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Mon Nov 02 20:19:50 CET 2026
NEW YORK (dpa-AFX) - Die am Montag zunächst deutlich erholte US-Technologiebörse Nasdaq hat im Handelsverlauf merklich an Schwung verloren. Zuletzt notierte der Auswahlindex Nasdaq 100 0,36 Prozent im Minus bei 28.284 Punkten. Vor dem Wochenende war er mit negativen Geschäftsaussagen des Internetriesen Amazon und des Halbleiterherstellers Intel um rund dreieinhalb Prozent eingebrochen.
Angesichts nachbörslich anstehender Apple -Zahlen und der Zwischenwahlen für das US-Parlament am Dienstag fand die Kaufbereitschaft trotz des Ölpreis-Rutsches damit schnell wieder Grenzen. Zudem berichtete das KI-Unternehmen Anthropic vor seinem Börsengang, seit Jahresbeginn einen Verlust von 104 Milliarden US-Dollar gemacht zu haben.
Der Leitindex Dow Jones Industrial behauptete mit einem Anstieg um 0,91 Prozent auf 52.242 Punkte hingegen einen Großteil seines Gewinns. Er machte sein Freitagsminus von rund einem Prozent fast wieder wett. Für den marktbreiten S&P 500 ging es zuletzt noch um 0,15 Prozent auf 7.591 Punkte bergauf.
"Die Anleger scheinen bereit, nach den jüngsten Rückschlägen wieder selektiv Risiken einzugehen", kommentierte Analyst Andreas Lipkow von CMC Markets die Entwicklung an den US-Börsen. "Ob daraus eine breitere Erholung entsteht, hängt allerdings maßgeblich von den nächsten Unternehmenszahlen ab. Nach den jüngsten Enttäuschungen bei mehreren US-Technologiekonzernen dürfte insbesondere der Ausblick (von Apple) auf das wichtige Jahresendgeschäft genau unter die Lupe genommen werden."
Bei Apple zeigten sich die Investoren skeptisch: Mit einem Minus von 2,1 Prozent gab es bei dem Technologieriesen weitere Gewinnmitnahmen. Am vergangenen Donnerstag hatten die Aktien noch ihr am 23. Oktober erreichtes Rekordhoch getestet. Vor dem Wochenende hatte Apple zudem wieder seinen ärgsten Rivalen, den Chipkonzern Nvidia , im Rennen um das wertvollste Börsenunternehmen überholt. Aktuell hat Nvidia aber wieder knapp die Nase vorn.
Dem US-Halbleiterkonzern Marvell Technology brockte der nun bestätigte Ausbau des KI-Infrastrukturgeschäfts mit der Übernahme von Lumentum einen weiteren Kursrutsch von 8,7 Prozent ein. Dabei wird für den Laserspezialisten ein Unternehmenswert inklusive Schulden von rund 115 Milliarden US-Dollar angesetzt. Der Kauf soll komplett mit Marvell-Aktien bezahlt werden. Die Lumentum-Aktien büßten am Nasdaq-100-Ende weitere 14 Prozent ein. Bereits in der Vorwoche waren entsprechende Spekulationen aufgekommen.
Dass Oracle laut einer Mitteilung an die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC für rund 10 Milliarden US-Dollar neue Aktien ausgeben will, ließ die Titel um 6,2 Prozent sinken. Zudem begab Oracle Anleihen für 10 Milliarden Dollar. Der Softwarekonzern hatte vergangene Woche angekündigt, sich bis Mitte 2030 nur noch 20 Milliarden Dollar am Finanzmarkt zur Wachstumsfinanzierung beschaffen zu wollen.
Die A-Aktien von Alphabet erholten sich etwas mit plus 1,3 Prozent. Der Google-Mutterkonzern startet Kreisen zufolge eine zweite Euro-Anleiheemission im laufenden Jahr und will damit die Investorennachfrage testen. Die Emission folgt auf die Quartalszahlen von Alphabet, die die Besorgnis über das Ausmaß der KI-Investitionen verstärkt und allein vergangenen Donnerstag fast 500 Milliarden Dollar an Börsenwert vernichtet hatten.
Die Anteilscheine von Inovio Pharmaceuticals sprangen um gut 240 Prozent nach oben. Das Biotech-Unternehmen erhielt von der US-Gesundheitsbehörde FDA eine beschleunigte Zulassung für Voceryq, eine Immuntherapie zur Behandlung von Erwachsenen mit der Atemwegserkrankung rezidivierende respiratorische Papillomatose.
Die Papiere von Estée Lauder verloren 2,9 Prozent, obwohl der Kosmetikkonzern unerwartet gute Quartalszahlen vorgelegt und die Jahresziele erhöht hatte. Die Aktien waren zuletzt allerdings gut gelaufen. Die Geschäftsaussagen seien ein weiteres Zeichen dafür, dass die Sanierungsbemühungen des Unternehmens bei den Verbrauchern Anklang fänden, hieß es am Markt.
Die Titel von Check Point Software fielen um 4,2 Prozent. Das Unternehmen hatte für das dritte Quartal einen Umsatz unter der durchschnittlichen Analystenschätzung gemeldet./gl/he
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