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Tue Aug 04 18:03:47 CEST 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem Rekord zum Wochenstart hat sich der Dax auch am Dienstag nach oben geschwungen und erneut eine Bestmarke aufgestellt. Der deutsche Leitindex schloss am Ende 0,77 Prozent im Plus bei 26.202,35 Punkten. Der MDax der mittelgroßen Werte legte um 0,15 Prozent auf 32.559,91 Zähler zu.
"Der Sprung über die psychologisch wichtige 26.000-Punkte-Marke wirkt beim Dax wie ein Dosenöffner. Der Dreiklang aus Geopolitik, Geldpolitik und Unternehmenszahlen liefert derzeit die gewünschten Koordinaten für die Navigationssysteme der Anleger", kommentierte Marktanalyst Timo Emden vom Handelshaus CapTrader. "Die jüngste Rekordserie sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass mit dem schwelenden Iran-Konflikt nach wie vor erhebliche Risiken unter der Oberfläche glimmen."
Zuletzt überwog mit Blick auf den Nahen Osten jedoch der Optimismus der Anleger, was sich auch in den weiter sinkenden Ölpreisen widerspiegelte. In einem Interview mit dem Fernsehsender CNBC sagte US-Finanzminister Scott Bessent: "Wir befinden uns in Gesprächen mit den Iranern, und ich denke, es besteht die Chance, dass wir heute oder morgen eine Einigung erzielen, um die Straße von Hormus zu öffnen". Angesprochen auf eine mögliche Gebührenerhebung durch den Iran in der für den internationalen Gas- und Ölhandel zentralen Meerenge machte Bessent klar, er gehe davon aus, dass eine freie Durchfahrt möglich sein werde.
Hierzulande sorgte unter anderem der Kurseinbruch bei den Zalando-Aktien für Gesprächsstoff. Der Online-Modehändler hatte mit seinen Umsatz- und Ergebniszahlen für das zweite Quartal enttäuscht. Die Titel sackten am Dax-Ende um 13,4 Prozent ab.
Die Anteilscheine von Fresenius Medical Care büßten trotz guter Quartalszahlen des Dialysespezialisten 7,6 Prozent ein. An der Börse überwogen die Sorgen über enttäuschende Behandlungszahlen in den USA.
Einen weiterhin schweren Stand haben die Aktien von Adidas . Nach den in der Vorwoche vorgelegten Quartalszahlen mit am Markt negativ aufgenommenen hohen Marketingausgaben belastete nun eine Abstufung durch die Bank UBS die Titel des Sportartikelherstellers. Der Umsatztrend erscheine zwar stabil, die Marge allerdings verwundbar, schrieb Analyst Robert Krankowski. Der Kursverlust belief sich am Ende auf 2,5 Prozent.
Für die Papiere von Bayer ging es hingegen um 2,4 Prozent nach oben. Die Leverkusener hatten dank guter Agrargeschäfte und Kostensenkungen die Erwartungen für das zweite Quartal übertroffen. Zudem legten in der Pharmasparte die Verkaufszahlen noch recht neuer Medikamente weiter deutlich zu.
Die Folgen des Iran-Kriegs und Streiks kamen Lufthansa teuer zu stehen. Im zweiten Quartal hatten die immens gestiegenen Kerosinpreise dem Konzern einen herben Gewinneinbruch eingebrockt. Damit schnitt die Lufthansa noch schlechter ab als von Analysten im Schnitt befürchtet. Die Aktien knickten als Schlusslicht im MDax um mehr als acht Prozent ein.
Verbio hatte im vergangenen Geschäftsjahr deutlich mehr als zuletzt erwartet verdient. Für die Papiere des Biokraftstoffherstellers ging es im Nebenwerteindex SDax um 6,5 Prozent aufwärts.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,94 Prozent auf 6.486,70 Punkte. Außerhalb des Euroraums zogen der schweizerische SMI und insbesondere der britische FTSE 100 weniger deutlich an. In New York stieg das Leitbarometer Dow Jones Industrial zum europäischen Börsenschluss um 1,6 Prozent./la/he
--- Von Lutz Alexander dpa-AFX ---
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