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Mon Feb 16 18:21:59 CET 2026
PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Ohne Impulse von den wichtigen Aktienmärkten Chinas und der Vereinigten Staaten hat sich an Europas Börsen zum Wochenauftakt nicht viel getan. Der EuroStoxx 50 als Leitindex für die Eurozone schloss am Montag mit 0,11 Prozent im Minus. Mit 5.978,88 Punkten zum Schlusskurs konnte das Börsenbarometer die runde Marke von 6.000 Zählern nur vorübergehend überwinden.
An den Börsen Chinas, Südkoreas und der USA wurde feiertagsbedingt nicht gehandelt. Damit fehlten den europäischen Handelsplätzen sowohl Impulse als auch Börsenumsätze.
Außerhalb der Eurozone schnitten die Börsen am Montag etwas besser ab: So stieg der britische Leitindex FTSE 100 um 0,26 Prozent auf 10.473,69 Zähler. Der schweizerische SMI konnte den jüngsten Rekordlauf fortsetzen, er stieg um 0,41 Prozent auf 13.656,00 Punkte.
Gefragt waren am Montag vor allem die Aktien aus dem Bankensektor, deren Teilindex sich um 1,4 Prozent vom Tief seit der Vorweihnachtszeit erholte. Im EuroStoxx legten neben Santander auch Unicredit , BNP Paribas , ING und Nordea zu. Die Augen blieben hier auf den Anleihemarkt gerichtet, wo die Zinsen weiter nachgaben. Ein niedriges Zinsniveau gilt tendenziell als positiv für Banken.
An der Indexspitze legten L'Oreal um 3,4 Prozent zu. Sie erholten sich von einem Kursrutsch am Freitag, ausgelöst von einem enttäuschenden Wachstum des Kosmetikkonzerns im vierten Quartal. Analysten von UBS und Barclays Bank blieben am Montag aber optimistisch gestimmt. Guillaume Delmas von UBS verwies auf überzeugende Investitionsargumente.
Zu den Verlierern zählte der Rohstoffsektor, dessen Index 0,6 Prozent verlor und weiter unter dem jüngst erreichten höchsten Stand seit 2008 konsolidierte. In London gehörten die Titel von Rio Tinto und Glencore mit bis zu 1,1 Prozent zu den Verlierern, während die Metallpreise zu Wochenbeginn etwas nachgaben.
Begehrt waren in London dagegen Rüstungswerte wie BAE Systems , Babcock und Qinetiq mit Anstiegen um bis zu 3,6 Prozent. Analyst David Perry von JPMorgan verwies auf Spekulationen, dass sich die britische Regierung mit einer Erhöhung des Verteidigungsbudgets beschäftige. Er nannte die drei Unternehmen als potenzielle Profiteure - vor allem Babcock nach einem Kursrutsch in der Vorwoche.
Titel des Baukonzerns ACS erreichten im Madrid nach einer Kaufempfehlung des Analysehauses Jefferies mit einem Anstieg um fast 5 Prozent ein Rekordhoch. Analyst Graham Hunt sieht in den Spaniern einen großen Profiteur des Baus von Rechenzentren.
Zu den Verlierern zählten die Aktien der Reederei Moller-Maersk mit 1,3 Prozent Minus. Für Gesprächsstoff in dieser Branche sorgte, dass der Konkurrent Hapag-Lloyd Übernahmegespräche mit der Reederei ZIM aus Israel führt. Hapag-Lloyd büßten mehr als 7 Prozent ein./bek/he
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