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Wed Apr 15 16:35:46 CEST 2026
(Kursabsatz aktualisiert)
VELDHOVEN (dpa-AFX) - Der Chipausrüster ASML profitiert weiterhin vom KI-Boom und ist mit überraschend viel Schwung in das neue Jahr gestartet. Laut Konzernchef Christophe Fouquet verbessern sich die Wachstumsaussichten in der Halbleiterindustrie weiter, angetrieben würden sie durch die anhaltenden Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI). Das Management rechnet sich deshalb noch etwas mehr Umsatz im Jahr aus als bisher. Der Ausblick des Unternehmens auf das laufende Quartal enttäuschte allerdings die Markterwartungen.
So hatten Anleger offensichtlich Probleme, sich auf eine Seite zu schlagen. Am Mittwochnachmittag gewann wieder die Skepsis die Oberhand, die ASML-Aktie verlor unter den schwächsten EuroStoxx-50-Werten 3,5 Prozent. Bereits im vorbörslichen Handel war das Papier unter Druck geraten, arbeitete sich dann aber deutlich ins Plus vor. Seit Jahresbeginn hat ASML um gut ein Drittel zugelegt.
Jefferies-Analyst Janardan Menon sagte, sowohl die Konzernprognose für den Umsatz als auch jene für die Bruttomarge im aktuell laufenden zweiten Quartal läge unter seinen Erwartungen und dem Analystenkonsens. Wichtig aus seiner Sicht aber ist die Erhöhung des Ausblicks für das Jahr. Menon vermutet hier als Grund vor allem den Bereich der Immersionslithografie, wo ASML zuvor aufgrund rückläufiger Umsätze in China bislang mit einem Rückgang gerechnet habe, nun aber einen nahezu flachen Trend erwarte. Dies könnte laut dem Experten teilweise auf vorgezogene Käufe im Zusammenhang mit dem US-Vorhaben zurückzuführen sein, im Technologiestreit mit China die Exportkontrollen für Halbleiterfertigungsanlagen zu verschärfen.
Für Sandeep Deshpande von der US-Bank JPMorgan ist derweil das Konzernsignal entscheidend, dass die Kundennachfrage kurz- und mittelfristig anziehe. Durch die Erhöhung der Jahresziele sieht er allerdings keine Impulse, da der Konsens bereits ambitionierter gewesen sei. Die operativen Gewinnerwartungen an das zweite Quartal dürften seiner Meinung nach sogar etwas sinken.
Im ersten Quartal konnte ASML die Erwartungen am Markt toppen und die eigenen Prognosen erfüllen. Der Umsatz kam bei knapp 8,8 Milliarden Euro heraus, wie der Konzern am Morgen im niederländischen Veldhoven mitteilte. Auch die Bruttomarge fiel mit 53 Prozent besser aus als von Experten gedacht. Unter dem Strich erzielte ASML einen Gewinn von fast 2,8 Milliarden Euro und landete damit sogar nah am sehr starken Vorquartal.
ASML profitiert derzeit massiv vom zunehmenden Einsatz Künstlicher Intelligenz. Das Unternehmen hat auf seinem Gebiet praktisch keine Konkurrenz, denn es stellt als einziges Ultraviolett-Lithografie-Anlagen her, die für die Produktion von Mikrochips mit immer kleineren Strukturen und höherer Leistung verwendet werden. Die Maschinen sind unverzichtbar etwa für die Herstellung der KI-Beschleuniger von Nvidia , die das Rückgrat für das Training und den Betrieb von KI-Modellen in Rechenzentren bilden. Zu den Kunden zählen aber auch alle anderen führenden Chiphersteller, darunter Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC ) und Intel .
Wegen der KI-Hochkonjunktur übersteigt laut ASML-Chef Fouquet derzeit die Nachfrage nach Chips das Angebot. "Als Reaktion darauf erhöhen unsere Kunden ihre Kapazitätsausbaupläne für 2026 und darüber hinaus." Der Auftragseingang von ASML sei daher weiterhin sehr stark. "Diese Geschäftsdynamik untermauert unsere Erwartung, dass 2026 ein weiteres Wachstumsjahr für alle unsere Geschäftsbereiche sein wird."
Angepeilt ist nun für das Gesamtjahr ein Umsatz von 36 bis 40 Milliarden Euro statt der bisher anvisierten 34 bis 39 Milliarden Euro. Die Jahres-Bruttomarge soll wie bisher eingeplant 51 bis 53 Prozent betragen. Von Bloomberg befragte Analysten waren bisher im Schnitt von gut 38 Milliarden Euro Umsatz und einer Bruttomarge von 52,6 Prozent ausgegangen.
Für das zweite Jahresviertel hatten sich die Experten jedoch mehr erhofft. Fouquet und sein Team rechnen für April bis Juni mit einem Umsatz von 8,4 bis 9 Milliarden Euro und einer Bruttomarge von 51 bis 52 Prozent. Analysten hatten hier bisher im Mittel jedoch knapp 9,1 Milliarden Euro Erlös und eine Bruttomarge von 52,5 Prozent erwartet./tav/lew/nas/he
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