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Fri Aug 21 18:16:39 CEST 2026
WIEN (dpa-AFX) - Zum Ende einer schwachen Woche hat sich der Wiener Aktienmarkt versöhnlich gezeigt. Untermauert wurde dies von einer Entspannung an den Öl- und Anleihemärkten, von freundlichen US-Börsen und erfreulichen Stimmungsdaten aus der Eurozone. So ging der ATX am Freitag mit einem Aufschlag von 0,98 Prozent auf 6.631,80 Punkte aus dem Handel. Für den ATX Prime ging es um 0,97 Prozent auf 3.261,96 Zähler hinauf. Das europäische Umfeld schloss mit moderaten Gewinnen.
Davor hatte der heimische Leitindex angesichts hoher Ölpreise und der Verunsicherung am US-Anleihemarkt vier Tage in Folge nachgegeben, wodurch auf Wochensicht ein Verlust von 1,5 Prozent übrig bleibt. Nun überwand das Barometer zumindest wieder die 21-Tage-Linie für den kurzfristigen Trend bei 6.587 Zählern, während das Rekordhoch von 6.780 Punkten von Monatsanfang im Blick bleibt.
"Wir interpretieren die jüngste Konsolidierung als 'Flagge' im längerfristigen Aufwärtstrend", schrieb Analyst Christoph Schultes von der Erste Group. Technisch gesehen gebe es keine Anhaltspunkte, dass dieser in naher Zukunft zu Ende gehen könnte.
Am Anleihemarkt pendelten sich die Renditen auf einem im Wochenvergleich erhöhten Niveau ein. Gleiches galt für die Ölnotierungen, womit sich der in den vergangenen Tagen zu beobachtende Anstieg der Ölpreise zumindest nicht fortsetzte.
Inzwischen stieg der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft im Euroraum leicht auf 52,1 Punkte, während Analysten mehrheitlich mit einer Eintrübung gerechnet hatten. "Dank optimistischer Auftragsbeurteilung, auch aus dem Ausland, dürfte die Talsohle nun durchschritten sein", erklärte Felicitas Henze, Volkswirtin bei der Deutschen Bank, die Verbesserung in der Industrie. Die Stimmung im Dienstleistungsindikator könnte indes durch die hohen Öl- und Gaspreise und damit verbundene Inflationssorgen belastet worden sein.
Unternehmensseitig blieb die Meldungslage hierzulande ruhig. Unterstützung erhielt der Leitindex unter anderem von der Kurserholung der schwer gewichteten Banken, wobei Erste Group und BAWAG um 1,4 respektive 1,9 Prozent zulegten. Als bester ATX-Wert schlossen jedoch Strabag 2,5 Prozent fester.
Voestalpine erholten sich um 1,8 Prozent und profitierten dabei von starken Sektorvorgaben nach positiven Impulsen aus China. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg plant die chinesische Führung, die Konjunktur mit stärkeren Finanzhilfen anzukurbeln. Damit will sie auf schwächere Wirtschaftsdaten im Juli reagieren./spa/mik/APA/nas
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