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Berliner Mieten steigen weiter - Neubau besonders teuer

Tue Mar 03 12:36:20 CET 2026

BERLIN (dpa-AFX) - Die Mieten in Berlin sind im vergangenen Jahr erneut gestiegen - in der Höhe gibt es aber nach wie vor große Unterschiede zwischen Bestands- und Neuvermietungen. Mieterinnen und Mieter in bestehenden Mietverhältnissen zahlten im vergangenen Jahr bei den Mitgliedern des Verbands Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) im Schnitt 7,10 Euro pro Quadratmeter netto kalt, wie der BBU mitteilte. Das waren demnach 3,6 Prozent mehr als im Jahr davor.

Neuvertragsmieten lagen im Schnitt hingegen bei 9,54 Euro pro Quadratmeter, ein Anstieg von mehr als elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders teuer lebten Mieter in der Hauptstadt in Neubau-Wohnungen: Hier kostete der Quadratmeter im Schnitt 13,55 Euro pro Monat, wie der BBU weiter mitteilte. Das waren rund 7 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Mietpreise beziehen sich auf die Mitgliedsunternehmen im Verband. Der BBU vertritt vor allem genossenschaftliche, kirchliche und landeseigene Wohnungsunternehmen sowie in geringerem Umfang private Anbieter. Eigenen Angaben zufolge betreuen sie rund 777.000 Wohnungen und damit etwa 45 Prozent des Berliner Mietwohnungsbestands.

Mieten auf Portalen deutlich höher

Die auf gängigen Angebotsportalen abgerufenen Mieten sind derweil dem BBU zufolge deutlich teurer. Dort wurden im Vergleichszeitraum zwischen Juli 2024 und Ende Juni 2025 Quadratmeterpreise von durchschnittlich 16,61 Euro abgerufen. "Noch deutlicher wird dieser Unterschied, wenn die BBU-Mitgliedsunternehmen aus den Portalmieten herausgerechnet werden", hieß es. Die Portalmieten lägen dann bei 18,76 Euro netto kalt und damit fast doppelt so hoch wie die BBU-Neuvertragsmieten. Die Verbandsmitglieder inserieren demnach nur im geringen Umfang auf diesen Portalen.

Das Problem auf dem Berliner Mietmarkt bleibt aus Sicht des Verbands das knappe Angebot. Trotz des intensivierten Neubaus verharre die Leerstandsquote bei niedrigen 1,6 Prozent. Das eröffne Spielräume für einzelne "schwarze Schafe", die die Situation ausnutzten, sei es durch überhöhte Angebotsmieten, intransparente Geschäftsmodelle oder gewinnorientierte Untervermietung./maa/DP/stw

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