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ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Trumps Fed-Nominierung bringt Verluste mit sich

Fri Jan 30 22:32:56 CET 2026

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Vorschlag von US-Präsident Donald Trump für den künftigen Notenbankchef hat am Freitag an den New Yorker Börsen für Aufregung gesorgt. Der Trend ging nach unten, weil der nominierte Nachfolger Kevin Warsh nicht als Verfechter der bislang erwarteten Lockerungen gilt. Aufgrund geldpolitischer Unsicherheit kam es vor allem bei den Gold- und Silberpreisen zu Verwerfungen. Quartalszahlen von Apple gingen etwas unter.

Der Leitindex Dow Jones Industrial verlor 0,36 Prozent auf 48.892,47 Punkte. In der Wochenbilanz kommt er damit auf ein ähnlich deutliches Minus, während sein Januar-Plus auf 1,7 Prozent schrumpfte. Der marktbreite S&P 500 sank am Freitag um 0,43 Prozent auf 6.939,03 Zähler, während der Nasdaq 100 1,28 Prozent auf 25.552,39 Punkte verlor. Seine Wochenbilanz rutschte damit auch ins Negative, während der Tech-Index für Januar einen Anstieg um 1,2 Prozent verbuchte.

Ob Warsh tatsächlich den Wünschen von Trump nach niedrigeren Zinsen folge, bleibe abzuwarten, meint Thomas Gitzel, Chefvolkswirt bei der Liechtensteiner VP Bank. Warsh verstehe aber, dass die Fed und deren guter Ruf essenziell für das Wohlergehen der Vereinigten Staaten sei. Es gehe dabei auch um die Stabilität des US-Finanzsystems. "Die schlimmsten Befürchtungen, dass die Fed ihren guten Ruf als verlässliche Notenbank verliert, dürften sich nicht bewahrheiten."

Neben der Geldpolitik blieb vor dem Wochenende die Berichtssaison der Unternehmen im Fokus. Bei Apple reichte ein überraschend starkes iPhone-Rekordquartal lange Zeit nicht für eine positive Kursreaktion, weil das gute Quartal wegen einer problematischen Versorgung mit Komponenten auf Kosten der Lagerbestände ging. Erst spät schafften es die Titel mit 0,4 Prozent ins Plus. Sie waren damit im Kreise der "Magnificent 7" eine positive Ausnahme, die nur von Tesla getoppt wurde. Die Titel des Elektroautobauers erholten sich um 3,3 Prozent vom Vortagskursrutsch.

Gute Nachrichten gab es im Telekomsektor, angeführt vom Mobilfunker Verizon . Dessen Titel legten fast zwölf Prozent zu, nachdem im vierten Quartal deutlich mehr neue Mobilfunkkunden gewonnen wurden als erwartet. Im Schlepptau zogen die Aktien von T-Mobile US um 4,2 Prozent an.

Weniger positiv war das Bild im Kreditkartensektor. Visa mit drei Prozent Minus und American Express mit 1,8 Prozent rutschten nach durchwachsenen Resultaten der beiden Unternehmen in den unteren Indexbereich. Die Aktien blieben aber auch belastet davon, dass die Branche derzeit unter Beschuss von Präsident Trump steht.

Durchwachsen war auch das Feedback der Anleger auf die Zahlen zweier großer Ölkonzerne: Während Chevron im Dow mit 3,3 Prozent der zweitgrößte Gewinner nach Verizon waren, schafften es die Titel von Exxonmobil im S&P 500 erst spät mit 0,6 Prozent in die Gewinnzone.

Im Tech-Sektor litt der Halbleiterzulieferer KLA Corp nach der jüngsten Rekordjagd mit minus 15 Prozent unter Gewinnmitnahmen. Das Gegenteil war bei Sandisk mit plus 7 Prozent der Fall, wobei hier Zahlen und Ausblick gut ankamen. Bei Speicherchips komme mit der extremen Knappheit ein "beispielloser Preisanstieg" einher, schrieb RBC-Experte Srini Pajjuri.

Begehrt waren ansonsten noch die Aktien des Konsumgüterkonzerns Colgate-Palmolive , die nach überraschend gute Zahlen um sechs Prozent zulegten.

Die Angst vor dem störenden Einfluss künstlicher Intelligenz erfasste ansonsten die Aktien von Computerspiel-Firmen. Nachdem die Suchmaschine Google angekündigt hat, dass Abonnenten der KI-Plattform Google AI Ultra künftig eigene virtuelle Welten betreten und schaffen sollen, brach der Kurs von Unity Software um 24 Prozent ein. Das Unternehmen ist ein Anbieter von Laufzeit- und Entwicklungsumgebungen für Computerspiele./tih/he

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