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Tue Jan 13 18:32:34 CET 2026
PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas wichtigste Aktienmärkte haben sich am Dienstag zum Start der US-Berichtssaison relativ wenig bewegt und keine einheitliche Richtung eingeschlagen. Der EuroStoxx 50 schloss 0,22 Prozent höher bei 6.029,83 Punkten. Der Leitindex FTSE 100 sank hingegen um 0,03 Prozent auf 10.137,35 Zähler. Der Schweizer SMI gab um 0,46 Prozent auf 13.364,73 Punkte nach.
Frische US-Inflationsdaten hatten nur kurzfristig einen stützenden Einfluss auf die Notierungen. So stiegen die Verbraucherpreise im Dezember wie erwartet um 2,7 Prozent. Die Kerninflation, bei der schwankungsanfällige Preise für Energie und Nahrungsmittel herausgerechnet werden, betrug unverändert 2,6 Prozent. Nach Einschätzung von Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, zeigen die Preisdaten weiterhin keine nennenswerten Effekte durch die Zollpolitik der US-Regierung. Sollte sich dies in den kommenden Monaten fortsetzen, habe die US-Notenbank Fed grünes Licht für weitere Zinssenkungen.
"Der Markt befindet sich klar im Modus der Risikoverdrängung", konstatierte Analyst Timo Emden von Emden Research. Solange die Hoffnung auf eine besonnene Geldpolitik dominiere, rückten geopolitische Belastungsfaktoren in den Hintergrund. Damit scheine die laufende Neujahrsrally vorerst intakt zu sein, so Emden.
Die US-Berichtssaison warf ihre Schatten auch beim europäischen Branchenüberblick voraus. So entwickelten sich Bankaktien stärker als der Gesamtmarkt. "Für die Branche rechnet der Markt mit einem Plus von knapp sieben Prozent bei Gewinn und Umsatz", merkte Luis Ruiz, Marktanalyst CMC Markets, zu den anstehenden Zahlen der börsennotierten US-Geldhäuser an.
Zahlen aus Europa sorgten indes für Unmut. So gerieten Sika mit einem Kursabschlag von 9,5 Prozent unter starken Verkaufsdruck. Der Schweizer Bauchemie- und Klebstoffhersteller erlitt 2025 einen Umsatzrückgang von 4,8 Prozent. Negative Währungseffekte und der schwache chinesische Baumarkt bremsten. Händler äußerten sich zudem enttäuscht über die Aussichten des Unternehmens im laufenden Jahr.
Die Verluste hinterließen merkliche Spuren im Bausektor, der abgeschlagen am Ende des Feldes lag. Beim Schwergewicht Vinci kam hinzu, dass die Analysten der Bank of America die Einstufung auf "Underperform" gesenkt hatten. Vinci-Papiere büßten 4,5 Prozent an Wert ein.
Auch die Zahlen von Lindt & Sprüngli versüßten Anlegern das Börsengeschehen nur kurz. Nach Auftaktgewinnen rutschte die Aktie ins Minus und gab letztlich um 1,9 Prozent nach. Dabei hatte der Schweizer Schokoladenhersteller den Umsatz stärker als erwartet gesteigert. Allerdings war dies Preiserhöhungen geschuldet. Die verkauften Mengen gingen zurück./edh/men
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