Nachrichten Detail
Thu Jul 23 16:25:38 CEST 2026
(neu: Kurs)
GÖTTINGEN (dpa-AFX) - Der Labordienstleister und Pharmazulieferer Sartorius profitiert weiterhin von der Nachfrage nach Verbrauchsmaterialien und sieht sich auf Kurs zu seinen Jahreszielen. "Das wiederkehrende Geschäft blieb der wichtigste Wachstumstreiber beider Sparten", sagte Vorstandschef Michael Grosse am Donnerstag. Gleichzeitig sei das Geschäft mit Anlagen und Instrumenten zu leichtem Wachstum zurückgekehrt. Derweil dämpft ein buchhalterischer Sondereffekt die Umsatzentwicklung, denn der Konzern will seinen Kunden zu viel gezahlte US-Zollaufschläge zurückzahlen. An der Börse sorgte dies für ein Auf und Ab beim Kurs mit zuletzt leichten Gewinnen.
Die im Mittelwerte-Index MDax notierte Aktie drehte nach frühen Gewinne deutlich ins Minus, legte aber am Nachmittag wieder leicht um 0,4 Prozent zu. Seit Jahresbeginn liegt das Papier nun rund 10 Prozent im Minus. Erst am Dienstag war der Anteilsschein im Schlepptau eines Kurseinbruchs beim Konkurrenten Danaher auf ein Tief seit Mitte Juni gefallen. Der US-Wettbewerber hatte vor allem in der Bioprozesssparte enttäuscht.
Auf die Sartorius-Zahlen reagierten Analysten dagegen positiv. Die bestätigte Prognose und das starke bereinigte Wachstum der Bioprozesssparte seien beruhigend, schrieb etwa Richard Vosser von der US-Bank JPMorgan. Dass die ausgewiesenen Zahlen des Konzerns und seiner französischen Biotech-Tochter Sartorius Stedim Biotech etwas unter dem Marktkonsens lägen, sei dem Sondereffekt durch die Rückzahlung von US-Zöllen an Kunden begründet.
Wie Sartorius weiter mitteilte, erhielten die Niedersachsen zum Ende des zweiten Quartals 26 Millionen Euro als Rückzahlungen auf US-Zölle, nachdem der Supreme Court diese generell für unzulässig erklärt hatte. Da die Zollaufschläge zuvor größtenteils an Sartorius' Kunden weitergereicht worden waren, will der Konzern nun das Geld an diese vollständig zurückzahlen. Dafür wurden die Beträge in der Halbjahresbilanz bereits als umsatzmindernd erfasst. Insgesamt habe das Unternehmen rund 40 Millionen Euro an Zollerstattungen beantragt, sagte Grosse. Ob und wann die noch ausstehenden rund 14 Millionen ausgezahlt würden, sei offen.
Insgesamt wies Sartorius somit für die ersten sechs Monate ein Umsatzplus von 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 1,81 Milliarden Euro aus. Hierzu trugen sowohl die maßgeblich unter dem Dach von Sartorius Stedim laufende Bioprozesssparte bei als auch das wesentlich kleinere Laborgeschäft. Exklusive der Zollkompensationen und währungsbereinigt habe das Umsatzwachstum 7,7 Prozent betragen, Rückzahlungen einberechnet seien es 1,5 Prozentpunkte weniger gewesen.
Keinen Effekt hatten die Rückzahlungen laut Sartorius auf die Gewinnkennziffern: Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erhöhte sich um knapp 4 Prozent auf 548 Millionen Euro. Die entsprechende Marge kletterte auf 30,3 Prozent verglichen mit 29,8 Prozent ein Jahr zuvor. Unter dem Strich verdiente der Konzern gut 122 Millionen Euro, nach 81 Millionen ein Jahr zuvor.
Laut Michael Grosse zeigen die Zahlen, dass sich abseits des Sondereffekts durch die geplanten Rückzahlungen Sartorius wie erwartet positiv und in die richtige Richtung entwickelt. Treiber des Geschäfts sei vor allem die Region Asien - auch dank einer Erholung im wichtigen chinesischen Markt, wo die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten rege seien. Insgesamt bleibe das Unternehmen für die Entwicklung in der Region "vorsichtig optimistisch". Auch der Auftragsbestand bei den zuvor noch schwächelnden Anlagen und Instrumenten mache ihn zuversichtlich, dass sich der jüngste Aufwärtstrend fortsetzen dürfte.
