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ROUNDUP 2: Visa steigert Umsatz und Gewinn - Trumps Zinspläne verunsichern

Fri Jan 30 16:57:27 CET 2026

(Kurs aktualisiert)

SAN FRANCISCO (dpa-AFX) - Der US-Zahlungsdienstleister Visa hat in seinem ersten Geschäftsquartal von starken Ausgaben der Verbraucher profitiert. Umsatz und Gewinn stiegen stärker als von Analysten im Schnitt erwartet. Am Finanzmarkt wurden die Neuigkeiten zunächst dennoch mit Kursverlusten quittiert. Möglicherweise hatten sich Anleger noch stärkere Ergebnisse erwartet - wie bei Visas Rivalen Mastercard .

Die Visa-Aktie verlor im frühen New Yorker Handel am Freitag zwei Prozent, nachdem sie am Vortag kurz vor der Zahlenvorlage mit einem Kursanstieg von anderthalb Prozent aus dem Handel gegangen war. Die Mastercard-Aktie hatte um rund vier Prozent zugelegt.

Im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember wuchs Visas Nettoumsatz im Jahresvergleich um 15 Prozent auf 10,9 Milliarden US-Dollar (9,1 Mrd Euro), wie das Unternehmen am Donnerstagabend (Ortszeit) in San Francisco mitteilte. Der Überschuss stieg um 14 Prozent auf 5,9 Milliarden Dollar.

Die amerikanische Kreditkartenbranche steht derzeit unter Beschuss von US-Präsident Donald Trump. Dieser hatte Mitte Januar angekündigt, dass ab dem 20. Januar für Kreditkarten ein Jahr lang ein Maximalzins von zehn Prozent gelten soll. Unklar war zunächst, ob und wenn ja, wie Trumps Plan zu realisieren ist.

Trump verspricht sich davon, das Leben von US-Amerikanern "erschwinglich" zu machen: Viele von ihnen leben von Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck und haben keine großen Rücklagen. Zudem ist der Kauf auf Pump in den Vereinigten Staaten deutlich üblicher als in Deutschland, sodass sich viele verschulden und Kreditkartenzinsen jeden Monat aufs Neue bedienen müssen.

Nach Angaben der US-Notenbank Federal Reserve von November 2025 lag der durchschnittliche Zinssatz für Kreditkarten zwischen Ende 2023 und Ende 2024 bei 21,5 Prozent. Trump fordert dementsprechend mehr als eine Halbierung.

Trumps Ankündigung stieß bei den Banken und Lobbyvereinigungen auf Unmut. Die Zinsobergrenze werde dazu führen, dass Kredite eingeschränkter vergeben werden dürften und "verheerende Folgen für Millionen amerikanischer Familien und kleiner Unternehmen hätte", warnten sie in einer gemeinsamen Erklärung. Was genau die Konsequenzen sein sollen, ließen sie indes offen.

Mastercard hatte am Donnerstag überraschend starke Zahlen zum abgelaufenen Quartal veröffentlicht. Der Umsatz stieg um 18 Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar, der Gewinn legte um 22 Prozent auf 4,1 Milliarden Dollar zu. An diesem Freitag legt schließlich auch der dritte große Kreditkartenkonzern American Express seine Geschäftszahlen vor./stw/he/so/err/jha/

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