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Thu Jan 29 15:47:06 CET 2026
(neu: Kurs)
BASEL (dpa-AFX) - Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat 2025 die eigenen Ziele erfüllt und verspricht sich auch im neu angelaufenen Jahr weiteres Wachstum. Das Management um Konzernchef Thomas Schinecker geht zu konstanten Wechselkursen von einem Anstieg der Umsätze im mittleren einstelligen Prozentbereich aus, wie Roche am Donnerstag mitteilte. Der bereinigte Kerngewinn je Aktie - eine wichtige Kennziffer der Schweizer - soll im hohen einstelligen Prozentbereich steigen. Nach anfänglichen Verlusten waren die Titel an der Börse gefragt. Sie legten am Nachmittag um rund drei Prozent zu.
Bereits in den vergangenen drei Monaten hatte das Papier einen guten Lauf mit einem Anstieg von rund einem Viertel und erst kürzlich ein Zwischenhoch erreicht. Jefferies-Analyst Michael Leuchten sprach von durchwachsenen Zahlen. Auch vom Ausblick habe sich der Marktkonsens mehr erwartet. Richard Vosser von der US-Bank JPMorgan äußerte sich ähnlich, seiner Meinung nach dürften die durchschnittlichen Umsatz- und Gewinnerwartungen 2026 um rund ein Prozent sinken.
Roche setzte den Angaben zufolge im vergangenen Jahr 61,5 Milliarden Franken um, dies war ein Plus von 2 Prozent. Zu konstanten Wechselkursen ergab sich ein Zuwachs von 7 Prozent, womit das eigene Ziel eines Wachstums im mittleren einstelligen Prozentbereich erreicht wurde.
Während die Pharmasparte mit 47,7 Milliarden 3 Prozent mehr umsetzte, lagen die Einnahmen im Diagnostik-Geschäft bei 13,8 Milliarden und damit um 3 Prozent tiefer. Vor allem die mengenorientierte Beschaffung in China bremste das Wachstum im vergangenen Jahr aus. Der Konzern habe unter der Preisreform in der Volksrepublik gelitten, erläuterte Schinecker. "Im vergangenen Jahr haben wir in China einen Umsatzrückgang von 24 Prozent wegen der Preisreform gesehen." Für einige Diagnostika seien die Preise in etwa halbiert worden.
Mit Blick nach vorne sollten diese Effekte dann langsam nachlassen. "Für 2026 gehen wir davon aus, dass wir im Diagnostik-Geschäft am Ende ein Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich schaffen werden", sagte der Manager. Ab dem kommenden Jahr sollte das Geschäft dann zu seinen alten Wachstumsraten von etwa 7 Prozent, wenn nicht gar mehr zurückkehren. Schinecker setzt dabei auf eine Vielzahl an neuen innovativen Tests und Angeboten, die zuletzt lanciert wurden oder aber auf den Markt kommen sollten.
Auch für das Pharmageschäft ist der Roche-Chef zuversichtlich. Alleine 2026 erwartet der Konzern Daten aus zehn zulassungsrelevanten Studien, die im besten Fall dann einen Beitrag zum weiteren Wachstum leisten könnten. Dabei setzt Roche auch weiterhin große Hoffnungen auf Mittel zu Bekämpfung von Fettleibigkeit (Adipositas). Erst zu Beginn der Woche hatte der Konzern positive Daten zu seinem neuartigen GLP-1-Wirkstoff CT-388 vorgelegt.
Den Konzerngewinn für das vergangene Jahr bezifferte Roche auf 13,8 Milliarden Franken nach 9,2 Milliarden im Vorjahr. Dies lag nach den Angaben zufolge an der starken operativen Leistung sowie Basiseffekten wegen Wertminderungen im Jahr 2024. Das operative Kernergebnis, das Analysten als Richtgröße nutzen, stieg um 5 Prozent.
Für 2025 sollen die Aktionäre nun eine auf 9,80 Franken von 9,70 Franken erhöhte Dividende erhalten. Die ausgewiesenen Zahlen liegen etwas unter den durchschnittlichen Analystenschätzungen./hr/AWP/tav/nas/mis/jha/
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