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Wed Mar 11 14:36:02 CET 2026
DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Die Rettung des Energiekonzerns Uniper 2022 macht sich für den Bund jetzt erstmals auch in klingender Münze bezahlt. Nachdem das Unternehmen im vergangenen Jahr seine Gewinnziele erreicht hat, will es erstmals seit vier Jahren wieder eine Dividende zahlen. Man schlage der Hauptversammlung eine Ausschüttung von 300 Millionen Euro (72 Cent je Aktie) vor, teilte das Unternehmen in Düsseldorf mit. Fast alles wird der Bund erhalten, der derzeit noch mehr als 99 Prozent der Anteile hält, insgesamt gut 297 Millionen Euro.
Uniper war als größter deutscher Gasimporteur 2022 in Schieflage geraten, als Russland nach dem Angriff auf die Ukraine kein Gas mehr lieferte. Deutschland rettete das Unternehmen mit Milliarden-Beihilfen und wurde quasi Alleineigentümer. Im Rahmen des Stabilisierungspakets wurde ein Dividendenverbot vereinbart. Dies hob der Bund Ende 2025 auf.
Die EU hatte die Beihilfen damals unter vielen Auflagen erlaubt. Eine davon ist, dass Deutschland seine Beteiligung bis Ende 2028 auf höchstens 25 Prozent plus eine Aktie wieder reduzieren muss.
Eine Veräußerung über den Kapitalmarkt sei die zentrale Handlungsoption des Bundes zur Reprivatisierung von Uniper, hatte die Bundesregierung zuletzt Anfang Dezember erklärt. "Darüber hinaus werden vom Bund auch außerbörsliche Veräußerungsoptionen in Abhängigkeit von ihrer Validität geprüft", hieß es in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen.
Uniper-Chef sieht Dividende als "Zeichen finanzieller Stabilität"
"Die Möglichkeit, wieder Dividenden zahlen zu können, ist ein Zeichen der finanziellen Stabilität und ein wesentlicher Baustein für die Kapitalmarktfähigkeit von Uniper", erklärte Firmenchef Michael Lewis laut der Mitteilung.
Über die zukünftige Ausschüttungspolitik sei noch nicht entschieden worden, sagte Finanzvorstand Christian Barr. "Wir erarbeiten derzeit einen ganzheitlichen Rahmen für eine längerfristige Dividendenpolitik." Man sei sich vollkommen bewusst, dass eine attraktive Dividende ein wichtiges Kriterium für Aktionäre sei.
Uniper erreichte 2025 seine selbst gesteckten Finanzziele. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag bei 1,1 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,6 Milliarden Euro), der bereinigte Nettogewinn (Adjusted Net Income) bei 544 Millionen Euro (Vorjahr: 1,7 Milliarden). "Beide Ergebniskennzahlen lagen erwartungsgemäß deutlich unter den außergewöhnlich guten Ergebnissen des Vorjahres", hieß es.
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Konzern ein Ergebnis auf Vorjahresniveau. Das bereinigte Ebitda soll in einer Spanne von 1,0 bis 1,3 Milliarden Euro liegen. Der bereinigte Nettogewinn soll 350 bis 600 Millionen erreichen.
Energiekonzern will an zwei Standorten neue Gaskraftwerke bauen
Uniper bekräftigte seine Absicht, bis 2030 rund fünf Milliarden Euro zu investieren, davon mehr als 2,5 Milliarden in Deutschland. Hierzulande will der Energiekonzern das Geld vor allem in den Neubau von wasserstofffähigen Gaskraftwerken mit einer Kapazität von insgesamt zwei Gigawatt an den Standorten Staudinger (Hessen) und Scholven (Nordrhein-Westfalen) im Rahmen der Kraftwerksstrategie stecken. Bei den geplanten Ausschreibungen dazu rechnet sich Uniper gute Chancen aus.
Uniper zählt bei Stromerzeugung und Gashandel zu den größten Energieunternehmen Europas. Der Konzern betreibt unter anderem Steinkohle- und Gaskraftwerke in Deutschland, Großbritannien und Schweden. Strom erzeugt Uniper auch aus Wasserkraft. In Schweden ist Uniper Mehrheitseigentümerin eines Atomkraftwerks. In Deutschland ist das Unternehmen auch größter Betreiber von Gasspeichern. Ende 2025 beschäftigte die Firma gut 7.200 Menschen./tob/DP/nas
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