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Fri Jul 17 10:06:15 CEST 2026
NIESTETAL (dpa-AFX) - Der Photovoltaik-Spezialist SMA Solar hat im zweiten Quartal nach vorläufigen Berechnungen besser abgeschnitten als erwartet. Das Unternehmen profitierte dabei von der Rückzahlung von US-Zöllen sowie der Auflösung von Wertberichtigungen auf Vorräte, wie SMA am Donnerstagabend mitteilte. Die positive Entwicklung dürfte sich im zweiten Halbjahr fortsetzen, SMA erhöhte daher seine Jahresprognose erneut.
Am Markt kamen die Nachrichten gut an. Die im SDax notierte Aktie kletterte am Freitag um mehr als sieben Prozent und setzte damit seinen guten Lauf in diesem Jahr fort. So hat der Kurs 2026 bislang um mehr als 80 Prozent zugelegt. Angesichts der Annahmen zur Zollrückerstattung sei der Marktkonsens für das zweite Quartal nicht sonderlich verlässlich, bemerkte Jefferies-Analyst Constantin Hesse. Dennoch sei das Ergebnis solide ausgefallen. Alle Augen richteten sich jedoch auf die angehobene Prognose, gestützt durch eine besser als erwartet ausgefallene operative Dynamik, so Hesse. Er sieht für die zweite Jahreshälfte eine weiter robuste Pipeline, auch dank einer soliden Nachfrage im Geschäft mit großen Batteriespeichern.
SMA rechnet für 2026 nun mit einem Umsatz von 1,625 bis 1,725 Milliarden Euro, wie das Unternehmen berichtete. Bei der Vorstellung seiner Zahlen zum Jahresstart hatte das Unternehmen bereits ein Erreichen des oberen Drittels der alten Bandbreite von 1,475 bis 1,675 Milliarden Euro ins Auge gefasst.
Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll nun bei 180 bis 230 Millionen Euro liegen, nachdem das Unternehmen zuletzt das obere Drittel von 50 bis 180 Millionen Euro anvisiert hatte. Die neuen Prognosen liegen über den bisherigen Erwartungen von Experten. SMA begründete dies mit einem verbesserten Marktumfeld, eine weiterhin positiven operativen Entwicklung im zweiten Halbjahr sowie eine gegenüber den ursprünglichen Annahmen günstigere Wechselkursentwicklung.
Im zweiten Quartal erzielte SMA Solar deutliche Zuwächse beim operativem Ergebnis und übertraf dabei die Erwartungen der Analysten. So kletterte das Ebitda von 44 Millionen im Vorjahr auf 64,7 Millionen Euro. So seien die als rechtswidrig eingestuften US-Zölle früher als erwartet bereits im zweiten Quartal zurückerstattet worden, hieß es. Zudem wurden Wertberichtigungen auf Vorräte in der Sparte Home & Business Solutions aufgelöst, nachdem SMA für diese entgegen den ursprünglichen Erwartungen doch Abnehmer auf dem Zweitmarkt fand.
Der Umsatz sank hingegen auf 345,7 Millionen Euro, nach 357,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Operativ ohne Einmaleffekte liege der Konzernumsatz voraussichtlich bei 368 Millionen Euro, das bereinigte Ebitda dürfte um knapp 30 Prozent auf 40,9 Millionen Euro zugelegt haben, hieß es. Die ausführlichen Zahlen will SMA am 13. August veröffentlichen./nas/he/stk
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