Für das Gesamtjahr hält der Konzernlenker daher an seinen Prognosen fest. Geplant ist weiterhin ein währungsbereinigtes Umsatzplus von 5 bis 9 Prozent. Da nun aber die Zollrückzahlungen von bis zu 40 Millionen Euro mit eingeplant werden, könnte der Konzern eigenen Angaben zufolge am unteren Ende der Spanne herauszukommen. Ohne die Entschädigungen würde Sartorius eher in der Mitte der Bandbreiten enden, so Grosse. Als operative Marge hat das Unternehmen unverändert etwas mehr als 30 Prozent im Visier, nachdem im Vorjahr die Profitabilität bei 29,7 Prozent gelegen hatte./tav/err/jha/
Wertentwicklungen (Performances) und Renditechancen werden ohne Berücksichtigung der jeweiligen Produkt-, Dienstleistungskosten und Zuwendungen angezeigt. Diese und deren Auswirkungen auf die Performance und Renditechance des Instruments erhalten Sie kundenindividuell vor Ihrer Transaktion oder im Rahmen Ihrer Beratung bei der HypoVereinsbank.
Alle Angaben ohne Gewähr. Die Informationen auf dieser Seite stellen weder eine Anlageberatung, noch ein verbindliches Angebot dar und dienen ausschließlich der eigenverantwortlichen Information. Insbesondere können sie eine Aufklärung und Beratung durch den Betreuer nicht ersetzen. Die Instrumente sind nur in Grundzügen dargestellt. Ausführliche Informationen enthalten bei Fonds die allein verbindlichen Verkaufsprospekte sowie die Wesentlichen Anlegerinformationen, die aktuellen Jahres- und Halbjahresberichte, bei anderen Instrumenten die allein verbindlichen Basisprospekte einschließlich etwaiger Nachträge bzw. die Endgültigen Bedingungen und bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen zusätzlich die Basisinformationsblätter. Diese deutschsprachigen Dokumente erhalten Sie bei Fonds in elektronischer Form auf der Detailseite zum Fonds und/oder in Papierform kostenlos über alle HypoVereinsbank Filialen. Bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen erhalten Sie die deutschsprachigen Basisinformationsblätter in elektronischer und/oder in Papierform kostenlos bei Ihrem Ansprechpartner der HypoVereinsbank. Alle anderen Dokumente können Sie direkt beim Emittenten (Herausgeber) anfordern. Wertpapiere und sonstige Finanzinstrumente unterliegen u.a. Kurs- und Währungsschwankungen, die die Rendite steigern oder reduzieren können. Es kann grundsätzlich zum Verlust des eingesetzten Kapitals kommen. Alle Wertpapiere außer Fonds unterliegen dem Emittentenrisiko und strukturierte Produkte zusätzlich dem Risiko des Basiswertes. Bei Optionsscheinen, Knock out Produkten und Faktorzertifikaten sind starke Kursschwankungen üblich und es besteht ein Totalverlustrisiko.
Die Informationen auf dieser Seite stellen auch keine Finanzanalyse dar. Eine den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Unvoreingenommenheit wird daher nicht gewährleistet. Es gibt auch kein Verbot des Handels - wie es vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen gilt. Diese Information richtet sich nicht an natürliche oder juristische Personen, die aufgrund ihres Wohn- bzw. Geschäftssitzes einer ausländischen Rechtsordnung unterliegen, die für die Verbreitung derartiger Informationen Beschränkungen vorsieht. Insbesondere enthält diese Information weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren an Staatsbürger der USA, Großbritanniens oder der Länder im Europäischen Wirtschaftsraum, in denen die Voraussetzungen für ein derartiges Angebot nicht erfüllt sind.

© 2012-2020. UniCredit Bank GmbH (HVB). Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen.
Design and Implementation by ByteWorx GmbH.
Powered by FactSet Digital Solutions GmbH.
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet Digital Solutions GmbH.
Fondsdaten bereitgestellt von Mountain-View Data GmbH.
Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!
