Nachrichten Detail

Enthaltene Instrumente

ROUNDUP 2: CTS Eventim enttäuscht mit Prognose - Kurs sackt um gut 23 Prozent ab

Fri Mar 27 18:31:30 CET 2026

(neu: Schlusskurs, Marktkapitalisierung und Analysten)

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Ticketvermarkter und Veranstalter CTS Eventim hat mit einer verhaltenen Prognose seine Investoren verprellt. Vorstandschef Klaus-Peter Schulenberg rechnet 2026 bei Umsatz und operativem Gewinn nach zuletzt deutlichen Zuwächsen nur mit einem leichten Anstieg. Widersprüchliche Aussagen in Geschäftsbericht und Pressemitteilung sorgten zusätzlich für Verwirrung. Doch Analysten hatten ohnehin deutlichere Steigerungen erwartet. Die im MDax notierte Aktie verlor am Freitag fast ein Viertel an Wert.

Im Tagesverlauf sackte der Kurs immer weiter ab. Schließlich ging die Aktie mit einem Kursverlust von mehr als 23 Prozent auf 48,92 Euro aus dem Handel. Damit war sie nicht nur klares Schlusslicht im MDax, sondern fiel auch auf den tiefsten Stand seit Herbst 2022. Im laufenden Jahr hat das Papier mehr als ein Drittel an Wert verloren. Im vergangenen Mai war der Kurs noch auf ein Rekordhoch von 114,10 Euro geklettert. Seitdem ist der Börsenwert um mehr als die Hälfte gefallen - auf jetzt weniger als fünf Milliarden Euro.

Knapp 40 Prozent der Anteile gehören dem Firmengründer und Konzernlenker Schulenberg. Der Kursverlust vom Vormittag dürfte allein in seinem Depot mit rund 550 Millionen Euro negativ zu Buche schlagen. Allerdings nutzte der Manager den Kursrutsch, um am Morgen für rund zehn Millionen Euro CTS-Aktien nachzukaufen.

Der Ausblick des Vorstands überlagerte am Finanzmarkt die Zahlen des Konzerns - dabei war es für CTS Eventim 2025 gut gelaufen. Die Nachfrage nach Konzerten im In- und Ausland trieb den Ticketvermarkter und Veranstalter weiter an. Der Umsatz knackte erstmals die Marke von drei Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstagabend in München mitgeteilt hatte.

Konkret wuchs der Umsatz des Konzerns um fast zehn Prozent auf knapp 3,1 Milliarden Euro. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) kletterte um knapp acht Prozent auf 584 Millionen Euro in die Höhe.

Unter dem Strich musste CTS 2025 jedoch einen Gewinnrückgang um 13 Prozent auf 277,3 Millionen Euro hinnehmen. Als Ursachen nannte das Unternehmen den starken Euro, Bewertungseffekte und den Wegfall von Dividendenerträgen. Daher soll die Dividende für die Aktionäre um 22 Cent auf 1,44 Euro je Aktie sinken.

Während das Unternehmen im Tagesgeschäft die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten übertraf, hatten sich Experten bei Überschuss und Dividende mehr versprochen. Für 2026 stellte Schulenberg leichte Steigerungen beim Umsatz und dem bereinigten operativen Gewinn in Aussicht, wie ein Sprecher am Vorabend bestätigte.

In der Pressemitteilung des Konzerns war hingegen nur allgemein von einem Anstieg von Umsatz und bereinigtem operativem Gewinn die Rede, und im Geschäftsbericht hielt sich der Vorstand alles von einer Stagnation bis zu einem leichten Anstieg offen. Allerdings dürften dazu weltpolitische Krisen, die Konjunktur oder hohe Energiepreise die Menschen nicht von Shows, Konzerten sowie Sport- und Kulturveranstaltungen fernhalten. Eine Verschlechterung der geopolitischen Sicherheitslage, Inflation und Konsumeinbrüche könnten sich negativ auf das Geschäft von CTS Eventim auswirken, hieß es weiter.

