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ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Schwach - Iran-Krieg und Oracle im Fokus

Fri Mar 06 22:50:48 CET 2026

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben am Freitag mit teils deutlichen Verlusten geschlossen. Der Dow Jones Industrial fiel angesichts der Forderung des US-Präsidenten nach einer "bedingungslosen Kapitulation" des Iran zeitweise auf ein Tief seit Ende November. Der überwiegend mit Technologie-Aktien bestückte Nasdaq 100, der sich von seinem verlustreichen Start rasch spürbar erholt hatte, wurde zum Handelsende von neuen Sorgen rund um KI-Aktien erfasst. Schwache Arbeitsmarktdaten stützen unterdessen Hoffnungen auf Leitzinssenkungen.

Der Dow, der vor fast einem Monat noch über 50.500 Punkte geklettert war, hatte sich im frühen Handel kurzzeitig der Marke von 47.000 Zählern genähert. Letztlich erholte sich der bekannteste Wall-Street-Index spürbar mit minus 0,95 Prozent auf 47.501,55 Punkte. Im Wochenverlauf bedeutet das ein Minus von 3,0 Prozent.

Um 1,33 Prozent auf 6.740,02 Punkte ging es am Freitag für den breit gefassten S&P 500 abwärts. Der Nasdaq 100 , der die Inflationssorgen bisher deutlich besser wegsteckte, sank um 1,51 Prozent auf 24.643,02 Zähler. Ihn belasteten letztlich vor allem Neuigkeiten zu Oracle und OpenAI, die ihre Pläne zur Erweiterung eines Vorzeige-Rechenzentrums für Künstliche Intelligenz aufgegeben haben. Auf Wochensicht steht für den Tech-Index ein Minus von 1,3 Prozent zu Buche.

Allgemein sorgen sich die Anleger nach einer knappen Woche Krieg im Iran zunehmend um dessen Dauer, denn US-Präsident Donald Trump fordert auf seiner Plattform Truth Social eine "bedingungslose Kapitulation". Die Hisbollah im Libanon betonte unterdessen inmitten stetiger Angriffe Israels erneut ihre Kampfbereitschaft. Das sorgte dafür, dass die Ölpreise ihren Höhenflug erneut beschleunigten und so Inflations- und Konjunktursorgen befeuern.

Der US-Arbeitsmarkt sendete zwar durchwachsene Signale, da die Beschäftigung überraschend sank, während das Lohnwachstum robust blieb. Dennoch sehen zahlreiche Experten angesichts der schwachen Daten verstärkt Chancen, dass die Fed eher zu einer Zinssenkung bereit sein könnte.

In den Fokus rückten vor allem Aktien von Oracle und zahlreiche weitere Papiere mit KI-Bezug. Nachdem die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet hatte, dass der Softwarekonzern und der KI-Chatbot-Entwickler OpenAI ihre gemeinsamen Pläne zur Erweiterung eines Vorzeige-Rechenzentrums für Künstliche Intelligenz (KI) aufgegeben haben, flammten erneut Ängste unter den Anlegern auf. Denn begründet wurde das Aus damit, dass sich die Verhandlungen über die Finanzierung und die Anforderungsänderungen von OpenAI zu sehr in die Länge gezogen hätten. Nun dürfte die Komplexität in den Vordergrund rücken, die die Errichtung der Milliarden von Dollar kostenden KI-Rechenzentren mit sich bringt. Und auch, dass zahlreiche Partner dabei zusammenarbeiten müssen.

Oracle, die im Tagesverlauf zeitweise um fast 3 Prozent gestiegen waren, gaben nach dem Bloomberg-Bericht um 1,2 Prozent nach. Meta verloren 2,4 Prozent und Nvidia 3,0 Prozent. Zu diesen beiden hieß es laut Bloomberg aus Kreisen, dass nun Meta die Möglichkeit zum Einstieg habe und KI-Chiphersteller Nvidia die Gespräche zwischen der Facebook-Mutter und dem Bauträger unterstütze.

Boeing rückten angesichts eines möglichen Mega-Auftrags aus China in den Blick und legten um 4,1 Prozent zu. Wie Bloomberg hierzu unter Berufung auf informierte Personen berichtete, winkt dem angeschlagenen Flugzeugbauer einer der größten Verkäufe seiner Geschichte. Eine Bestellung von 500 Flugzeugen des Typs 737 Max solle bekannt gegeben werden, wenn US-Präsident Trump zu seinem ersten Staatsbesuch in China seit 2017 nach Peking reise.

Jefferies-Analystin Sheila Kahyaoglu schrieb, dass auf diesen Auftrag bereits "seit Langem spekuliert" werde und sprach von einer möglichen Ablenkung vom Nahost-Konflikt. Zugleich sieht sie aber auch potenzielle langfristige Auswirkungen auf Boeings Auftragslage.

Um etwas mehr als 18 Prozent sprangen Marvell Technology nach einem starken Ausblick hoch und nahmen damit die Spitze im Nasdaq 100 ein. Analyst Vivek Arya von der Bank of America hob die Aktie von "Neutral" auf "Buy". Die Telefonkonferenz nach dem Geschäftsbericht habe das Vertrauen darin bestärkt, dass Marvell stark von der KI-bedingten Nachfrage nach optischen Halbleitern profitieren wird, schrieb er. Zudem sei der Erfolg des Partners Microsoft mit kundenspezifischen Chips für die Cloud-Infrastruktur klarer absehbar./ck/jha/

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

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