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Wed Jan 14 14:47:22 CET 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach sieben Handelstagen mit Rekorden hat der Dax am Mittwoch moderat angegeben. Anleger werden nervöser, zumal die US-Börsen nach Verlusten am Dienstag erneut schwächer erwartet werden. Überraschend starke Handelsdaten aus China, die am Morgen noch gestützt hatten, rückten in den Hintergrund. Die am Nachmittag veröffentlichten Wirtschaftsdaten aus den USA fielen gemischt aus, weshalb von ihnen kaum Impulse ausgingen.
Der deutsche Leitindex sank um 0,5 Prozent auf 25.307 Zähler, nachdem er tags zuvor erstmals die Schwelle von 25.500 Punkten übersprungen hatte. Der MDax , der Index der mittelgroßen Börsenwerte, gab zuletzt um 1,4 Prozent auf 31.800 Punkte nach.
"Hinter den Rekorden wächst die Vorsicht", schrieben die Analysten von Index-Radar. Doch auch wenn es in den USA am Vortag zu einem "leisen Rückzug" am Aktienmarkt gekommen sei, könne von einer Kapitalflucht keine Rede sein. Allerdings werde am Markt inzwischen wohl zunehmend mit stärkeren Börsenschwankungen gerechnet.
In den USA stiegen die Erzeugerpreise im November im Vergleich zum Oktober stärker als erwartet. Zugleich aber legten die Einzelhandelsumsätze deutlicher als erwartet zu.
Unter den Dax-Werten sackten FMC mit minus 4,4 Prozent auf den tiefsten Stand seit November 2024. JPMorgan-Analyst David Adlington verwies in einer Studie zu dem Dialysespezialisten auf die US-Grippesaison, die bereits im Dezember und damit früher als erwartet startete. In der Folge seien mehr Behandlungen versäumt worden, weshalb das Management prüfe, ob sich die Auswirkungen nur auf die Therapie-Treue beschränkten oder auch die Sterblichkeit beträfen.
DHL verloren 1,1 Prozent und litten unter einer aus Bewertungsgründen gestrichenen Kaufempfehlung der US-Bank Goldman Sachs .
Bayer dagegen gewannen an der Dax-Spitze 5,5 Prozent zu. Konzern untermauerte seinen Wachstumsambitionen im Pharmageschäft. "Wir haben jetzt fünf große Blockbuster-Kandidaten", sagte der Chef der Pharmasparte Stefan Oelrich im Zuge der JPMorgan Healthcare Conference in San Francisco der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. In den kommenden Jahren bis in die 2030er Jahre hinein erwartet der Manager auch daher "extrem gutes" Wachstum. Zudem könnte bald eine Entscheidung des obersten US-Gerichts über eine Annahme eines womöglich wegweisen Falles in den US-Rechtsstreitigkeiten rund um Glyphosat anstehen.
RWE stiegen um 1,6 Prozent. Analysten wie die von Bernstein Research sehen den Energiekonzern als Gewinner der Windkraft-Auktionen in Großbritannien. RWE habe sich den Löwenanteil der ausgeschriebenen Projekte auf See gesichert, hieß es. Zudem gab die Beteiligungsgesellschaft KKR eine strategische Partnerschaft mit RWE bekannt.
United Internet waren mit minus 4,6 Prozent Schlusslicht im MDax. MWB Research sieht nach der erfolgreichen Migration der 1&1 -Mobilfunkkunden und dem internen Verkauf von Versatel keine neuen Kurstreiber. Der Aktienkurs sei seit Mitte November um rund 25 Prozent gestiegen und weiteres Aufwärtspotenzial angesichts der aktuellen Bewertung nicht mehr sichtbar, schrieb Analyst Thomas Wissler und strich seine Kaufempfehlung./ck/mis
--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---
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