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Aktien New York Ausblick: Moderate Gewinne - Lage in Nahost sorgt für Vorsicht

Tue Apr 21 15:06:27 CEST 2026

NEW YORK (dpa-AFX) - Am US-Aktienmarkt werden am Dienstag zum Handelsstart moderate Gewinne erwartet. Angesichts der unsicheren Lage in Nahost dominiert - wie bereits zum Wochenstart - die Vorsicht. Nach wie vor wird auf eine zweite Gesprächsrunde zwischen den USA und dem Iran gehofft, weshalb auch die Ölpreise etwas nachgaben. Zur freundlich stabilen Stimmung dürften zudem die im März kräftiger als erwartet gestiegenen Einzelhandelsumsätze beitragen.

Der Broker IG taxierte den Dow Jones Industrial rund eine Stunde vor dem Börsenstart 0,5 Prozent höher bei 49.710 Punkten. Noch am Freitag hatte der bekannteste Wall-Street-Index sich wieder deutlich seinem Rekordhoch aus dem Februar angenähert. Der Nasdaq 100 wird 0,3 Prozent höher auf 26.680 Zählern erwartet. Sowohl der Technologie-Auswahlindex als auch der marktbreite S&P 500 hatten am Freitag Höchststände erklommen.

"Die Börsen preisen weiterhin ein Ende des militärischen Konfliktes und eine schrittweise Normalisierung der Energiemärkte ein", kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners.

Es wird allgemein erwartet, dass der Iran neue Verhandlungen mit den USA in Islamabad eingehen wird. Die Gespräche sollen noch vor dem Auslaufen der derzeitigen Waffenruhe stattfinden, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Kreise. Aktuell allerdings warf US-Präsident Donald Trump dem Iran vor, die Waffenruhe mehrfach gebrochen zu haben.

Sollten die Konfliktparteien keine neue Vereinbarung treffen, könnte der Krieg erneut losbrechen, denn dann läuft die Feuerpause aus. Trump hatte eine Verlängerung ohne handfesten Deal als "sehr unwahrscheinlich" bezeichnet. Zugleich machte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi den USA zwar Vorwürfe, schloss aber eine neue Verhandlungsrunde nicht explizit aus.

Unter den "glorreichen Sieben" dürften Apple und Amazon besonders im Blick stehen. Apple gaben vorbörslich um 0,4 Prozent nach. Der iPhone-Hersteller hatte am Vorabend bekannt gegeben, dass Hardware-Chef John Ternus am 1. September den seit nunmehr 15 Jahren als Vorstandschef agierenden Tim Cook ablösen wird. Cook wird Vorsitzender des Verwaltungsrates. Analysten sahen dies positiv. So werde mit dem Wechsel die Kernstrategie und -vision des Unternehmens wohl beibehalten, doch das Potenzial für langfristige Veränderungen steige, schrieb etwa Morgan-Stanley-Analyst Eric Woodring.

Amazon gewannen vorbörslich 2,6 Prozent. Mit einer weiteren Milliarden-Investition vertieft der Tech-Konzern und Online-Händler seine Allianz mit dem OpenAI-Rivalen Anthropic. In einem ersten Schritt wird Amazon 5 Milliarden Dollar (4,2 Mrd. Euro) in den Entwickler des KI-Chatbots Claude stecken, in weiteren Schritten könnten es bis zu 20 Milliarden Dollar mehr werden.

Im Dow dürften zudem mit Quartalszahlen UnitedHealth und 3M Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Der größte US-Krankenversicherer ist inmitten seines krisenbedingten Schrumpfkurses überraschend stark in das neue Jahr gestartet. Zudem wurde das Management auch für das Gesamtjahr optimistischer. Die Aktie sprang vorbörslich um 7,8 Prozent hoch. Das Papier von 3M gab nach vorgelegten Quartalszahlen zugleich um 3,2 Prozent nach. Der Hersteller von Post-it-Haftnotizen, Schutzausrüstung und Autopflegeprodukten verfehlte mit seinem bereinigten Wachstum aus eigener Kraft die Markterwartungen.

Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern RTX hob zur Zahlenvorlage seine Jahresziele für Umsatz und Gewinn an, was der Aktie zu einem vorbörslichen Plus von 2,5 Prozent verhalf. Um 3,6 Prozent stieg zudem die Aktie von GE Aerospace, denn auch der Hersteller von Flugzeugtriebwerken ist etwas optimistischer für das Gesamtjahr geworden. Er sieht das Jahresergebnis je Aktie nun am oberen Ende seiner Prognosespanne.

Qiagen -Konkurrent Danaher hob sein Ergebnisziel für 2026 an, was der Aktie ein vorbörsliches Plus von 0,5 Prozent bescherte. Das Analysehaus Jefferies lobte vor allem die überraschend starken Margen im ersten Quartal sowie das Ergebnis je Aktie, bemängelte allerdings die verfehlten Umsatzerwartungen./ck/jha/

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