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Tue Jun 09 09:35:04 CEST 2026
BERLIN/SCHÖNEFELD (dpa-AFX) - Flugzeuge, Drohnen, militärisches Gerät - die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung am Rande des Flughafen Berlin-Brandenburg ist eine Messe der besonders großen Ausstellungsstücke. Alle zwei Jahre findet die ILA in Berlin statt - und wie schon in den Vorjahren kommt auch dieses Jahr der Kanzler am Eröffnungstag vorbei. In Friedrich Merz (CDU) ist es dieses Mal sogar ein Pilot, sein Interesse an der Luftfahrt ist bekannt. Schon im Dezember hatte er angekündigt, dass er die ILA selbst eröffnen will.
Die Messe öffnet ihre Tore von Mittwoch bis Freitag für Fachbesucher, am Wochenende dürfen dann alle Interessierten auf das weiträumige Gelände des ExpoCenter Airport in Schönefeld.
Tickets nahezu ausverkauft
Die Tickets für Privatpersonen sind bereits restlos ausverkauft, nur Fachbesucher-Tickets (60 Euro) sind noch zu haben. Zu beachten bei beiden Varianten: Wer einmal auf dem Gelände ist, wird nach Verlassen nicht erneut hereingelassen. Kinder unter sechs Jahren kommen kostenlos rein. Die Messe ist täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.
Anreise mit den Öffis und dem Auto möglich
Wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen will, kann ab den S-Bahnhöfen Mahlow und Schönefeld (nur Samstag und Sonntag) sowie ab dem U-Bahnhof Rudow mit einem Shuttlebus zum Eingang Ost fahren. Während der Fachbesucher-Tage gibt es auch einen Shuttlebus vom S-Bahnhof Waßmannsdorf (S9 und S85) zum Messegelände.
Aber: Am Freitagabend, 22.00 Uhr, beginnen wochenlange Bauarbeiten an einem Stellwerk in Schöneweide mit Einschränkungen für den S-Bahnverkehr. Zwischen Baumschulenweg und Altglienicke wird dann ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.
Für die Anreise zur ILA wird daher empfohlen, mit der U7 bis Rudow oder mit dem ILA Express bis zum S-Bahnhof Schönefeld zu fahren. Alternativ besteht die Möglichkeit, den FEX bis BER zu nehmen und dort in die S85 oder S9 bis S Schönefeld umzusteigen.
Auch die Anreise per Auto ist möglich. Parktickets für Privatbesucher kosten Samstag und Sonntag je 20 Euro, es sind noch wenige erhältlich.
Was es zu sehen gibt
Die Messe lässt sich in die drei Bereiche Luftfahrt, Raumfahrt und Verteidigungstechnik aufteilen.
Ein zentrales Thema auf der ILA 2026 sind Drohnen. "Im Drone Pavilion präsentieren Unternehmen ihre Systeme nicht nur statisch, sondern im Einsatz", teilte die ILA vorab mit. Ein Höhepunkt dort sei eine sogenannte Swarm Drone Challenge, bei der internationale Teams Drohnenschwärme entwickeln, die wiederum komplexe Aufgaben lösen sollen.
Die ILA versteht sich auch als politisches Forum für Europas Luft- und Raumfahrt. Zahlreiche Unternehmenschefs werden ebenso anwesend sein wie Politiker, Militärs und Verteidigungsexperten. Auf mehreren Bühnen sind Diskussionsrunden zu verschiedenen Themen der Branche geplant.
Auf einer Bühne werden beispielsweise aktuelle Missionen und Strategien der Raumfahrt präsentiert. Zahlreiche Unternehmen wollen dabei auch zeigen, wie die Raumfahrt den Alltag auf der Erde verändern kann. "An den Publikumstagen berichten ESA-Astronautinnen und -Astronauten dem großen wie kleinen Publikum von ihren Erfahrungen im All und auf der Internationen Raumstation ISS", hieß es.
Im Bereich Luftfahrt ist unter anderem ein Airbus A320neo in 100-Jahre-Sonderlackierung der Lufthansa zu sehen.
Bilanz 2024
Bei der ILA vor zwei Jahren kamen rund 95.000 Besucher auf das Messegelände. 600 Aussteller aus 31 Nationen präsentierten damals ihre Produkte und Ideen. Für dieses Jahr haben sich die Veranstalter mehr als 100.000 Besucher zum Ziel gesetzt. Ausgerichtet wird die ILA vom Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) und der Messe Berlin.
Was sonst noch wissenswert ist
Besucher können ihre Jacken an den Eingängen Ost und West abgeben, die Garderobe ist in Halle B. Es werden auch Speisen und Getränke angeboten. Kostenfreies WLAN ist auf dem gesamten Gelände verfügbar./nif/DP/zb
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