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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Iran-Hoffnung drückt Ölpreis und treibt Aktien

Wed May 06 17:50:51 CEST 2026

FRANKFURT (dpa-AFX) - Inmitten der heißen Phase der Quartalsbilanzen haben am Mittwoch Friedenssignale im Iran-Krieg und der Boom mit Künstlicher Intelligenz (KI) die Börsen kräftig nach oben getrieben. Stark gesunkene Ölpreise von zeitweise unter 100 US-Dollar ließen Anleger aufatmen, sie gingen wieder ins Risiko.

Ein Bericht des US-Nachrichtenportals Axios, wonach die Vereinigten Staaten kurz vor einer Einigung mit dem Iran über ein Abkommen zur Beendigung des Krieges stehen sollen, schob die Kurse deutlich an. Allerdings wies Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai den Bericht als überzogen zurück. Auch US-Präsident Donald Trump dämpfte zuletzt die Erwartungen laut Berichten etwas.

Der Dax stieg um 2,12 Prozent und schloss mit 24.918,69 Punkten. Zwischenzeitlich schaffte es der deutsche Leitindex erstmals seit Ende Februar wieder über die Marke von 25.000 Zählern. Auch zum Rekordhoch von Mitte Januar fehlt dem Dax nun nicht mehr viel.

Der MDax mit den mittelgroßen Börsentiteln kletterte um 2,08 Prozent nach oben auf 31.779,41 Zähler hinauf. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 zog mit 2,7 Prozent noch stärker an.

Treiber der Aktienmärkte, insbesondere der USA und Asiens, bleibt darüber hinaus der Boom mit Künstlicher Intelligenz (KI). In den USA erreichten der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 und der marktbreite S&P 500 weitere Rekordhöhen.

Der KI-Boom befeuert weltweit Papiere von Chipkonzernen: In Korea Samsung und SK Hynix , in den USA zuletzt vor allem Advanced Micro Devices (AMD) und in Deutschland Infineon . Letzterer erhöhte nun auch die Prognose. Die Aktien konnten nach ihrer zuletzt steilen Kursrally davon aber am Mittwoch nicht mehr profitieren, der Kurs gab um gut zwei Prozent nach.

In Zürich gewann der SMI Index am Mittwoch 1,8 Prozent, der Londoner FTSE 100 legte noch etwas stärker zu. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial lag zum europäischen Börsenschluss mit gut einem Prozent im Plus.

In der in Deutschland auf Hochtouren laufenden Bilanzsaison öffneten zur Wochenmitte allein sieben Unternehmen aus dem Dax die Bücher. Continental gewannen 9 Prozent. Der Autozulieferer verdiente zuletzt bei weniger Umsatz mehr. Ausschlaggebend waren gute Reifen-Geschäfte und Kosteneinsparungen.

BMW-Anteile verbuchten ein Plus von 5,4 Prozent. Analysten von JPMorgan bescheinigten dem Autohersteller einen insgesamt starken Jahresauftakt. Heidelberg Materials stiegen nach der Vorlage von Quartalszahlen um 2,5 Prozent.

Die Entspannungssignale in Nahost gaben dem Reise- und Luftfahrtsektor starken Auftrieb. Im MDax legten Tui , Fraport und Lufthansa um bis zu 6,3 Prozent zu. Lufthansa will den Gewinn trotz des Kerosin-Schocks steigern. Im Dax waren die Papiere des Triebwerkherstellers MTU der stärkste Wert mit einem Plus von gut 10 Prozent. Airbus stiegen um 6 Prozent.

Teamviewer erklommen mit plus 5,7 Prozent den höchsten Stand seit fast drei Monaten. Analyst Harald Hof von MWB Research lobte die Profitabilität des auf Fernwartung spezialisierten Software-Entwicklers im ersten Quartal./bek/he

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

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