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Thu Jan 15 18:31:41 CET 2026
PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas wichtigste Aktienmärkte sind am Donnerstag moderat gestiegen. Überraschend gute Zahlen und ein starker Ausblick des taiwanesischen Chipherstellers TSMC lieferten ebenso positive Impulse, wie Konjunkturdaten aus der Eurozone und den USA sowie insgesamt überzeugende Zahlen der US-Finanzkonzerne Goldman Sachs , Morgan Stanley und Blackrock .
Der EuroStoxx 50 stieg im Handelsverlauf auf ein weiteres Rekordhoch und schloss mit einem Plus von 0,60 Prozent bei 6.041,14 Punkten. Ähnlich sah es außerhalb des Euroraums an der britischen Börse aus. Der Londoner Leitindex FTSE 100 gewann 0,54 Prozent auf 10.238,94 Zähler. Der Schweizer SMI zog um 0,09 Prozent auf 13.476,32 Punkte an.
Positive Signale gab es von der Konjunktur. Die Industrieproduktion der Eurozone war im November stärker als erwartet gestiegen. Zudem wuchs die deutsche Wirtschaft 2025 nach zwei Rezessionsjahren leicht und hofft auf weiteren Aufschwung im neuen Jahr.
Stärkster Sektor waren die Technologiewerte, die von der Euphorie in der Halbleiterindustrie profitierten, ausgelöst von den TSMC-Wachstumsperspektiven. Der weltweit größte Chip-Produzent will die Investitionen in den kommenden drei Jahren erheblich ausweiten, um so einer boomenden Nachfrage nach Halbleitern Herr zu werden, vor allem solcher nach Komponenten für Anwendungen rund um Künstliche Intelligenz (KI).
An der Börse in Amsterdam schnellten daraufhin die Papiere von ASML auf ein Rekordhoch und schlossen 6,0 Prozent im Plus. Die Niederländer fertigen Lithographie-Anlagen, auf denen Halbleiter produziert werden. ASML-Aktien haben seit Jahresbeginn bereits stark zugelegt, das Unternehmen hat mit einer Marktkapitalisierung von über 440 Milliarden Euro den höchsten Börsenwert in Europa.
Die Aktien von Richemont und der Luxussektor konnten Anfangsgewinne nicht halten. Der Schweizer Schmuck- und Uhrenkonzern hatte zwar im dritten Quartal des Geschäftsjahres trotz hoher Vorjahresbasis den Umsatz kräftig gesteigert und die Vorgaben der Analysten übertroffen. Einmal mehr lief das Geschäft in den Schmuckhäusern auf Hochtouren. Allerdings warnte Richemont davor, dass negative Währungseffekte und gestiegene Rohmaterialkosten auf die Margen drücken. Die Aktie gab um 2,4 Prozent nach. Kering büßten 3,2 Prozent ein.
Ölwerte schwächelten ebenfalls. Die Ölpreise hatten wegen der Hoffnung auf das Ausbleiben eines Militärschlags der USA gegen den Iran kräftig nachgegeben. "Anleger haben quasi über Nacht eine plötzliche Neubewertung der geopolitischen Risiken vorgenommen, was zu einem scharfen Rückgang der Ölpreise und Edelmetalle führt", merkte Analyst Jochen Stanzl, Marktanalyst der Consorsbank, an./edh/jha/
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