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Thu Nov 05 16:43:39 CET 2026
ZÜRICH (dpa-AFX) - Vergleichsweise geringe Großschäden und Zuwächse im Leben-Geschäft haben dem Rückversicherer Swiss Re in den ersten neun Monaten des Jahres einen Gewinnanstieg beschert. Der Überschuss belief sich von Januar bis September 2026 auf knapp 4,2 Milliarden US-Dollar und damit drei Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie Swiss Re am Donnerstag in Zürich mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem leichten Rückgang gerechnet. An der Börse kam das gut an.
Die Aktie kletterte um bis zu zweieinhalb Prozent auf 159,95 Franken und damit auf den höchsten Stand seit 2002. Im Zuge der Swiss-Re-Gewinne zogen auch die Kurse der deutschen Rückversicherer-Anteile an. Die Anteile von Hannover Rück legten um mehr als drei Prozent auf das Rekordhoch von 308,80 Euro zu. Papiere von Munich Re gewannen knapp drei Prozent auf etwas mehr als 600 Euro - damit fehlen nur noch ein paar Euro bis zum Rekordhoch aus dem Frühjahr 2025.
Im bisherigen Jahresverlauf legte der Swiss-Re-Kurs um gut ein Fünftel zu und damit mehr als die Papiere der deutschen Konkurrenten Hannover Rück (+16 Prozent) und Munich Re (+7 Prozent). Mit Blick auf die vergangenen fünf Jahre sieht es aber anders aus. Hier hat Munich Re mit einem Anstieg von rund 130 Prozent die Nase vorn.
Die Swiss-Re-Anteile liegen im 5-Jahres-Zeitraum mit einem Plus von knapp 80 Prozent nur auf Rang drei. Die Schweizer sind gemessen am Börsenwert von umgerechnet etwas mehr als 50 Milliarden Euro die Nummer zwei der großen europäischen Rückversicherer - vor Hannover Rück (37 Mrd), aber hinter Munich Re (76 Mrd)
Konzernchef Andreas Berger und sein Team sehen den Rückversicherer damit auf dem "besten Weg", um sein Gewinnziel für das Gesamtjahr zu erreichen. Obwohl der Umsatz wegen des Preiskampfs in der Branche um drei Prozent auf 31,2 Milliarden Dollar sank, zehrten die Aufwendungen für Schäden, Verwaltung und Vertrieb in der Schaden- und Unfall-Rückversicherung einen geringeren Anteil der Einnahmen auf.
Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich von 77,6 auf 77,3 Prozent. Dennoch ging der Gewinn der Sparte um sechs Prozent zurück. Mehr als ausgeglichen wurde der Rückgang von einem guten Geschäft in der Sparte Lebensrückversicherung. Deren Überschuss stieg um 43 Prozent, nachdem Swiss Re in der Sparte ein Jahr zuvor hohe Wertkorrekturen vorgenommen hatte.
Für 2026 hat sich das Management einen Gewinn von mindestens 4,5 Milliarden Dollar zum Ziel gesetzt./stw/tp/dm/AWP/stk/he
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