Branchenexperten reagierten unterschiedlich auf die Neuigkeiten, werteten den Kursabsturz jedoch als übertrieben. So hielten die Analysten von JPMorgan und Deutscher Bank an ihren Kurszielen von 110 und 115 Euro fest. Ihre Kollegen von Barclays und Bernstein kappten ihre Ziele auf 98 und 94 Euro. Analyst Karsten Oblinger von der DZ Bank senkte seinen fairen Wert für CTS Eventim zwar von 97 auf 73 Euro. Den Kursverfall betrachtet er aber als Kaufgelegenheit./stw/zb/jsl/jha/

Wertentwicklungen (Performances) und Renditechancen werden ohne Berücksichtigung der jeweiligen Produkt-, Dienstleistungskosten und Zuwendungen angezeigt. Diese und deren Auswirkungen auf die Performance und Renditechance des Instruments erhalten Sie kundenindividuell vor Ihrer Transaktion oder im Rahmen Ihrer Beratung bei der HypoVereinsbank.

Alle Angaben ohne Gewähr. Die Informationen auf dieser Seite stellen weder eine Anlageberatung, noch ein verbindliches Angebot dar und dienen ausschließlich der eigenverantwortlichen Information. Insbesondere können sie eine Aufklärung und Beratung durch den Betreuer nicht ersetzen. Die Instrumente sind nur in Grundzügen dargestellt. Ausführliche Informationen enthalten bei Fonds die allein verbindlichen Verkaufsprospekte sowie die Wesentlichen Anlegerinformationen, die aktuellen Jahres- und Halbjahresberichte, bei anderen Instrumenten die allein verbindlichen Basisprospekte einschließlich etwaiger Nachträge bzw. die Endgültigen Bedingungen und bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen zusätzlich die Basisinformationsblätter. Diese deutschsprachigen Dokumente erhalten Sie bei Fonds in elektronischer Form auf der Detailseite zum Fonds und/oder in Papierform kostenlos über alle HypoVereinsbank Filialen. Bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen erhalten Sie die deutschsprachigen Basisinformationsblätter in elektronischer und/oder in Papierform kostenlos bei Ihrem Ansprechpartner der HypoVereinsbank. Alle anderen Dokumente können Sie direkt beim Emittenten (Herausgeber) anfordern. Wertpapiere und sonstige Finanzinstrumente unterliegen u.a. Kurs- und Währungsschwankungen, die die Rendite steigern oder reduzieren können. Es kann grundsätzlich zum Verlust des eingesetzten Kapitals kommen. Alle Wertpapiere außer Fonds unterliegen dem Emittentenrisiko und strukturierte Produkte zusätzlich dem Risiko des Basiswertes. Bei Optionsscheinen, Knock out Produkten und Faktorzertifikaten sind starke Kursschwankungen üblich und es besteht ein Totalverlustrisiko.

Die Informationen auf dieser Seite stellen auch keine Finanzanalyse dar. Eine den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Unvoreingenommenheit wird daher nicht gewährleistet. Es gibt auch kein Verbot des Handels - wie es vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen gilt. Diese Information richtet sich nicht an natürliche oder juristische Personen, die aufgrund ihres Wohn- bzw. Geschäftssitzes einer ausländischen Rechtsordnung unterliegen, die für die Verbreitung derartiger Informationen Beschränkungen vorsieht. Insbesondere enthält diese Information weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren an Staatsbürger der USA, Großbritanniens oder der Länder im Europäischen Wirtschaftsraum, in denen die Voraussetzungen für ein derartiges Angebot nicht erfüllt sind.

Factset   Mountain-View
© 2012-2020. UniCredit Bank GmbH (HVB). Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen.
Design and Implementation by ByteWorx GmbH.
Powered by FactSet Digital Solutions GmbH.
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet Digital Solutions GmbH.
Fondsdaten bereitgestellt von Mountain-View Data GmbH.

Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!
Langfristige Wertentwicklungen und Kursschwankungen insbes. zu Finanzinstrumenten, bzw. zu Finanzindizes entnehmen Sie bitte der jeweiligen Detailseite. Bitte beachten Sie: Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für eine künftige Wertentwicklung (Performance) und Renditechance. Die Rendite kann in Folge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.