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Thu May 21 18:47:05 CEST 2026
PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas zuletzt freundliche Aktienmärkte haben am Donnerstag keine gemeinsame Richtung gefunden. Weder die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran noch die mit Spannung erwarteten Quartalszahlen und Geschäftsprognosen von Nvidia sorgten für klare Kaufsignale.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor mit den noch deutlicher schwächelnden US-Börsen letztlich 0,26 Prozent auf 5.960,32 Punkte. Dagegen ging der schweizerische SMI 0,35 Prozent fester mit 13.446,43 Zählern aus dem Handel. Der britische FTSE 100 gewann 0,11 Prozent auf 10.443,47 Punkte.
Derweil ging es für den türkischen Aktienindex Borsa Istanbul 100 um gut 6 Prozent bergab. Ein Gericht in der Hauptstadt Ankara hatte die Absetzung des Vorsitzenden der größten Oppositionspartei CHP angeordnet. Özgür Özel und die Parteiführung werden damit ihrer Ämter enthoben, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete.
Zur Wochenmitte hatte US-Präsident Donald Trump bei den Anlegern noch mit der Aussage gepunktet, dass die Verhandlungen mit dem Iran zur Beendigung des Krieges in der "Endphase" seien. "Ich würde das gerne glauben, aber mal ehrlich: Wie oft haben wir das schon gehört?", kommentierte nun Win Thin, Chefvolkswirt der Bank of Nassau 1982.
Teheran erklärte zwar, der jüngste Vorschlag aus Washington habe die Kluft zwischen den beiden Seiten teilweise überbrückt. Doch ein Medienbericht, wonach der Iran plane, sein Uran zu behalten, wurde als potenzieller Rückschlag für jegliches Friedensabkommen gewertet. Die Ölpreise zogen vor diesem Hintergrund wieder kräftig an.
Angesichts des Iran-Kriegs verschlechterte sich die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone im Mai überraschend weiter und erreichte den tiefsten Stand seit zweieinhalb Jahren. Besonders stark betroffen war der Dienstleistungssektor, der unter den kriegsbedingt höheren Lebenshaltungskosten leidet, wie aus den von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindizes hervorgeht. Ähnlich sah es bei den britischen Einkaufsmanagerindizes aus.
Im europäischen Branchentableau waren Rohstoff- und Bergbau- sowie Chemietitel am meisten gefragt.
Dagegen wurde Technologiewerte von der Schwäche der US-Technologiebörse Nasdaq etwas in Mitleidenschaft gezogen. Dort stießen die mit Spannung erwarteten Zahlen und Geschäftsprognosen des KI-Chip-Riesen Nvidia auf ein verhaltenes Echo.
Am schwächsten in Europa präsentierte sich der Reise- und Freizeitsektor . Easyjet trotzte mit einem Kursplus von 0,9 Prozent dem schwachen Trend, nachdem die Billigfluggesellschaft Quartalszahlen vorgelegt hatte.
Aus der Autobranche stach Stellantis in Mailand mit einem Minus von 2 Prozent negativ heraus. Die Auto-Holding mit den Marken Peugeot, Fiat, Chrysler, Alfa Romeo, Chrysler, Jeep und Ram stellt sich auf dem wichtigen US-Markt auf einen langen Weg zurück zu alter Stärke ein. Mit Kostensenkungen, der Konzentration von Investitionen auf Kernmarken und mit strafferer Organisation will Konzernchef Antonio Filosa in Nordamerika bis zum Jahr 2030 wieder eine operative Marge von 8 bis 10 Prozent einfahren. Der Konzern habe sich wie befürchtet Ziele gesetzt, die weit in der Ferne lägen, kommentierte Analyst Philippe Houchois von der US-Investmentbank Jefferies.
Generali -Titel gewannen 2,7 Prozent. Der italienische Versicherer hat im ersten Quartal deutlich höhere Schäden durch Naturkatastrophen gut weggesteckt./gl/he
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