescheidenen Analystenschätzungen.
Ansonsten bewegten vor allem Umstufungen spürbar. So hob die US-Bank Morgan Stanley Heidelberg Materials um gleich zwei Stufen von "Underweight" auf "Overweight", was der Aktie des Baustoffherstellers im Dax ein Plus von 4,0 Prozent bescherte. Fielmann setzten sich mit plus 5,4 Prozent an die MDax-Spitze. Laut der Bank of America sind die Risiken für einen Aktienkauf gesunken. Das hohe Umsatzziel für 2030 sei noch nicht im Kurs eingepreist und zudem beschleunige sich das Wachstum der Optikerkette in den USA./ck/jha/
--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---
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